Smartphones haben Fernseher auf deutschem Markt überflügelt

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    • 25.02.13
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Auf deutschem Markt

Smartphones überflügeln Fernseher 

Frankfurt - Smartphones haben auf dem deutschen Markt für Unterhaltungselektronik im vergangenen Jahr erstmals das Geschäft mit stationären Fernsehern überflügelt.

© dpa

Smartphones haben auf dem deutschen Markt für Unterhaltungselektronik im vergangenen Jahr erstmals das Geschäft mit stationären Fernsehern überflügelt.

Die Hersteller verkauften 18,4 Millionen der digitalen Alleskönner und erzielten damit einen um 32 Prozent gestiegenen Umsatz von 6,8 Milliarden Euro, wie der Verband gfu am Montag in Frankfurt mitteilte. Demgegenüber stagnierte das Geschäft mit den stationären TV-Geräten, von denen mit 9,6 Millionen Stück 0,7 Prozent weniger verkauft wurden als 2011. Daran änderten auch die sportlichen Großereignisse Fußball-EM und Olympia sowie das Ende für das analoge Satelliten-Fernsehen nichts.

Die Kunden griffen aber zu Geräten mit größeren Bildschirmen, so dass der Durchschnittspreis trotz des allgemeinen Preisrückgangs bei den Fernsehern leicht um 1 Prozent auf 623 Euro pro TV-Gerät stieg. Etwa die Hälfte der verkauften Fernseher können sich mit dem Internet vernetzen, ein Drittel kann dreidimensionale Bilder erzeugen. Nur ein knappes Drittel der verkauften Geräte hat einen kleineren Bildschirm mit weniger als 37 Zoll (94 Zentimeter) Bildschirmdiagonale. Der Umsatz belief sich auf knapp 6 Milliarden Euro (+0,2 Prozent).

„Smartphones sind das Produkt des Jahres“, erklärte gfu-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp. Einen noch steileren Zuwachs erzielten Tablet Computer, die mit 3,3 Millionen Stück ihren Umsatz auf 1,4 Milliarden Euro nahezu verdoppelten. Zu den Verlierern zählen klassische Handys, Notebooks und Desktop-Computer, aber auch einfache Fotokameras mit festem Objektiv. Höherwertige Systemkameras mit Wechselobjektiven wurden hingegen häufiger verkauft.

Insgesamt erzielte die Branche im vergangenen Jahr 28,8 Milliarden Euro (plus 3,9 Prozent) Umsatz. Vor allem das schwache Schlussquartal sorgte dafür, dass die gfu-Wachstumsprognose von 6 Prozent deutlich verfehlt wurde. 2013 sollen die Erlöse laut Verband nun um zwei Prozent auf rund 29,4 Milliarden Euro steigen.

dpa

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