Straßenname Paul von Hindenburg

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    • 22.01.13
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Kritische Zeitgeister

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„Die Kirche im Dorf lassen“; Leserbriefe 22. Januar

Überhaupt keine Politikernamen! Wenn wir am Beispiel des ehemaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg erleben, das die Halbwertszeiten für die Namensgebung für Straßen, Plätze u.a. von herausragenden Politikern nur zwei oder drei Generationen, bzw. auch noch kürzer sind, dann ist der Vorschlag des Leserbriefschreibers Leo Schwarz aus Bad Tölz doch ernsthaft aufzugreifen, besser für diese Bereiche nicht auf Politikernamen zurückzugreifen. Politiker werden schließlich in der Regel (mit Ausnahmen) aus dem gegenwärtigen Zeitgeist heraus so geehrt. Bei Künstlern aller Art, Wissenschaftlern und herausragenden Persönlichkeiten, die sich um Human- bzw. in Lebensbereichen verdient gemacht haben, ist das etwas anderes zu sehen. So gesehen darf man sich schon fragen, wann wohl der Zeitpunkt gekommen sein wird, wenn auch die Namen Franz-Josef-Strauß für den Münchner Flughafen oder Willi-Brandt für den Hauptstadtflughafen eines Tages von kritischen Zeitgeistern infragegestellt werden. Vielleicht werden einmal in späteren Zeiten unter sich dann veränderten politischen Bedingungen in unserem Lande selbst berufene Geschichtskenner bzw. vermeintliche Historiker auch bei diesen verdienten Politikern unserer Zeit das berühmte „Haar in der Suppe“ finden und deren Namen eliminieren wollen, wer weiß? Im Übrigen, der Verbindungsdamm zwischen dem Festland von Schleswig Holstein und der Insel Sylt heißt immer noch Hindenburg-Damm, obwohl sich an dessen Namensgebung auch schon einige geschichtskritische Zeitgeister die Zähne ausbeißen wollten. Die Nordlichter scheinen da selbstsicherer zu sein.

 Reinhard Krohn München

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