Hilfe für schwangere Frauen

„Bischöfe erlauben die ,Pille danach‘“; Titelseite 22. Februar

Ich kann es verstehen, wenn eine Frau, die vergewaltigt wurde, in ihrer Not und Verzweiflung verlangt, dass ein entstandenes Kind abgetrieben wird. Ich bezweifle aber, ob die Abtreibung die echte Hilfe in dieser Situation ist. Kürzlich las ich einen Brief einer Frau, die durch vergewaltigt worden war. Sie beschreibt, wie sie in ihrer großen Panik und Verzweiflung und Hilflosigkeit nur noch an Abtreibung dachte. Ihre Familie bestärkte sie darin und von „pro familia“ bekam sie den sogenannten Beratung- bzw. Berechtigungsschein für eine Abtreibung. Sie dachte auch wieder an eine Abtreibung, die sie schon einmal machen ließ und die für sie ein schreckliches Erlebnis war. Sie schreibt: „Danach war es wie in der Hölle.“ Auf dem Weg zur Abtreibungsklinik begegnete sie Menschen, die ihr echte Hilfe gaben. Nach mehreren Anläufen und inneren Kämpfen entschied sie sich, das Kind auszutragen. Sie konnte es unter fürsorglicher Betreuung in einem Mutter-Kind-Heim zur Welt bringen. Sie schreibt: „Als mir das neugeborene Mädchen am 11. Dezember 2000 auf die Brust gelegt wurde und als ich es anschauen konnte, da war mir auf einmal klar: ,Ich habe dich jetzt so lieb gewonnen, meine kleine Natalie, dass ich dich nie mehr hergebe!‘“ Sie teilt in ihrem Brief mit, wie glücklich es eine Mutter machen kann, wenn sie sich für das Leben ihres Kindes entscheidet. Sie sagt: „Das Kind kann ja nichts dafür, wie es entstanden ist – es ist unschuldig! Warum soll es sterben? Ich wünsche allen Frauen, denen Gewalt angetan wurde, dass sie mit Menschen in Verbindung kommen wie z.B. „Helfer Deutschland e.V. Lebenszentrum“ oder „1000 plus“, die ihnen echte Hilfe zuteil werden lassen.
Josef Finkl
München

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