Beutekunst in Russland: Kanzlerin Merkels Forderung an Putin

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9wb2xpdGlrL2JldXRla3Vuc3QtcnVzc2xhbmQta2FuemxlcmluLW1lcmtlbHMtZm9yZGVydW5nLXB1dGluLXpyLTI5NjkzMjQuaHRtbA==2969324Nach Fast-Eklat: Merkels Forderung an Putin0true
    • 22.06.13
    • Politik
    • 5
    • Drucken
Russland soll Beutekunst zurückgeben

Nach Fast-Eklat: Merkels Forderung an Putin

    • recommendbutton_count100
    • 0

St. Petersburg - Nach dem Besuch von Kanzlerin Merkel in St. Petersburg sieht sich Russland weiter als Sieger. Die von ihr geforderte Rückgabe der Beutekunst prallte an ihrem Gastgeber Putin einfach ab.

Kanzlerin Merkel

© dpa

Kanzlerin Merkel bei ihrem Russland-Besuch

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) findet mit ihrer Forderung nach Rückgabe der von Sowjetsoldaten nach 1945 verschleppten Beutekunst in Russland kein Gehör. Russische Medien berichteten am Samstag nach einem Besuch von Merkel in der Eremitage in St. Petersburg nicht über die deutschen Ansprüche auf die dort gezeigten Kunstschätze.

Zu Wort kam ausschließlich Kremlchef Wladimir Putin, der eine Rückgabe von Kulturgütern kategorisch ablehnte. Russland sieht die Kunstschätze als Entschädigung für Verluste im Zweiten Weltkrieg. „Was ist es für ein Unterschied für einen einzelnen Bürger, wo er diese verlagerten Kostbarkeiten sieht?“, sagte Putin laut einem vom Kreml veröffentlichten Redebeitrag.

Das Zuschauerinteresse an der Ausstellung „Bronzezeit - Europa ohne Grenzen“ hielt sich am Samstag zunächst in Grenzen. Es gab nur wenige Besucher am Vormittag.

Nach einigen Unstimmigkeiten bei Terminabsprachen hatten sich Merkel und Putin am Freitag auf dem St. Petersburger Wirtschaftsforum doch noch entschieden, die Ausstellung zu besuchen. Zunächst hatte die deutsche Seite mitgeteilt, dass Merkel die Eröffnung abgesagt habe, weil sie nichts habe sagen dürfen.

Als sie dann doch ihr Grußwort mit der Forderung nach Rückgabe der Kulturschätze hielt, wurde darüber von russischen Medien nicht berichtet. „Wir sind der Meinung, dass diese Ausstellungstücke wieder zurück nach Deutschland kommen sollen“, sagte Merkel. Sie sollten den Eigentümern oder deren Rechtsnachfolgern zurückgegeben werden.

Der russische Präsident forderte dagegen, dem Beispiel der deutschen und russischen Museumsforscher zu folgen und abseits von Emotionen und Politik zusammenzuarbeiten. Putin nutzte den Ausstellungstitel „Europa ohne Grenzen“ zudem, um noch einmal nachdrücklich für Visafreiheit zu werben. Auch mit Blick auf andauernde Menschenrechtsverletzungen in Russland zögert der Westen bisher mit einer Aufhebung der Visumspflicht.

Der Politologe Eberhard Schneider plädierte im Deutschlandradio Kultur für eine Doppelstrategie gegenüber Russland. Deutschland sollte einerseits seine Handelsbeziehungen ausbauen und gleichzeitig Probleme ansprechen, sagte der Professor an der Universität Siegen am Samstag. Die Unstimmigkeiten rund um die Beutekunst-Schau hätten gezeigt, wie gereizt der Kreml inzwischen auf alles reagiere, was aus Deutschland komme und Russland betreffe. „Beide Seiten waren wahrscheinlich so vernünftig einzusehen, dass es besser ist, eine Einigung herbeizuführen und hier nicht vor aller Weltöffentlichkeit einen Eklat darzustellen“, sagte Schneider.

dpa

zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
westacher23.06.2013, 11:06Antwort
(0)(0)

Die Russen haben die halbe DDR abmontiert und nach Rußland verfrachtet als "Entschädigung" für den verlorenen Krieg. Außerdem wurden große Teile der von deutschen verschleppten russischen Kunst zurückgegeben. Die verschleppten Kunstwerke und vieles andere Wertgegenstände wurden ja nicht nur staatlichen Stellen weggenommen, sondern auch in Privathäusern konfisziert! Aber Kulturbanausen wie Sie sind damit nicht zu beeindrucken, solange sie nicht selbst betroffen sind!

seppifimb23.06.2013, 04:35
(0)(0)

die möcht sich nen addi wieder an die wand pinnen oder was ??(beate bekommt auch nen kreuz für die wand im haftraum) die kommt vom ammi überflieger schneller wieder runter als sie dumm schaut ( ÜBERHÄBLICH schauts drein) !!

die reitet nicht lang auf der welle der lesben und homos !!
so wie das gesamte volk das die zwischenzeilen zeitung nicht lehsen kann

Furor22.06.2013, 14:33
(3)(0)

Die ganze Welt ist doch ein einzger Kompromiss.
Ich schlage in Teilbereichen eine Tauschhandel vor.
Die Merkel gegen ein Gefäß, ein Sitzmöbel?

Alle Kommentare anzeigen

Ort des Geschehens

27.7730556,-82.64

Karte wird geladen... Karte wird geladen - Downloadanzeige

Aktuelle Fotostrecken

Proteste gegen Staatsmacht legen Hongkong lahm

weitere Fotostrecken:
Newsletter

Meist kommentierte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Themen

Gysi sieht DDR nicht als Unrechtsstaat

Berlin - Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, sieht die DDR nicht als Unrechtsstaat. "Wir sind uns einig, diese Bezeichnung nicht zu verwenden", sagte Gysi der Zeitschrift "Superillu" in einem Interview.Mehr...

Dorothee Bär, Dirndl, Facebook, Bundestag

CSU-Politikerin: Zoff um Dirndl-Auftritt im Bundestag

Berlin - Im feschen Dirndl saß CSU-Staatssekretärin Dorothee Bär am Mittwoch auf der Regierungsbank im Bundestag. Ganz zum Missfallen von Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl.Mehr...

Wirtschaft

Rocket Internet startet schwach an der Börse

Rocket Internet startet schwach

Berlin - Die Börsengänge von Zalando und Rocket Internet waren als Meilensteine für die deutsche Online-Wirtschaft gefeiert worden. Die Unternehmen nahmen hunderte Millionen Euro ein. Die Aktien kamen bei Anlegern jedoch schlecht an.Mehr...

Bahn macht Lokführern neues Angebot

Bahn macht Lokführern neues Angebot

Berlin - Der Tarifkonflikt bei der Bahn treibt einer weiteren Eskalationsstufe entgegen - da wendet sich der Konzern noch einmal mit einem neuen Angebot an die Lokführer. Doch die wichtigste Forderung scheint die Bahn nicht zu erfüllen.Mehr...

Atom-Moratorium: Eon will 380 Millionen Schadenersatz

Eon will 380 Millionen Schadenersatz von Regierung

Berlin - Der Energiekonzern Eon fordert von der Bundesregierung 380 Millionen Schadenersatz für das dreimonatige Atom-Moratorium nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.