Facebook: Weniger Nutzer, zu uncool für die Jugend?

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    • 14.03.13
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Das ist die Konkurrenz

Ist Facebook jetzt uncool?

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Von Veronika Hueber

München - Harte Zeiten für Facebook: Je mehr die ältere Generation das Netzwerk für sich entdeckt, um so uncooler wird es offenbar für junge Leute. Immer mehr tummeln sich bei der Konkurrenz.

© dpa

Jugendliche entdecken neben Facebook auch andere soziale Netzwerke.

Vor allem beim jüngeren Publikum scheint Facebook langsam seine Anziehungskraft zu verlieren. Grund dafür könnte unter anderem sein, dass inzwischen auch die ältere Generation das Netzwerk für sich entdeckt habt. Wo früher Treffpunkt unter Freunden und Platz für verrückte Posts, peinliche Bilder oder Flirts war, droht man nun seinen eigenen Eltern, Lehrern oder Chefs zu begegnen - und das ist nicht gerade cool.

Mancherorts ist das gewollt: Eine Schule in Poing (Kreis Ebersberg) integriert das Netzwerk bewusst in den Schulalltag. Hier sind Schüler und Lehrer miteinander "befreundet" - allerdings handelt es sich um ein Experiment mit Hintergedanken.  

Ein Kommentar von Blake Ross, dem Noch-Produktmanager von Facebook, heizte die Debatte zusätzlich an. Ross, der kürzlich seinen Abschied von Facebook ankündigte, scherzte in einem Post über die Gründe seines Ausstiegs: „Ich verlasse Facebook, weil ein Journalist vom Forbes Magazin den Freund seines Sohnes gefragt hatte, ob Facebook noch cool wäre und der das verneinte. Und mehr noch: Keiner seiner Freunde findet das." 

Facebook weiter Marktführer, aber...

Laufen Mark Zuckerberg nun seine Schäfchen davon? Davon kann erst mal keine Rede sein. Facebook hat mittlerweile laut statista.com rund eine Milliarde Mitglieder und ist damit nach wie vor unangefochtener Marktführer. Dennoch gibt es ein Aber: Die Zeit des unbegrenzten Wachstums von Facebook scheint vorbei. So auch in Deutschland. Dort liegen die Nutzerzahlen Anfang März nach Angaben des inoffiziellen Facebook-Blogs "Allfacebook.de" bei 25,1 Millionen aktiven Usern. In den vergangenen sechs Monaten ist Facebook demnach lediglich um 800.000 Nutzer gewachsen, was rund drei Prozent entspricht. Ein Abwärtstrend ist nicht zu übersehen. Verglichen mit den Zahlen von Dezember 2012 sind Facebook sogar knapp 300.000 Nutzer abgesprungen. Etwas höher werden die Nutzerzahlen von statista.com beziffert. Dort werden Facebook (im Dezember 2012) 38,6 Millionen deutsche Nutzer zugeschrieben. Doch auch hier zeigt sich der Negativtrend: Im Vergleich zu 39,9 Millionen im August 2012 hat auch hier Facebook an Usern verloren.

Konkurrenz-Netzwerke immer beliebter

Inzwischen vor allem bei jungen Leuten immer beliebter werden die anderen Netzwerke wie Twitter, Google + oder Fotodienste wie Instagram oder Pinterest. Eine Analyse von pewinternet.org zeigt, dass die Konkurrenz-Plattformen inzwischen eine nennenswerte Zahl an Usern haben, vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen.

Den größten Wachstum verzeichnet nach Angaben von "Global Web Index" derzeit Twitter. Demnach stieg der Anteil aktiver Nutzer zwischen dem zweiten und vierten Quartal 2012 um satte 40 Prozent.

Das scheint auch eine Studie der Uni Darmstadt für Deutschland zu bestätigen. Hier versuchten die Forscher der Entwicklung mit einer anderen Herangehensweise auf den Grund zu kommen. Verglichen wurde die Anzahl von Facebook-Likes, Tweets und PlusOnes pro Artikel der 15 größten Medien-Webseiten in Deutschland. Auch hier konnten Forscher einen Trend zugunsten von Twitter ausmachen. Der Marktanteil von Google+ wurde demnach im Jahr 2012 sogar verdoppelt, auch wenn er vergleichsweise noch gering ist.

