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    • 21.02.13
    • Bayern und Region
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Ordnungswidrigkeit wird legalisiert

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Stefan Sessler: „Abschuss ohne Strafe“; Bayern 20. Februar

Nun soll also eine Strafe für den fahrlässigen Abschuss von Rehböcken in der Schonzeit ausbleiben, das heißt, begangene Ordnungswidrigkeiten werden auf Weisung von höchster staatlicher Stelle legalisiert. Die bayerische Staatsregierung und Herr Minister Brunner müssen sich fragen lassen, ob dies mit einem Rechtsstaat noch zu vereinbaren ist. Mir wurde beigebracht, dass Gesetze eine tragende Säule unserer Gesellschaft sind. Und dass Verstöße gegen diese Werteordnung zu Recht sanktioniert werden müssen, um ein geregeltes Miteinander zu gewährleisten. Diese Anweisung an die Jagdbehörden weist einen krassen Widerspruch zu meinem Rechtsverständnis auf und mit solchen Entscheidungen durch die Politik wird unser Rechtsstaat systematisches ausgehöhlt. Hier schafft sich eine Klasse (Forst) den eigenen Staat im Staat und ich kann nur alle mündigen Bürger dazu aufrufen gegen diese Entscheidungen zu protestieren. Über einen Abschuss von Rehböcken zur Winterzeit kann man sicherlich stundenlang diskutieren – nur eines sollte man bedenken. Jedermann, der ein Gewehr in die Hand nimmt und damit einen Schuss abgibt, muss sich vor der Schussabgabe vergewissert haben, auf was er schießt. Ist dies nicht eindeutig zu erkennen, so darf die Kugel den Lauf nicht verlassen! Dies ist ein unverrückbarer Grundsatz zuerst in der Ausbildung und später in der Ausübung der Jagd. Nicht umsonst heißt ein altes Jagdgebot: Was man nicht kennt, schießt man nicht tot. Wir als Jäger haben eine moralische und ethische Verantwortung gegenüber dem uns anvertrauten Wild, geben wir diese auf, so sind wir reine Totschießer und geben das edle Waidwerk dem Tode preis. Diejenigen, die so handeln, sollten sich besser auf dem Schießplatz vergnügen oder am Besten das Gewehr ganz aus der Hand legen.

Lukas Stöger Uffing

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