Landeshauptstadt München

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9sZXNlcmJyaWVmZS93aXJ0c2NoYWZ0L2xhbmRlc2hhdXB0c3RhZHQtbXVlbmNoZW4tMjcxMDE2Ny5odG1s2710167Keine Sonderzahlung für Rentner0true
    • 21.01.13
    • Wirtschaft
    • 1
    • Drucken

Keine Sonderzahlung für Rentner

    • recommendbutton_count100
    • 0

Wolfgang Büser: „Wer Weihnachtsgeld bekommt“; Geld & Markt 21. November

Nachdem ich nach 43 Dienstjahren bei der Stadt München im Oktober 2009 mit 65 Jahren in Rente gehen musste, verweigerte mir mein sozialer Arbeitgeber LHM die von mir anteilig eingeforderte Sonderzahlung für 2009 (bestehend aus Urlaubs- und Weihnachtsgeld, abgeschmolzen auf ca. 82 Prozent lt. Tarifvertrag mit Verdi zur Arbeitsplatzsicherung) mit der Begründung, dass ich am Stichtag 1. Dezember 2009 nicht mehr gearbeitet habe und mit dieser Sonderzahlung auch eine künftige Betriebstreue erreicht werden soll. Das Schöne an dieser Regelung ist, dass die Sonderzahlung im November ausgezahlt wird (wahrscheinlich damit die Weihnachtsgeschenke nicht auf Pump bezahlt werden müssen). Auf diese Weise werden 11/12 der künftigen Rentner von der Stadt München seit Jahren abgezockt. Ich fühle mich als Rentner 2. Klasse und habe gegen die Vorgehensweise bis zum Bundesarbeitsgericht in Erfurt geklagt. Aber auch dort in der Verhandlung, so wurde mir beschieden, ist es das legale Recht der Landeshauptstadt München den Anwesenheitsstichtag so zu wählen, wie sie es für richtig erachtet, (denn das spart ja der LHM Geld). Schade nur, dass auf Nachfragen bei der Gewerkschaft Verdi niemand zum Thema Stellung nehmen wollte, bzw. überhaupt wusste, was im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes § 20 steht. Auch den Bayerischen Rundfunk interessierte zum Thema soziale Gerechtigkeit vom 7. Januar 2013 die Abzocke von hunderten von Rentnern seit Jahren nicht, aber wenn ein Herr Wulff sich von seiner Frau trennt oder ein Herr Mathäus eine neue Freundin hat, dann hört man tagelang nix anderes mehr. Genauso wie mir der Richter am OLG München bei der Verhandlung auf meine Feststellung sagte, ich hätte gerne bis 31. Dezember gearbeitet, aber ich durfte ja nicht mehr: „Dann waren Sie halt nicht wichtig genug“. Super! Bei Herrn Wulff und Herrn Mathäus ist das wohl was anderes. Wir Rentner haben leider keine große Lobby, wir haben nämlich schon ausgedient. Außerdem ist dieser Richter auch Beamter und da braucht er sich um seine Sonderzahlung auch keine Gedanken machen, er kriegt sie bis ans Lebensende per Gesetz, zumindest in Bayern. Wohl gemerkt, ich vergönne jedem das, was ihm zusteht, aber ein bisschen Gleichbehandlung, auch bei Rentnern und vor allem durch einen Tarifvertrag, sollte schon sein. Deshalb Rentner in spe wehrt Euch und zeigt auch der Gewerkschaft, wenn es sein muss, wie im Fußball die rote oder zumindest gelbe Karte und auch der beliebteste Politiker Bayerns, Herr Ude, sollte vielleicht vorher genau lesen, was er sozial gerecht für seine städtischen Untergebenen unterschreibt.

 Rudolf Bösmiller Gröbenzell

zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

Kontakt "Ressort Leserbrief"

Münchner Merkur

Ressort Leserbrief

Paul-Heyse-Str. 2-4

80336 München

SMS: 0160/97002710

E-Mail: leserbriefe@merkur-online.de

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.