„Wir sollten funktionierende Standorte erhalten“

„Wir sollten funktionierende Standorte erhalten“ Zum Schulstreit in Gröbenzell:

„Es wäre interessant zu wissen, auf Grundlage welcher Statistiken oder Prognosen das Argument von sinkenden Schülerzahlen in Gröbenzell immer wieder angebracht wird. Bislang hat sich die Verwaltung bei Prognosen nicht mit Ruhm bekleckert: In keinem der letzten Jahre konnte sie – trotz Umfragen im Vorfeld – zutreffende Aussagen über die künftig notwendigen Plätze in Krippen, Kindergärten oder Nachmittagsbetreuung machen. Es fehlten immer Plätze, überall!

Nach meiner Erfahrung bei einer größeren Stadt in der Planung für Grundschulen stützen sich Neuplanungen, Erweiterungen oder Schließungen von Schulen in Städten und Kommunen auf Prognosen nach Schulsprengel selektiert, für die nächsten drei Folgejahre, sowie im Fünf- Jahres-Abstand für mindestens 15, manchmal auch 20 Jahre dargestellt, unter Beachtung von Baugebieten und Generationswechsel sowie Gastschülern. Selbstverständlich erfolgt immer auch ein Abgleich mit den tatsächlichen Schülerzahlen.

Fraglich ist, ob bei den Prognosen für die Bernhard- Rößner-Schule der Generationswechsel in Gröbenzell, der sich in den nächsten Jahren hier verstärkt vollziehen wird, sowie Neubaugebiete miteinbezogen wurden. Ein langfristiger Ausblick für die nächsten 20 Jahre sollte nach meinem Empfinden eigentlich einen deutlichen Aufwärtstrend in den Schülerzahlen zeigen.

Es geht nicht darum, Ganztagsschule in Gröbenzell Ja oder Nein. Die mittelfristige Schließung des Schulstandortes Bernhard-Rößner-Straße steht auf dem Spiel, obwohl die Zahlen dieses Sprengels als einzige stabil sind beziehungsweise derzeit eher wachsen. Wir sollten alle Möglichkeiten ausschöpfen, bestehende und funktionierende Standorte zu erhalten. Es wäre doch für alle nur von Vorteil, wenn wir in weiterhin drei Sprengeln weniger und kleinere Klassen haben und durch leere Klassenzimmer mehr Platz für bessere Ganztags-, Hort- und/oder Mittagsbetreuungsangebote. Das muss uns die Bildung unserer Kinder schon wert sein.“

Diana Hutzel Gröbenzell

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