Schützen Tradition Zeigeist

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    • 11.04.13
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Tradition und Zeitgeist

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„Das war immer schon so“ und „Schützen ohne Schusswaffen“; Leserbriefe 11. und 10. April

Es gibt doch immer wieder Minderheiten, die prinzipiell gegen die Mehrheit der Bevölkerung dieser ihren Willen aufzwängen wollen. In diesem Falle geht es um die Gebirgsschützen bei der Fronleichnamsprozession in Bad Endorf. Hier sollen die Gebirgsschützen nur ohne ihre Waffen teilnehmen dürfen. Diese Waffen sind sowieso bis auf den Salutzug unscharf und gehören zu diesen Traditionskompanien genauso wie ihre Monturen. Die Gebirgsschützen gehören zur Tradition des bayrischen Oberlandes und erinnern an die Sendlinger Mordweihnacht von 1705, bei der sie unsere Heimat gegen die Habsburger verteidigen wollten und von einer Minderheit, vielleicht wie dieser, verraten wurden. Dabei wurden alle elfhundert bayrischen Gebirgsschützen am Heiligen Abend in der Nacht zum Weihnachtsfest des Jahres 1705 bestialisch umgebracht und auch diejenigen, die sich bereits ergeben und ihre Waffen abgeliefert hatten. Sollten diese Traditionskompanien sich einer Minderheit beugen und ihre Tradition, die Verteidigung unserer christlich-abendländischen Kultur, diesen Querulanten opfern? Vernünftiger wäre es dann, wenn sich die Gebirgsschützenkompanie komplett von diesem Fronleichnamszug distanzieren würde. Solche Minderheiten könnten als nächstes vielleicht den Trachtenvereinen ein faules Ei ins Nest legen und auch aus einer Spitzfindigkeit dieser Tradition irgendwelche Vorschriften zu machen versuchen!

Gerda Vianden Regensburg

Seit Tagen treibt mich die Beantwortung der Frage nach dem derzeitigen Zeitgeist um. Und der Ballast einer über 80-jährigen – gewiss nicht immer positiven – Erfahrung ist dabei wenig hilfreich, selbst wenn man die derzeitige Wirtschaftslage in Europa ausklammert. Betrachtet man die Ansichten derer, die meinen, für unsere Zukunft Verantwortung tragen zu müssen, kann man durchaus lachen und weinen zugleich: Haben die keine anderen Sorgen oder schaden sie gar unserer Zukunft? Da kommen nach fast hundert Jahren – aufgrund welcher Quellen? – Zeitgenossen auf die Gedanken, wie schlimm Hindenburg gewesen sei, dass man tunlichst alle entsprechenden Straßenschilder schnellstens umbenennt – nur Wichtigtuerei? Müssten wir nicht unsere Väter und Großväter verurteilen, weil sie in den Wirren der damaligen Zeit Hitler an die Macht und sich in Lohn und Brot gebracht haben? Andere glauben, altehrwürdige Märchen müssten unbedingt neutralisiert werden, ja selbst ministeriale Mamas bekommen sprachliche Darmverschlingungen beim Vorlesen für ihre Jüngsten und lassen außer Acht, selbst Kleinkinder verstehen vernünftig vorgebrachte Erklärungen ohne jegliche Diskriminierung! Längst werden Lehrkräfte – natürlich zu Unrecht – verantwortlich gemacht für mangelnde Erziehung bzw. Anstand unserer Schüler – und die Eltern dieser Kinder haben doch selbst keine Erziehung erlebt dank moderner, alles tolerierender Vorgaben. Ja sogar Ampeln müssen kastriert werden. Und schon wieder wettert man gegen die Schützentradition zu Fronleichnam – wohl aus Frust, weil man eine florierende Rüstungsindustrie als Devisenbringer braucht. Was geht nur in diesen Köpfen vor? War denn alles so schlecht? Wie wird unsere Jugend mit diesen Strömungen fertig? Ein Hoffnungsschimmer bleibt: Der mündige Wähler scheint nun eine Partei, die glaubt, alles grenzenlos tolerieren zu müssen, mit unter 5 % abzustrafen.

Max Wagner Lenggries

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