Uli Hoeneß im Landtag? Die CSU auf Promi-Fang

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    • 29.01.13
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Aigner sucht Eckpfeiler

Hoeneß im Landtag? Die CSU auf Promi-Fang

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München - Die CSU sucht Promis: Ilse Aigner hat versucht, Uli Hoeneß für eine Landtags-Kandidatur zu gewinnen. Doch wie hat sich der Bayern-Boss entschieden?

© dpa

Horst Seehofer und Uli Hoeneß.

Die Schwarze und der Rote trafen sich völlig unbemerkt. Ob er für die CSU kandidieren wolle, trug Ministerin Ilse Aigner ihrem Gesprächspartner an. Einen Listenplatz bot sie, aussichtsreich, mit Hoffnung auf den Einzug in Landtag und vielleicht sogar mal in ein Kabinett. Uli Hoeneß aber, Präsident des FC Bayern München, dachte nach und sagte ab.

Hoeneß für die CSU im Landtag – es wäre der politische Knüller des Jahres geworden. Für den Promi aus Bad Wiessee ist zwar kein Stimmkreis frei, den in Miesbach bekommt Aigner selbst. Mit seinem Namen würde er aber auf der oberbayerischen Liste sicher tausende Stimmen ziehen. Aigner, die Vorsitzende des wichtigsten CSU-Bezirks Oberbayern, kämpft derzeit um jeden einzelnen Wähler, um im Herbst 2013 ein Ergebnis an oder über 50 Prozent zu erringen. Vom wählerstarken Oberbayern, das zeigt die bittere Lehre des Absturzes 2008, hängt ab, ob die Schwarzen weiter regieren, alleine, mit Partner – oder gar nicht.

Hoeneß vermuteten sie dabei eher auf ihrer Seite. Er sprach sich mal sehr lobend über Angela Merkel aus, wird von Edmund Stoiber in der FC-Bayern-Führung unterstützt, schätzt Horst Seehofer und besucht auch mal eine CSU-Veranstaltung. Vereinnahmen lässt er sich allerdings nicht: Mit seiner Parteinahme für den Münchner SPD-Oberbürgermeister-Bewerber Dieter Reiter überraschte er die CSU. „Ich bin ein politisch interessierter Mensch, ich äußere mich mal zu diesem und jenem Thema“, sagt Hoeneß auf Anfrage. „Aber nie wird der Tag kommen, dass ich ein politisches Amt anstrebe.“ Mehr sei dazu nicht zu sagen.

Die Anfrage an Hoeneß, die Ende 2012 unter dem Siegel strikter Verschwiegenheit ausgesprochen wurde, lässt erahnen, mit welchem Eifer Aigner ihre Aufgabe angeht. Sie hat bereits Eckpfeiler der oberbayerischen Liste, die zumindest nicht nach einer Gruppe Namenloser klingen: Seehofer wird sie anführen, direkt danach Aigner, die Minister Ludwig Spaenle, Christine Haderthauer und Marcel Huber. Das soll sich annähern an frühere, in der CSU verklärte Zeiten, als sich auf der Oberbayern-Liste die Stoibers, Wiesheus, Faltlhausers und Goppels drängten.

Uli Hoeneß: Seine Meinung zu Merkel, Papst, Obama und Co.

Wobei Thomas Goppel als Listenkandidat auch im Herbst 2013 noch mal in den Ring steigt. Vielleicht wird es sogar wieder einen Stoiber geben: Sohn Dominic ist im Gespräch für eine Kandidatur. Er ist politisch interessiert, sitzt im Bezirksrat. „Interesse ist da“, heißt es in der Parteispitze, entschieden sei das bisher aber noch nicht. Dominic Stoibers öffentliche Aktivität gilt als ausbaubar. Dringend gesucht wurde zudem ein aktiver Landwirt für die Liste. Den hofft man nun in Oberbayerns Bauern-Bezirkspräsident Anton Kreitmair gefunden zu haben. Aigner kommt in einer Woche zu ihm zum Kreisbauerntag in den Landkreis Dachau.

Noch völlig offen ist indes, ob es klappt, einen prominenten Kulturschaffenden auf die Liste zu locken. „Wir arbeiten dran“, heißt es in München. Name: Geheimsache. Es werde sich, so wird gescherzt, eher nicht um den Alt-68er Konstantin Wecker handeln.

Von Christian Deutschländer und Günter Klein

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Kommentare

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Stinger29.01.2013, 21:05Antwort
(0)(0)

Und wen sollen wir dann wählen?

Stinger29.01.2013, 20:33Antwort
(1)(0)

Was meint er denn ?

Stinger29.01.2013, 20:25Antwort
(2)(0)

Sie könnten ja die Well's, Polt oder Hans Söllner fragen.

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