Tierquälerei auf der Autobahn

Arme Sau – fragwürdige Viecherei. Was muss denn noch alles passieren, dass unsere Verantwortlichen endlich aufwachen und was verändern?

Da wird Pferdefleisch in unser Essen gemischt und wir glauben Rindfleisch zu essen. Da werden teure Bioeier verkauft, die gar keine Bioeier sind. Da werden dänische Jungschweine 1415 km von Dänemark nach Italien transportiert und keinen unserer Verantwortlichen interessiert dies, warum so eine lange Strecke, sind die Tiere bei dieser Kälte ordnungsgemäß verladen und geschützt? Dann kommt es zum Unfall und die Feuerwehrleute müssen in der Nacht raus und dann noch zwei Stunden vergebens telefonieren um die Jungschweine zu retten. Unsere verantwortlichen Politiker machen nur leere Versprechung. Solange die Tiere nur als Sache bezeichnet werden, wird sich auch nichts ändern. Man hätte kürzlich bei der Änderung des Tierschutzgesetzes was tun können, aber hier haben sich ja auch die mächtigen Lobbyisten durchgesetzt. Arme Tiere!

Dieter Adametz Moosach

Alle, die gegen EU-subventionierte Langstrecken-Lebendtiertransporte sind, können unter www.tierschutzbund.de/kampagne_tiertransporte aktiv werden. Mitleid alleine hilft den Tieren nicht!

 Anja Robeck Weyarn

Zu den Betrugsfällen jeder Art, wen wundert es? Wo der Glaube geht, verfällt die Moral, vergeht das Gute, verfällt die Wirtschaft und das Geld. Damit sind die Tore geöffnet in allen Bereichen. Das Beste, ein gutes Gewissen infrage gestellt, als ob Glaube, Hoffnung und Liebe keine Werte mehr seien. Fazit, wenn Keiner mehr für den anderen da ist, wird jeder ein niemand.

Sebald Feger Egling

Quälerische Tiertransporte sind nur ein winziges Teilchen in dem entsetzlichen und unwürdigen Tun der Menschheit. Hier wurden 711 Jungschweine auf der Autobahn notgeschlachtet und wir sind ergriffen. Es werden aber unter ebensolchen Bedingungen täglich viel mehr Tiere geschlachtet, nur sieht man es nicht. Die Mauern der Schlachthöfe verbergen die Schande vor unseren Augen. Dieses millionenfache Elend wird nur beendet werden, wenn sich die Menschheit entschließt, keine Tiere mehr zu essen. Jeder Fleischesser ist Mittäter, denn kein Landwirt züchtet Tiere, die er später nicht verkaufen kann. Wir Menschen sollten uns endlich unsere Würde wiedergeben und von diesem Treiben abwenden. Fleisch essen ist ungesund. Meine Frau und ich, wir essen seit über 30 Jahren kein Fleisch und erfreuen uns einer stabilen Gesundheit.

 Werner Engelhardt Weilheim

Ist ja gut zu wissen, dass der Parma nun made in Dänemark ist. Wieso müssen diese Ferkel von Dänemark nach Italien gekarrt werden? Sind die Schweine in Italien inzwischen unfruchtbar? Setzen wir doch alle Verantwortlichen in einen Transporter und ich fahre sie unentgeltlich von Dänemark nach Italien, selbstverständlich unter Einhaltung aller Ruhezeiten. Die Fütterung erhalten sie natürlich genau nach EU-Norm zur vorgesehen Zeit. Am Besten wäre hier wohl ein Termin, an dem es auch so richtig kalt ist. Auf jeden Fall ist für mich alles gestorben, was aus einer solchen Sauerei heraus vermarktet wird.

