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    • 17.02.13
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Öffentliches Trommelfeuer

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„Familien-Streit in der Union“; Titelseite 5. Februar

Das öffentliche Trommelfeuer gegen die Familie äußert sich in wechselnden Varianten. Jetzt ist die Familienförderung dran. Sozialministerin Haderthauer ist nur zu danken, dass sie sich diesem vehement entgegenstellt. Die Wirtschaft braucht die Mütter, je früher sie wieder zurückkommen in den Arbeitsprozess umso besser. Das bedeutet aber auch die möglichst frühe Weggabe des Kindes in außerfamiliäre Betreuungseinrichtungen. Fachkräftemangel ist in aller Munde und dringend werden diese aus dem Ausland erbeten. Dabei werden zwei Dinge übersehen: Erstens die Ursache dieses Mangels, die von den Medien eifersüchtig als absolutes Tabu bewacht wird, nämlich die inzwischen millionenfache Tötung von Kindern, die unterwegs waren, um vielleicht gute Ingenieure, Wissenschaftler, Künstler, Facharbeiter, Handwerker usw. zu werden. Zweitens die Nichtbeachtung menschlicher Arthaltung, die als Folge eine Vernachlässigung wesentlicher Bedingungen eines vollwertigen menschlichen Daseins hat. Jede Vogelmutter weiß, wann es Zeit ist für ihr Kind das Nest zu verlassen. Zu den wesentlichen Bedingungen des menschlichen Daseins gehört die Bindungsfähigkeit. Bindung kommt vor Bildung, die Familie war vor Gesellschaft. Bindung – für die frühkindliche Entwicklung so bedeutend – meint den engen personalen, emotionale Kontakt zu einer Bezugsperson, auf die sich das Kind verlassen kann, die Sicherheit, Geborgenheit Urvertrauen vermittelt, die mit Geduld und Einfühlung (die individuelle Sauberkeitserziehung sei besonders genannt) für eine angemessene Befriedigung seiner Bedürfnisse sorgt. Die Frage steht im Raum, ob in einem fest strukturiertem Rahmen einer Kollektiveinrichtung diesen Grundlagen einer menschlichen Arthaltung Raum gegeben werden kann. Zur Bildung ist anzumerken, dass diese inhaltlich sich orientiert an kognitiven Leistungen, der Entwicklung und Förderung der Sinnestätigkeit. Das Erleben der Welt in Anschauung und innerlichen Erfahren erfordert jedoch die Förderung eines in jedem Menschen angelegten Sinnes, den der Fähigkeit zur Transzendenz, des Überschreitens von äußerer Wirklichkeit zur wirklichen Wirklichkeit. Die Fähigkeit des Menschen zum Staunen ist die Quelle aller Aktivität (Bericht der Unesco über Erziehung). Die Familie ist der Platz einer vollwertigen Persönlichkeitsentwicklung im frühkindlichen Alter, nicht die Kollektiveinrichtungen.

Marianne Engländer Hallbergmoos

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