Leinenzwang: Kommt der Hundeführerschein?

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    • 13.02.13
    • Bayern
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Kommt der Führerschein für Zamperl?

Leinenzwang für Hunde? Diskutieren Sie mit

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München - Immer mehr Gemeinden in Bayern führen eine Leinenpflicht für Hunde ein. Betroffen sind aber meistens nur die großen Vierbeiner. Dabei hören gerade die kleinen Zamperl oft nicht auf ihre Besitzer, sagen Hundetrainer. Sie fordern deshalb einen Hundeführerschein.

© dpa (Symbolbild)

Die Leine muss mit: Das Gassigehen wird strenger geregelt. In vielen Gemeinden gilt Leinenpflicht für Hunde.

Katrin-Maria de Laporte ist sich nicht sicher, was die nächsten Wochen auf sie zukommen wird. Sie ist die Leiterin des Ordnungsamtes in Kirchheim. Die Gemeinde im Landkreis München hat sich vergangene Woche für einen Leinenzwang für Hunde ab einer Schulterhöhe ab 50 Zentimetern entschieden. Katrin-Maria de Laporte hatte gehofft, dass die Entscheidung anders ausgehen würde. Weil sie ahnt, das die Verordnung nicht alle Probleme lösen wird – und vielleicht sogar neue schaffen könnte.

Hundetrainerin: „Viele Besitzer schätzen ihre Hunde falsch ein“

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„Eine Verordnung ist immer nur so gut, wie sie kontrolliert werden kann“, sagt sie. Und genau daran könnte es ihrer Meinung nach scheitern. „Ich fürchte, dass ich viele Anrufe bekommen werde mit Anschuldigungen, die ich nicht nachprüfen kann. Die Gemeinde kann nicht als Hundepolizei auftreten.“

„Das Problem liegt am menschlichen Ende der Leine“

Nicht nur deshalb ist die Leiterin des Ordnungsamts skeptisch, was die Leinenpflicht angeht. „Das Problem liegt am menschlichen Ende der Leine“, sagt sie – und spricht damit vielen Hundetrainern aus dem Herzen. Denn die fordern schon lange, dass nicht die Vierbeiner an die Leine genommen, sondern die Hundebesitzer verpflichtet werden: zu Hundeführerscheinen, die die Herrchen oder Frauchen bekommen, nachdem sie mit ihren Vierbeinern ein Training an einer Hundeschule mitgemacht haben. „Wenn alle Hunde auf die Kommandos ihrer Besitzer hören würden, bräuchte man keinen Leinenzwang, um Beschwerden in den Griff zu bekommen“, sagt Hundetrainerin Constanze Matulla aus Weilheim. „Die Menschen müssen ihre Hunde verstehen lernen.“ Der Hundeführerschein als Pflicht wäre ihrer Meinung nach die beste Regelung – nicht nur für die großen, sondern auch für die kleinen Zamperl, die in den meisten Gemeinden vom Leinenzwang nicht betroffen sind. Und die, wie Matulla immer wieder merkt, noch viel weniger erzogen werden. „Sie werden unterschätzt und vermenschlicht – weil sie nicht gefährlich wirken.“ In Kirchheim wurde vergangenes Jahr eine alte Dame von einem Zwergpinscher und zwei Pudel angegangen – eine von fünf Meldungen, die im Ordnungsamt eingingen und das Thema Leinenzwang in den Gemeinderat brachten.

„Niemand kann sich immer für sein Tier verbürgen“

Kurt Gebhardt aus Markt Schwaben (Kreis Ebersberg) verfolgt die Debatten um das Thema schon lange. Er ist einer der Hundebesitzer, der mit seinem Vierbeiner freiwillig alle Trainingskurse absolviert hat, die angeboten werden. „Wir waren in der Welpen- und der Junghundeschule und haben zwei Erziehungskurse gemacht“, sagt er. Den so genannten Hundeführerschein hat er noch nicht – aber Vertrauen zu seinem Hund. Trotzdem leint auch er seine Dumaka an. Wenn andere Hunde oder Kinder in der Nähe sind. „Niemand kann sich immer für sein Tier verbürgen“, findet er. „Eine Leinenpflicht reicht nicht aus.“ Eine Pflicht zum Hundeführerschein – das würde er sofort unterstützen.

Gemeinde Haar: Kein genereller Leinenzwang für Hunde

In Kirchheim will die Verwaltung den Führerschein nicht vorschreiben, aber Anreize dafür schaffen. „Wer die theoretische und praktische Prüfung dafür macht, wird ein Jahr von der Hundesteuer befreit“, kündigt Katrin-Maria de Laporte an. „Danach wird die Hundesteuer um 20 Euro günstiger.“ Sie ist sicher, dass das für viele Hundebesitzer ein attraktives Angebot ist. Und vielleicht wirksamer als Verordnungen und Leinen.

Schwabsoien: Ab sofort Leinenzwang für alle Hunde

Von Katrin Woitsch

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Kommentare

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indi123406.04.2013, 12:26Antwort
(0)(0)

.....im Prinzip haben Sie schon recht, was das Lernen hinsichtlich der Bedürfnisse von Hunden angeht.

Was Sie jedoch vergessen haben, aber ebenso wichtig ist, ist das erlernen der Sprache, bzw. Mimik von Hunden.

Doch dies sind alles Dinge die man beherrschen muss, ehe man sich dazu entschliesst einen Hund nach Hause zu holen.

Angie10.03.2013, 10:18
(1)(0)

Hunde müssen sich austoben und spielen können. Nicht Jeder hat einen eigenen Garten oder ein Auto, um aus der Stadt heraus zu fahren. Aber natürlich sollte man auch Rücksicht auf andere Menschen nehmen. Ich hatte über 50 Jahre meines Lebens eine Hundephobie und weiss wie das ist, wenn man Angst hat und ein Hund kommt auf Einen zugelaufen. Wenn ich sehe, dass meine Maus auf ein Kind zuläuft, dann rufe ich sie zurück. Dass mein Hund kommt wenn ich rufe, dient auch seiner eigenen Sicherheit. Eine generelle Leinenpflicht finde ich übertrieben.

Was mich als Hundebsitzer allerdings über alle Maßen ärgert, sind die Hundehaufen. München bietet die Kotbeutel sogar kostenlos an. Das ist nicht überall so. Da ist es das Mindeste, dass man die Scheisse auch entfernt. Auch als Hundehalter tappt man nicht gerne in den Hinterlassenschaften von Aderen herum. Leider ist es so, wenn man dann mal Jemand höflich darauf hinweist, den Kot zu entfernen, muss man noch Angst haben, eine aufs Auge zu kriegen. Blöse Sprüche sind das Mindeste, was man abbekommt.

In der Schulde wird den Kindern auch viel Mist beigebracht. Wäre doch sinnvoll, wenn die Kinder auch in der Schule schon den Umgang mit Tieren lernen würden. Nicht jedes Kind hat zuhause die Möglichkeit. Dies könnte sicher auch Ängste nehmen. Und Kinder sollten auch lernen, wie man auf Hunde zugeht. Ich muss meine Kleine manchmal in Schutz nehmen.

indi123424.02.2013, 22:49Antwort
(0)(0)

.....toll, das Sie etwas gesehen haben.

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