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    • 19.06.13
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Vernünftiges Regierungsziel

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Martin Prem: „Windstrom wird zu Wasserstoff“; Wirtschaft 14. Juni

Wind- und Solarstromüberschüsse als künstliches Erdgas speichern? Dazu ist die beschriebene Methananlage (Leistung 6 MW) mit prinzipiell 80% Wärmeverlusten, abzulehnen; es kommen nur Pumpwasser-Speicher-Werke (PSW) in Frage, weil diese, umgekehrt, beim Speichern von Windüberschüssen nur 20 % Verlust ergeben, man also 80% des Windstromes ins Netz zurück erhält! PSW benötigen allerdings ein oberes Becken, wie z.B. das Geplante am Jochberg, Leistung 700 MW, 577 m über dem Walchensee, mit 3 Millionen m³ Wasser. Die Audi AG hat klugerweise diese Gaserzeugung aus Windstrom nur zum Autofahren vorgesehen; nur hier nimmt man die hohen Verluste in Kauf, weil Erdöl in ca. 40 Jahren zur Neige geht, das Lithium für eCars nur ca. 30 Jahre reicht und die Lithiumbatterien nur für ca. 1200 Ladungen taugen, bei zu kurzer Reichweite. Eon und andere Erzeuger mussten in 2012 per Kartellamtsverfügung 9 Millionen Euro an die Windmüller zahlen, wegen ihrer Weigerung, Kohlekraftwerke bei Wind zurück zu fahren und dafür den Windstrom abzunehmen, was also nicht an fehlenden Speichern lag. Einige unkundige Politiker, die offenbar nicht Ingenieure dazu fragen, was aber ihre Pflicht wäre, mögen irrationalerweise PSW nicht (Grosser Eingriff in einen Berg, der BUND: „Pflanzenarten sind gefährdet“, obwohl man diese ausstechen könnte und nach 6 Jahren Bauzeit wieder einsetzen). Das Jochberg-PSW könnte Bad Tölz 23 Tage mit Strom versorgen. Für die Speichermenge/ Tag wären 277 obiger Methananlagen nötig, für gleiche Leistung 116. Aus dem sauberen Alpenwind ein Gas zu erzeugen, dann zu verbrennen, bei Emission von Stickoxiden u. 80 % Verlusten, ist irrational, sodass es ebenso paradox ist, wenn Prof. Seiler, Vorsitzender der ‘Energiewende Oberland‘, gegen das PSW ist, aber für das Methanverfahren. Dazu bräuchte er übrigens weit über 200 großer Biogasanlagen in unmittelbarer Nähe, weil nur so das nötige CO2 billig zu erhalten wäre- und das mitten in den Alpen! Wer würde ferner die 80% Abwärme abnehmen? Wind ist nicht zu solch unsinnigem indirekten Heizen da, sondern um in 2035 35 % Strom, in 2050 50- 80% Strom aus Wind zu erzeugen, gemäß dem vernünftigen Regierungsziel unserer Kanzlerin (Physikerin). Für Warmwasser und Heizen sind thermische Kollektoren auf den Dächern ein Muß, um Öl zu ersetzen! Nur wenn dann noch Platz ist, sollte man eine Photovoltaikanlage dazu montieren, die leider 15 mal teurer Strom erzeugt, als der Wind.

Alfred Röck München

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