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Warteschlangen gehörten in der Eröffnungswoche zum Alltag vor dem Lenbachhaus. Aktuell muss bei einem Besuch nicht mit Wartezeiten gerechnet werden.

Vorübergehender Engpass

Lenbachhaus: Über 11.000 Jahreskarten verkauft

München - Normalerweise ist ein „Engpass“ keine schöne Sache. In diesem Fall aber vielleicht schönste Kompliment für die Verantwortlichen des Neuen Lenbachhauses. Dort wurden bisher über 11.000 Jahreskarten verkauft.

Am 8. Mai hat die Städtische Galerie ihre Türen wieder geöffnet. Nach vier Jahren, in denen die Künstlervilla saniert und um einen Erweiterungsbau ergänzt wurde, konnten endlich wieder der „Blaue Reiter“, die neuen Beuys-Räume und all die anderen Kunstschätze bestaunt werden, die ersten fünf Tage sogar bei freiem Eintritt. Bereits vor wenigen Tagen wurde die Marke von 100 000 Besuchern seit der Wiedereröffnung geknackt. Außerdem ist es zum bereits erwähnten „Engpass“ gekommen – bei den Jahreskarten.

Zur Erinnerung: Gerade mal 20 Euro kostet ein solches Ticket, das ab Kaufdatum für ein Jahr freien Eintritt in das Museum garantiert. Ermäßigt kostet die Jahreskarte sogar nur zehn Euro. Ein Angebot, das die Menschen offenbar so sehr begeisterte (ein normales Ticket kostet zehn, ermäßigt fünf Euro), dass dem Lenbachhaus vor einigen Tagen die Plastikkarten ausgegangen sind. Das Kassenpersonal verkaufte Interessierten stattdessen „vorläufige Jahreskarten“ auf Papier, die sie nun, da der Engpass behoben ist, gegen Plastikkarten umtauschen können. 11 341 Kunstfreunde haben bislang eine Jahreskarte gekauft, berichtet Paula von der Heydt auf Anfrage unserer Zeitung.

Lenbachhaus in München wiedereröffnet

Lenbachhaus in München wiedereröffnet

Übrigens: Bei sommerlichen Temperaturen lockt das Haus nicht nur mit Kunst, sondern auch mit angenehmen 21 Grad Celsius in den Räumen.

Das Neue Lenbachhaus hat täglich außer montags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Die historischen Räume werden bei Einbruch der Dämmerung geschlossen (bis 30. September). Ab 1. Oktober kann das Museum täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Michael Schleicher

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