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    • 18.01.13
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Kühe sind keine Autos

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„Kleinbauern mit Bezug zum Vieh“; Leserbrief 18. Januar

Der Unmut von Frau Pöllinger ist berechtigt. Es stimmt, was die Betriebswirtschaftler sagen: Die Landwirtschaft ist ein Produktionszweig. Es ist aber falsch, ihn z. B. mit der Produktion von Autos mit dem Ziel höchster Produktionszahlen und Gewinnmaximierung gleichzusetzen. Eine Kuh ist kein Auto, das man ohne Risiko auf Höchstleistung tunen kann. Wenn das Auto dabei kaputtgeht, ist das ethisch und juristisch unbedenklich. Wenn eine Kuh bei der Leistungsmaximierung gesundheitlichen Schaden nimmt oder stirbt, ist das sehr wohl ethisch und juristisch äußerst bedenklich. Für die Ethik gibt es keine Rechtsvorschriften, wohl aber für juristische Fragestellungen, z. B. das Grundgesetz. Dort heißt es im Artikel 20a: „Der Staat schützt . . . die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere . . . durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“ Ich kenne keine auch nur ähnliche Rechtsnorm für den Schutz von Autos. Heißt: Höchste Priorität bei der Tierhaltung sind Sorgfalt und Kompetenz. Diese Leistungen müssen als Produktionsfaktoren anerkannt und belohnt werden. Erst an dritter Stelle kommt die Gewinnmaximierung durch die Produktion von materiellen Gütern. Insgesamt muss der Bauer von seiner Tierhaltung gut leben können. Kompetenz und Sorgfalt waren die Kennzeichen der staatlich angeordneten Impfung gegen die Blauzungenkrankheit in den Jahren 2008 und 2009 nicht. Zwischen Flensburg und Berchtesgaden wurde hier bei der Durchführung der Impfung gegen elementare medizinische Grundsätze verstoßen. Nur ein Beispiel: Vor jeder Impfung muss untersucht werden, ob der Impfling gesund ist. Erst wenn die Gesundheit (die „Impffähigkeit“) festgestellt worden ist, darf das Individuum geimpft werden. Dies gilt für Mensch und Tier. Die genannte Impfaktion mit zweifelhaften Impfstoffen erfolgte in den meisten Fällen ohne vorherige Feststellung der Impffähigkeit. Im Gefolge davon traten massive Gesundheitsstörungen und Todesfälle ein. Hier hätte die EU, die sonst auch sehr um das nationale Wohl ihrer Mitgliedsländer bemüht ist, ihre Kompetenz und Sorgfalt beweisen können. Zur Klarstellung: Natürlich brauchen wir Impfungen, aber sie müssen gemäß der wissenschaftlich-medizinischen Kriterien richtig durchgeführt werden. Dr. med. vet. Walter Gränzer
Landwirtschaftsgehilfe Attenkirchen

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Kommentare

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Subvent18.01.2013, 19:20
(1)(0)

130 Milliarden Euro Subventionen aus der EU plus 6 Mrd. aus Deutschland für die Landwirtschaft-Agrarwirtschaft jährlich, was für ein Schwachsinn und unsere Kinder.......

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