Früherer Ministerpräsident Edmund Stoiber ruft Anhänger zum Anpacken auf

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9wb2xpdGlrL2ZydWVoZXJlci1taW5pc3RlcnByYWVzaWRlbnQtZWRtdW5kLXN0b2liZXItcnVmdC1hbmhhZW5nZXItYW5wYWNrZW4tenItMjc0OTE5NC5odG1s2749194Seehofer und Stoiber attackieren SPD hart0true
    • 13.02.13
    • Politik
    • 69
    • Drucken
Aschermittwoch - Die besten Sprüche  

Seehofer und Stoiber attackieren SPD hart

    • recommendbutton_count100
    • 0

Passau - Die CSU hat den Politischen Aschermittwoch zum Generalangriff auf die SPD in Bayern und im Bund genutzt. Horst Seehofer und der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber attackierten Peer Steinbrück und Christian Ude scharf.

© dpa

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (l) und Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber beim Politischen Aschermittwoch in Passau.

Steinbrück habe in seiner aktiven Zeit vor allem Schulden hinterlassen. „Steinbrück ist kein Finanzfachmann. Er ist der Schuldenkönig von Deutschland“, rief Seehofer seinen Anhängern zu.

Und im Gegensatz zu Steinbrück spreche er garantiert honorarfrei, lästerte der CSU-Chef. „Sein Lebensmotto ist offensichtlich: Jedem das Seine und mir das Meiste“, sagte Seehofer mit Blick auf die umstrittenen Redehonorare für Steinbrück.

Die CSU präsentierte sich in Passau sehr selbstbewusst, verzichtete aber weiter darauf, die absolute Mehrheit in Bayern zum offiziellen Wahlziel auszurufen. Seehofer betonte allerdings: „Niemand kann uns aufhalten, wenn wir uns etwas zutrauen.“ Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sagte: „So was macht man nie offiziell - aber es ist natürlich das Ziel.“ Den ungelösten Koalitionsstreit mit der FDP über die Studiengebühren erwähnte Seehofer mit keinem Wort.

Bereits zuvor hatte sich Stoiber Steinbrück vorgeknöpft. „Dass Peer Steinbrück mit seiner Bilanz als Regierungschef von Nordrhein-Westfalen zu uns kommt und uns sagen will, wie es geht, das hätte ich mir nicht vorstellen können“, sagte Stoiber mit Blick auf Steinbrücks Auftritt im nahen Vilshofen.

„Die CSU braucht keine Aschermittwochsimporte.“ Er schätze Steinbrück persönlich, müsse aber feststellen: „Als Finanzminister und Ministerpräsident hat Steinbrück in fünf Jahren mehr Schulden aufgehäuft als Bayern in seiner ganzen Nachkriegsgeschichte“, rief Stoiber unter dem Jubel tausender Anhänger. „Und da traut sich der hierherzukommen und uns Ratschläge zu erteilen.“

Auch dem SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude sprach Stoiber jegliche Kompetenz für die Landes- und Bundespolitik ab. „Es reicht nicht, dass man das Amt unbedingt will, man muss es auch können“, sagte Stoiber. Wenn man ausschließlich als Kommunalpolitiker noch professionell Landes-, Bundes- und Europapolitik machen wolle, „dann ist das eine andere Liga“, zweifelte er Udes Voraussetzungen für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten an. „Beim Thema Dynamik denkt man nicht unbedingt an den Münchner OB.“ Als Rathauschef habe Ude die Altersgrenze erreicht „und jetzt hat er Angst vor dem Ruhestand“.

Lesen Sie auch zum Politischen Aschermittwoch

Steinbrück: Es gibt keine große Koalition

Grüne kampfeslustig: Papst als Vorbild

Brüderle begrüßt "im Land der Dirndl und Denker"

CSU und SPD wollen die Größten sein 

Politischer Aschermittwoch in Bayern

Die CSU bezeichnete Stoiber als die erfolgreichste Partei Europas und rief die Mitglieder auf, anzupacken und das Land zu gestalten. „Das Jammern, das Nörgeln überlassen wir den anderen.“ Jammern sei deren Spezialität, meinte Stoiber mit Blick auf die Oppositionsparteien. „Damit werden sie Bayern nie regieren.“ Er sei zwar inzwischen älter und milder. „Aber ich habe immer noch mehr politische Fantasie und Energie als dieser müde Haufen der bayerischen Opposition.“

Stoiber nennt Berlusconi „Bungabunga-Ministerpräsident“

Scharfe Attacken ritt der frühere bayerische Ministerpräsident in Passau auch gegen Silvio Berlusconi. Edmund Stoiber sieht keine Mitschuld Deutschlands an der Euro-Krise. „Wir helfen, aber wir sind nicht schuld an deren Misere“, sagte Stoiber mit Blick vor allem auf Italien.