 Alfred Raufer München

Die ganzen Diskussionen sind sinnlos, da Frau Aigner nur eine Marionette der Massentierhalter ist und zu den Lobbyisten in Berlin und Bayern gehört, bei jedem Skandal, ob Dioxin-Eier, BSE, Schweinepest, Vogelpest, Tiertransporte usw. hört man nur immer wieder die gleichen Plattitüden. Nur der Verbraucher hat es in der Hand, aber leider legen die meisten Bundesbürger keinen Wert auf ein gutes und einigermaßen gesundes Essen, sonst wäre es schon lange zu Ende mit der Massentierhaltung. Es ist doch Wahnsinn, wenn einem bei der Messe Food & Live in München am Südtirolstand gesagt wird, dass ihr geräuchertes Schwein aus Dänemark ist, so viel zu den Tiertransporten. Ich habe das Vertrauen zu den Lobbyisten in Berlin und Bayern schon lange verloren, ich kaufe nur bei den Bauern meines Vertrauens, Schwein und Rind oder „unser Land Produkte“. Die Ausrede, es fehlt die Zeit, gut einzukaufen, oder es ist alles zu teuer, kann nur bedingt gelten, denn für alle anderen Sachen (Elektronik, Urlaub usw.) ist genügend Geld vorhanden.

Nikolaus Ruml Markt Schwaben

Die Bilder in Ihrer Zeitung von der Bergung der verunglückten Ferkel bricht mir das Herz. Man dürfte überhaupt keine Tiere transportieren über so viele Kilometer in der eisigen Kälte, auch im Sommer bei großer Hitze dürften die Tiere nicht transportiert werden! Nur noch Skandale mit Tieren, im Fernsehen sehen wir Hühner die keine Federn mehr haben, weil sie so dicht gedrängt im Stall sitzen, Schweinefleisch mit Stempel vom Tierschutz für artgerechtes Halten, in Norddeutschland, die sich gegenseitig die Schwänze abbeißen und eine Frau Aigner, die nur ganz wichtig daherredet. Liebe Leute in Bayern, esst doch einfach Fleisch und Geflügel von unserem Metzger, (der hat auch Fertiggerichte) und Eier die hier aus Bayern kommen! Vielleicht können wir so ein bisschen helfen.

Brigitte Lauterbach Wackersberg

Auf der gestrigen Leserbriefseite durfte ich erfahren, dass es neuerdings zwei Arten von Tierschutz gibt. Der schlechte wird von „einigen Spinnern“ (Zitat) praktiziert und rettet nur ein Paar Kröten und Lurche. Der gute hingegen kümmert sich um die niedlichen Schweinchen, die quer durch Europa gekarrt werden. Werter Herr Sämmer, so einfach ist das nicht. Gerade die ehrenamtlichen Helfer, die Biotoppfleger, die Krötenretter sind doch tendenziell auch diejenigen, die bei ihrer Ernährung auf Qualität und Regionalität achten. Wer seinen Fleischkonsum einschränkt und nur beim Metzger seines Vertrauens einkauft, trägt viel dazu bei, solche tierquälerischen Auswüchse zu verhindern. Überflüssige Tiertransporte werden von denen verursacht, die Fertigprodukte beim Discounter kaufen – Hauptsache viel und billig. Da ist es auch nebensächlich, ob Schwein, Pferd oder Ratte drin ist und wo diese herstammen. Trocknen Sie also Ihre Krokodilstränen, schimpfen Sie nicht auf die Politik oder engagierte Mitmenschen und überdenken Sie erst einmal Ihr eigenes Konsumverhalten. Wer Dinge ändern will, muss immer bei sich selber anfangen.

 Richard Fischer Haag

Wer ist jetzt also Schuld an diesen Zuständen? Die Politik, die EU-Subventionspraxis oder die Gutmenschen, die sich um Lurche und Kröten, aber nicht um Schweine sorgen? Vielleicht von allem ein bisschen, am meisten aber doch sicher der Verbraucher, der es ganz einfach in der Hand hätte all dem ein schnelles Ende zu bereiten: durch den Weg zu einer veganen Ernährung. 

Markus Schweitzer Fuchstal



Dirk Walter: „Arme Sau“; Bayern 26. Februar, „Quälerische Tiertransporte verbieten“; Leserbriefe 25. Februar, „700 Jungschweine notgeschlachtet“; Bayern 23./24. Februar

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