Umfrage: Weiter keine Mehrheit für Schwarz-Gelb oder Rot-Grün

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    • 16.08.13
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Laut ZDF-Politbarometer

Keine Mehrheit für Schwarz-Gelb oder Rot-Grün

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Berlin - Gut fünf Wochen vor der Bundestagswahl hat keines der politischen Lager eine Mehrheit. Das hat die neueste Umfrage des ZDF-„Politbarometers" ergeben.

© dpa (Symbolbild)

Würde der Regierungschef direkt gewählt, hätte die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel eine klare Mehrheit.

Wären am kommenden Sonntag Bundestagswahlen, käme es laut ZDF-"Politbarometer" zu einem Patt. Der am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge kommt Schwarz-Gelb auf 46 Prozent der Stimmen, ebensoviel wie die übrigen im Bundestag vertretenen Parteien zusammen. Die Regierungskoalition aus Union und FDP vergrößerte aber ihren Vorsprung auf SPD und Grüne.

Laut "Politbarometer" kann die CDU/CSU um einen Punkt auf 41 Prozent zulegen. Die SPD verliert zwei Prozentpunkte auf 25 Prozent. Die Grünen verschlechtern sich um einen Punkt auf 13 Prozent. Die Linkspartei legt um einen Punkt zu auf acht Prozent. Die FDP bleibt bei fünf Prozent. Die Piraten kommen demnach auf drei Prozent, die sonstigen Parteien auf zusammen fünf Prozent der Stimmen.

Die jüngste Umfrage des Instituts Infratest dimap hat ein etwas anderes Stimmungsbild ergeben.

Sehr groß ist allerdings nach wie vor die Unsicherheit der Wähler. 72 Prozent der Befragten können es sich der "Politbarometer"-Umfrage zufolge vorstellen, auch eine andere Partei zu wählen als die von ihnen angegebene. Nur 28 Prozent haben sich bereits festgelegt. Zudem halten mit 63 Prozent fast zwei Drittel der Befragten den Wahlausgang für noch nicht entschieden. Bei der Bundestagswahl 2009 waren es gut fünf Wochen vor der Abstimmung nur 55 Prozent, die das Rennen um die Kanzlerschaft noch für offen hielten.

Als wahlentscheidende Themen nannten jeweils 59 Prozent Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit, gefolgt von der Euro-Krise und der wirtschaftlichen Lage mit je 39 Prozent. Datenüberwachung wurde von 26 Prozent als entscheidendes Thema eingestuft.

Für Politiker, die bei den Bürgern an der Haustür klingeln, wie es das Wahlkampfkonzept der SPD vorsieht, können sich der Umfrage zufolge nur 24 Prozent erwärmen. Drei Viertel (75 Prozent) finden es dagegen schlecht. Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen Dienstag und Donnerstag rund 1300 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte befragt.

AFP

Warum das neue Wahlrecht den Bundestag aufblähen könnte

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