Arrogante Verhöhnung der Kanzlerin

Georg Anastasiadis: „Unverschämt“; Kommentar 23./24. März

 Wie lange werden die Steuerzahler in Deutschland noch zuschauen, was unsere Lobbyisten in Berlin so durchwinken. In der Zwischenzeit kommt bei mir der Verdacht auf, dass es gar nicht um die EU und den Bestand des Euro geht, sondern nur noch oder schon immer um die Rettung zockender, geldwaschender Banken, wenn man sich vorstellt das die russischen Oligarchen zirka 20 Milliarden Euro auf zypriotischen Banken angelegt haben und trotzdem sollen diese Zocker gerettet werden, das kann keiner mehr verstehen. Mit der sogenannten Zwangsabgabe auf 100 000 Euro wird natürlich solange gewartet, bis alle ihr Geld in Sicherheit gebracht haben. Ich frage mich trotzdem immer wieder, wo unsere Berliner Lobbyisten dieses Geld hernehmen und bereitstellen, wo es bei uns angeblich an allen Ecken und Enden (Straßenbau, Kitas, ordentliche Bezahlung von Pflegekräften usw.) fehlt. Aber das interessiert in Berlin niemanden, die sagen sich solange es noch Steuerzahler gibt, machen wir mit dem Geld was wir wollen, ohne Rücksicht auf Verluste. Herr Seehofer & Co. oder Frau Merkel werden die Leserbriefe im Münchner Merkur nicht lesen, ich glaube denen ist es auch vollkommen egal, was der Wähler so denkt.

Nikolaus Ruml Markt Schwaben

Als überzeugter Europäer ist mir klar, dass wir unsere gewohnte Lebensweise nur mit einer stabilen Wirtschaft und Finanzkraft erhalten können. Dabei müssen wir auch in Kauf nehmen, schwächere EU-Staaten zu unterstützen. Je doch darf dies nicht dazu führen, dass bittstellende Staaten, die ihre eigenen Finanzreserven durch lockere Staatsführung und Korruption nicht in Griff haben, unterstützt werden. Besonders arrogant und verwerflich finde ich es, dass Griechenland und jetzt wieder Zypern, Weil unsere Bundeskanzlerin zu deren Forderungen schwere Bedenken geäußert hat, öffentlich mit dem Hackenkreuz beschmieren. Wir Deutsche haben es nicht nötig, dass wir uns auf diese Weise beleidigen lassen – noch dazu von Bittstellern. Im Fall Zypern sollen die selber dafür sorgen, die in ihrem Land verfügbaren Geldmengen, einen Teil solange als zinslose Staatsanleihe festzuhalten, bis sich das Land wieder erholt hat. Ob dann noch EU-Mittel nötig sind, würde sich herausstellen. Ich glaube, durch diese Maßnahme wären alle Zyprioten gefordert, aktiv an der Sanierung des Staates mitzuarbeiten, damit sie ihr Geld wieder zurückbekommen.

 Josef Fenninger senior Weibhausen

Ein vortrefflicher Kommentar, der die Pharisäer in der Europäischen Gemeinschaft ungeschminkt an den Pranger stellt. Den Zynismus der zyprischen Politiker muss man erst einmal haben. Erst das ganze Land in den Ruin zu führen, dann ein Hilfsangebot der europäischen Retter mit großer Geste zurückzuweisen, dann tagelang für die Retter nicht mehr erreichbar zu sein und stattdessen die Russen anzupumpen, dann den EU-Geldgerbern einen eigenen Rettungsplan auf den Tisch zu knallen mit fadenscheinigen Versprechungen und nebenbei Deutschland auf das Übelste zu verhöhnen indem sie unsere Bundeskanzlerin in Nazi-Uniform verunglimpfen. Nein - Partnerschaft sieht anders aus! Für solche Entgleisungen hätte man allerdings aus Brüssel erwarten können, dass sich einige der hohen Herren zu Wort melden. Aber auch aus den Reihen unserer Opposition kam kein Einwand. Man kann es auch als Häme gegenüber Merkel deuten. Leicht durchschaubar war der Plan der zyprischen Parlamentariern die Banken-Gläubiger, die lange von guten Zinsen profitierten aus der Haftung auszuklammern, dafür die Insel-Rentner für die Sanierung der Zockerbanken bluten zu lassen. Der irre Plan bedeutete nichts anderes als die staatlichen Pensionskassen zu verpfänden. Umgekehrt hätte es die reichen wohlhabenden Volksvertreter selbst getroffen. An Eigeninteresse, das ist wieder einmal sehr deutlich geworden hat es bei den Volksvertretern noch nie gefehlt.

 Eugen Simbeck Wolfratshausen-Waldram

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