Haderthauer für „bayerischen Weg“ bei Bezahlung von Pflegekräften

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9wb2xpdGlrL2hhZGVydGhhdWVyLWJheWVyaXNjaGVuLXdlZy1iZXphaGx1bmctcGZsZWdla3JhZWZ0ZW4tMjc3MzI0My5odG1s2773243Haderthauer fordert mehr Lohn für Pflegekräfte0true
    • 27.02.13
    • Politik
    • 3
    • Drucken
"Bayerischer Weg"

Haderthauer fordert mehr Lohn für Pflegekräfte

    • recommendbutton_count100
    • 3

München - Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer macht sich für eine bessere Bezahlung der Fachkräfte in der Altenpflege stark. Zur Umsetzung will ie einen speziell-bayerischen Weg gehen.

© dpa

Sozialministerin Christine Haderthauer.

Die CSU-Politikerin rief die Kostenträger - also die Pflegekassen und die Bezirke - dazu auf, bei den Pflegesatzverhandlungen mit den Heimträgern den Tariflohn als angemessenen zu akzeptieren. Stattdessen erfolge bisher oft ein „Runterhandeln“ auf die Erstattung des ortsüblichen Lohnes. Dieser liege oft unterhalb des Tariflohnes für die Branche, weil nicht alle Träger tarifgebunden seien, sagte Haderthauer in München.

Weil eine entsprechende Initiative im Bundesrat gescheitert sei und der Freistaat dies nicht alleine gesetzlich regeln könne, wirbt die Ministerin nun für einen eigenen bayerischen Weg: Tariflöhne sollen im Wege einer Selbstverpflichtung grundsätzlich anerkannt werden, wenn der Heimträger auch nachweist, dass er sie zahlt. „Da braucht es offenbar politischen Druck“, betonte sie.

Neuer Personalschlüssel erforderlich

Zugleich appellierte Haderthauer an die Heimträger, in der bayerischen Landespflegesatzkommission einen neuen Personalschlüssel durchzusetzen. Der aktuelle Personalschlüssel in der Altenpflege stamme noch von 1999. Seitdem hätten sich die Anforderungen an die Fachkräfte enorm erhöht, insbesondere durch die Zunahme der Demenzfälle.

Zudem forderte Haderthauer, dass die Pflegeentgelte der Pflegekasse dynamisiert und damit an die allgemeine Kostenentwicklung gekoppelt werden. Ein entsprechender Antrag Bayerns an den Bund sei im Bundesrat am Widerstand der rot-grün-regierten Länder gescheitert, kritisierte sie.

dpa

zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
Brigitte Bührlen28.02.2013, 01:29Antwort
(2)(0)

Wer kontrolliert eigentlich, wie die Gelder von der Pflegewirtschaft verwendet werden? Wenn "ambulant vor stationär" gefordert wird, dann muss auch anteilig mehr Geld in die ambulante Pflege - und dazu gehört auch die Angehörigenpflege - fließen!
Welche gut ausgebildeten berufstätigen meist Frauen, sollen, können und wollen denn in Zukunft noch ehrenamtlich die Pflege übernehmen? Das Modell: "der Mann arbeitet,die Frau pflegt" hat keine Zukunft!

Logo27.02.2013, 17:24
(5)(0)

Dabei sollte man aber auch die Pflegekräfte in den Krankenhäusern nicht vergessen, die noch zusätzlich belastet werden, weil sie ja nicht "nur" mit Pflegebedürftigen, sondern mit kranken Pflegebedürftigen zu tun haben. Viele Altenpflegeheime schieben ihre Patienten nur zugern - und sei es nur um sie abzuführen - in die Kliniken ab...

Lupo27.02.2013, 16:55
(7)(0)

Die meisten pflegebedürftigen Menschen werden, liebe Frau Haderthauer, immer noch und Gott sei Dank zuhause gepflegt. Von den Angehörigen und ambulanten Pflegediensten. Beide haben relativ wenig, bis gar nichts davon, wenn die Heimträger mit den Kassen irgendwas verhandeln. Drücken Sie doch mal das Kreuz durch und machen sich gerade - für alle! Pflegebedürftigen und Pflegekräfte wie auch Angehörige! Dieses theoretische Rumgesabbel hält ja keiner mehr aus und ist würde- und respektlos!

Alle Kommentare anzeigen

Aktuelle Fotostrecken

So reagiert der Secret Service auf Sicherheitspanne

weitere Fotostrecken:
Newsletter

Meist kommentierte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Themen
Salafisten, Deutschland

Salafistenszene in Deutschland wächst stark

Berlin - Mehr als 6300 vorwiegend junge Menschen haben sich nach Einschätzung des Verfassungsschutzes bereits der Salafistenszene angeschlossen. Und es werden immer mehr, sagt Verfassungsschutzchef Maaßen.Mehr...

Salafisten, Deutschland

Salafistenszene in Deutschland wächst stark

Berlin - Mehr als 6300 vorwiegend junge Menschen haben sich nach Einschätzung des Verfassungsschutzes bereits der Salafistenszene angeschlossen. Und es werden immer mehr, sagt Verfassungsschutzchef Maaßen.Mehr...

Wirtschaft

Presse: 25 Banken fallen bei Stresstest der EZB durch

25 Banken fallen bei Stresstest der EZB durch

London - Beim Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) sind nach Informationen des "Wall Street Journal" und des "Daily Telegraph" 25 Banken durchgefallen.Mehr...

Widerstand gegen Weselsky innerhalb der Lokführergewerkschaft GDL

GDL: Widerstand gegen Weselsky wächst

In der Lokführergewerkschaft GDL wächst offenbar der Widerstand gegen den Vorsitzenden Claus Weselsky.Mehr...

Millionenkosten durch Vattenfall-Klage

Vattenfall-Klage kostet Steuerzahler Millionen

Berlin - Die Vattenfall-Klage gegen den Atomausstieg vor einem Schiedsgericht birgt Sprengsatz für die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA. Schon jetzt kostet der Rechtsstreit den Bund viel Geld.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.