München - Sie passen ja ganz gut zur Sicherheitsweste, aber zum Anzug? Nein, die orangefarbenen Krawatten mit dem offiziellen „München 2018“-Logo waren nicht wirklich der Renner bei der Auktion, mit der die Olympia-Bewerbungsgesellschaft ihre Bilanz wenigstens ein bisschen aufmotzen wollte.
Wer sich für einen Schlips interessierte, musste nicht mehr als einen Euro hinlegen.
Trotzdem zeigte sich Jürgen Bühl, der einzig verbliebene Geschäftsführer der GmbH, gestern „sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis der Versteigerung. Sie brachte mehr als 60 000 Euro ein – „das ist viel mehr, als wir erwartet hatten“, jubilierte Bühl.
Und doch nicht viel mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. 6,7 Millionen Euro musste die öffentliche Hand in die Bewerbung stecken, 4,1 Millionen davon entfielen auf die Stadt München.
Die meisten Werbeartikel wechselten den Besitzer für weniger Geld. Fahnen erzielten Preise von 17 Euro, PVC-Banner gab es für 7 Euro, zwei Sonnenschirme für 36 Euro. Ein Outdoor-Infozelt von sechs mal sechs Metern Größe spülte ungleich mehr in die Kasse der verhinderten Olympia-Macher: 535 Euro.
In einer zweiten Versteigerung, die laut Bühl wahrscheinlich im November stattfinden wird, sollen weitere Geräte versteigert werden, darunter Telefonanlagen und Blackberrys. Vielleicht sind auch noch ein paar Krawatten dabei.
Thierry Backes



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