Auch Angaben von statista.com bestätigen den rasanten Wachstum von Google+. Weltweit stieg den Angaben zufolge die Nutzerzahl innerhalb eines Jahres (von Dezember 2011 auf 2012) von 50 auf 500 Millionen und hat sich somit sogar verzehnfacht.

Fazit: Facebook ist zwar immer noch der Platzhirsch unter den sozialen Netzwerken in Deutschland, bei den Wachstumsraten wird allerdings auch der Abwärtstrend deutlich und der rasante Wachstum der Konkurrenz.

Tumblr auf dem Vormarsch

Besonders gefährlich für Facebook könnte außerdem die Blog-Plattform Tumblr werden. Mit wenigen Klicks lässt sich dort ein eigener Blog zu einem bestimmten Thema starten. Inhalte wie Texte, Bilder, Links oder Videos können ähnlich wie bei Facebook unkompliziert geteilt werden. Rund 75 Millionen Einträge verzeichnet Tumblr nach eigenen Angaben jeden Tag. Wie die "Los Angeles Times" berichtet, gaben bei einer Studie des amerikanischen Umfrage-Instituts Survata 59 Prozent der 13- bis 25-Jährigen an, Tumblr regelmäßig zu nutzen. Damit ist Tumblr bei den Jugendlichen angesagter als Facebook. Das Netzwerk von Mark Zuckerberg kam bei der Umfrage nur auf 54 Prozent. 

Wie die Entwicklung bei Facebook und den anderen sozialen Netzwerken weitergeht, lässt sich nur schwer voraussagen. Zum einen, weil sich Mark Zuckerberg bei seinen Zukunftsplänen nicht in die Karten schauen lässt, zum anderen, weil man nicht weiß, wie die Konkurrenz ihre Chancen nutzt.

vh

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

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Kommentare

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uwe888817.03.2013, 08:58
(1)(0)

Ist doch egal, welche Plattform ich für Kommunikation nutze. Und es obliegt jedem selbst, was er / sie postet. Das ist der persöliche Anteil, und vor allem die eigene Verantwortung, die jeder , und nur für sich selber hat.
Natürlich ist es für den einzelnen leicht, ein Netzwerk für die eigene Unfähigkeit verantwortlich zu machen, auch mal ab-zuschalten.Bei ausgemachten 500 Freunden , und Kommentaren wie (Ich gah dann mal auf´s Klo) ist der Informationsgehalt ein richtig wichtiger !
Informationen zu filtern, ist die Herausforderung, die die moderne Kommunikation an den einzelnen stellt. Als Pferdebesitzer / Wohnwagenjunkie/ oderPartylöwe hol ich mit vielleicht nur die Infos, die ich gerne habe. Ebenso chatte ich nur mit Leuten, die ich auch persönlich kenne.
(oder die in einer Gruppe sind, und / oder ein gemeinsames Hobby haben, einfach um Info´s zu bekommen über , in meinem Fall, Wanderritte.

Ich hatte auch mal ein Twitterprofil, dieses ist aber m.E. mit News und Stries überfrachtet, die schwer zu filtern sind.
Sollte sich die Jugend dahin, oder andersweitig wenden, ist es wieder die Verantwortung jedes einzelnen, was er dort treibt.
Statt zu Unken, ist es die Verantwortung der Erwachsenen, die Jugend davon in Kenntniss zu setzten, dass im Internet geschriebenes ... für immer !... auch dort bleibt. Also erst denken , dann tippen ! Und auch gerne mal abschalten

gast14.03.2013, 20:20
(5)(0)

Das Ende von facebook ist sicher, seit junge, hippe, coole Supereltern ihre Kinder schon bei deren Geburt dort anmelden. Die werden sich mit 12 Jahren sicher sehr freuen, dass Papa und Mama da schon was gesichert haben...

Nein14.03.2013, 19:46
(8)(0)

"um 800.000 Nutzer gewachsen...ein Abwärtstrend ist nicht zu übersehen..." Ein Abwärtstrend setzt doch allgemein ein Sinken (der Nutzerzahlen) voraus?!? Meinetwegen kann Facebook auch zumachen, ebenso wie die gesamte "Konkurremz", dann können die Leute ihre Freunde auch mal wieder ohne technische Hilfsmittel sehen...

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