Der CSU-Ehrenvorsitzende griff den italienischen Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi scharf an. „Was dieser Bungabunga-Ministerpräsident im Kulturland Italien angerichtet hat, ist unglaublich.“ Er könne nur hoffen, „dass ihm das italienische Volk bei den Wahlen die Rote Karte zeigt.“ Wahlkampf einzelner Länder sei inzwischen „europäische Innenpolitik“. „Wenn ein Berlusconi in Italien noch einmal das Sagen hat, zahlen wir alle mit. Deshalb mischen wir uns ein.“

Das Kreuz mit dem Kreuzchen: Diese Wahlen stehen bis Ende 2014 an

zurück

vor

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verspottete zum Politischen Aschermittwoch den Koalitionspartner FDP in Bund und Land als Selbsthilfegruppe. „Die haben einen Stuhlkreis gebildet, es spricht Rainer Brüderle, der Sachverständige für bayerische Trachten“, sagte Dobrindt über die Veranstaltung der Liberalen in Dingolfing. Er spielte damit auf die umstrittenen Dirndl-Äußerungen Brüderles gegenüber einer Journalistin an, die in Deutschland eine Sexismusdebatte auslösten. Dobrindt sagte allerdings auch: „Lieber nachts um zwölf Rainer Brüderle an der Hotelbar als Claudia Roth zum Frühstück.“

dpa

zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
nedzumglaum15.02.2013, 12:54
(1)(0)

an alle Ehrlichen, hört euch Hubert Aiwanger auf fw-bayern de an, welche Tatsachen er sagt.

nedzumglaum15.02.2013, 12:51Antwort
(0)(0)

soviel Unerfahrenheit in einem Brief, mach weiter so!

nedzumglaum15.02.2013, 12:49
(1)(0)

1 Million Euro Zinsen täglich für die Bayer. Landesbank Dank der CSU und Stoiber und Nachfolger. Die haben für immer abgewirtschaftet und ausge-merkelt.

Alle Kommentare anzeigen

Aktuelle Fotostrecken

Nahost-Konflikt: Israel startet Bodenoffensive in Gaza 

Israel, Gaza, Bodenoffensive
weitere Fotostrecken:
Newsletter

Meist kommentierte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Themen

Empörung: Ja - neue Sanktionen: Nein

Brüssel - Die EU-Außenminister werfen Russland eine Mitschuld am Flugzeugabsturz über der Ostukraine vor. Sie wollen mehr Druck auf Moskau ausüben. Neue Sanktionen brauchen aber noch etwas Zeit.Mehr...

Empörung: Ja - neue Sanktionen: Nein

Brüssel - Die EU-Außenminister werfen Russland eine Mitschuld am Flugzeugabsturz über der Ostukraine vor. Sie wollen mehr Druck auf Moskau ausüben. Neue Sanktionen brauchen aber noch etwas Zeit.Mehr...

Wirtschaft

Prokon-Gläubigerversammlung: Etappensieg für Insolvenzverwalter

Prokon: Etappensieg für Insolvenzverwalter

Hamburg - Niederlage für Ex-Prokon-Chef Carsten Rodbertus: Bei einer der größten Gläubigerversammlungen der deutschen Wirtschaftsgeschichte wurde rund 15 000 Genussrechtsinhabern der Windenergie-Firma ihr Stimmrecht versagt.Mehr...

Deutsche zögern beim Gang zu McDonald's

McDonald's schmeckt immer weniger Gästen

Oak Brook - Die Liebe der Deutschen zu McDonald's hat sich abgekühlt. Die Fast-Food-Kette stellte auch im zweiten Quartal eine „anhaltende Schwäche“ hierzulande fest.Mehr...

Schuldenberg in Europa auf neuem Rekordstand

Schuldenberg in Europa auf neuem Rekordstand

Luxemburg - Der Schuldenberg der Euro-Länder und EU-Mitglieder ist zu Jahresbeginn auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Deutschland belegt bei den roten Zahlen einen Platz im Mittelfeld.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.