Die Eltern sollen gefragt werden

„Bayern gegen Sommerferien-Reform“; Titelseite 10. April

Herr Spaenle liegt da völlig falsch. Leider verabschiedet sich der Sommer in Bayern meist schon in der ersten Augusthälfte in den Herbsturlaub. Bei uns ist das Wetter ein Lotteriespiel. Aber mit der Teilnahme an der Rotation hätten bayerische Schüler und Eltern wenigstens die Chance auf ein paar echte Sommertage, die man dann gerne auch in der Heimat genießen kann. In den Schulen quält man sich mit Projektwoche, Filme schauen, Ausflügen etc. durch die letzten zwei Wochen vor den Sommerferien. Und dann die Ernüchterung, Ferien, aber der Sommer ist schon fast zu Ende. Den Hochsommer in Bayern können andere genießen, unsere Kinder schwitzen da noch in der Schule. Wie wäre es mal mit einer Elternbefragung dazu? Ich wünsche Niedersachsen viel Erfolg bei dem Versuch, Bayern in die Ferienrotation einzubinden.

Monika Mann Otterfing

Eine Reform ist längst überfällig. Gleiches Recht für alle Schüler und deren Eltern! Warum traut man den Lehrern nicht zu, sich mit ihrem Lehrplan auf veränderte Ferienzeiten einzustellen? In anderen Bundesländern tun sie es auch. Sind Bayerns Lehrer unflexibler? Das Argument, wenn Ende Mai zwei Wochen Pfingstferien seien, mache es keinen Sinn, im Juni schon in die Sommerferien zu starten, ist so nicht akzeptabel. Erstens müssen diese Ferien, auch in einem christlich geprägten Bundesland keine zwei Wochen dauern, und zweitens ist Pfingsten ein bewegliches Fest, das heißt, es ist nicht jedes Jahr Ende Mai. Und um noch mal auf das gleiche Recht für alle Schüler und Eltern zurückzukommen. Kann es sein, dass hier manchem ein Urlaub im Frühsommer durch den Ferienplan verwehrt wird? Als Familie mit schulpflichtigen Kindern hat man nicht die Chance, mal nicht im Hochsommer den von Medizinern empfohlenen Urlaub von drei Wochen zu machen.

Monika und Michael Bartmann Markt Indersdorf

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