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    • 22.03.13
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Es gibt keinen Schaden

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„Belasteter Schulname“; Bayern 22. März

Dieser Beschluss des Kreistags von Aichach-Friedberg ist eine Fehlleistung ersten Ranges und ein eklatantes Beispiel von Rufmord: 1. Es wird behauptet, dass Wernher von Braun „Architekt des Raketenprogramms der Nazis war. Das ist historisch falsch. Ein „Raketenprogramm der Nazis“ gab es nicht. Richtig ist, dass es ein Heereswaffenamt gab, in dem auch „Raketen“ entwickelt wurden und das seit Ende der zwanziger Jahre. Ein Raketenprogramm gab es auch bei der Luftwaffe. 2. Wernher von Braun war der Leiter des Entwicklungsbereichs der Heeresversuchsanstalt / Peene-münde. Deren Aufgabe war es ein wirkungsvolles und weitreichendes Waffensystem zu entwickeln, das nicht unter die Beschränkungen des Versailler Vertrages fiel. Der verantwortliche Leiter des Programms war General Dr. Walter Dornberger und somit war er der „Architekt des Raketenprogramms des Heeres“, wenn man einen solchen Begriff überhaupt verwenden will. Eine vergleichbare Organisationsstruktur gab es auch in den US-Streitkräften: General Groves war der Chef des „Manhattan Projekts“ (Atombomben-Entwicklung), Dr. J. Robert Oppenheimer sein „wissenschaftliche Leiter“. Später wurde R. Oppenheimer immer als „Vater der Atombombe“ bezeichnet, was falsch ist. 3. Wernher von Braun hatte keinen Einfluss auf die Produktion des V 2. Das war weder seine Kompetenz noch Zuständigkeit. Die Verantwortung für die Produktion, den Einsatz von Zwangsarbeitern, deren unmenschlichen Arbeitsbedingungen und deren Tod trug ausschließlich das SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamt unter der Führung der SS-Gruppenführer Oswald Pohl und Hans Kammler. Vor allem SS – General Kammler hatte die absolute Befehlsgewalt über die Produktion der V-Waffen, so im KZ-Mittelbau – Dora. Wernher von Braun war aufgrund seiner Funktion und Stellung nicht in der Lage, hier Einfluss zu nehmen. Das hätte allenfalls sein direkter Vorgesetzter General Dornberger gekonnt. Es gibt keinen Schaden für das Gymnasium und für den Landkreis, wenn es den Namen „Wernher von Braun Gymnasium“ belässt. Dieser Name steht für technisch herausragende Leistungen. Der Schaden entsteht, wenn die Leitung der Schule, wider besseres Wissens, sich dem linken, polit-korrekten Zeitgeist beugt, der häufig wenig mit Wahrheit und noch weniger mit Konsequenz zu tun hat. Würde man konsequent handeln, dann wären alle „Theodor-Heuss Gymnasien“ in Deutschland umzubenennen, weil der ehrwürdige erste Bundespräsident für das von Adolf Hitler vorgelegte „Ermächtigungsgesetz“ gestimmt hat. Er ist somit mitverantwortlich für das Entstehen der NS-Diktatur.

Reinfried Brunsch Freising

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Kommentare

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Eliza Weizenbaum23.03.2013, 21:23
(1)(0)

Man könnte sich als des Detailwissens unkundiger Mensch der Meinung von R. Brunsch anschließen - wenn da nicht gegen Ende von einem "linken, polit-unkundigen Zeitgeist" die Rede wäre. Einen solchen im bayerischen Kultusministerium zu vermuten ist eine Lachnummer ersten Ranges und diskreditiert den Leserbriefschreiber leider gänzlich. Schade, da die Diskussion um gerade diesen "Namenspatron" in der Tat eine sehr ambivalente ist...

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