Karl-Theodor zu Guttenberg CSU: "Ich war eitel und dumm" in Interlaken

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    • 24.01.13
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Ex-Minister rechnet mit sich ab

Guttenberg: "Ich war eitel und dumm"

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Von Franz Rohleder

Interlaken - Bei einer Veranstaltung in der Schweiz hat Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eigene Fehler angeprangert. Gleichzeitig spottete der EU-Beauftragte für Internetfreiheit über die Europäische Union.

© dpa

Karl-Theodor zu Guttenberg spricht auf dem Alpensymposium im schweizerischen Interlaken.

Wie die "Bunte" in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet, trat der frühere CSU-Star beim "Alpensymposium" im schweizerischen Interlaken auf - einer hochkarätigen Veranstaltung, für die Zuhörer (vorwiegend Manager) pro Tag 695 Franken (rund 560 Euro) zahlen.

Für ihr Geld bekamen die Besucher von Guttenberg immerhin klare Worte zu hören. Zu seinem Sturz infolge der Plagiatsaffäre meinte er:  "Aus einer fatalen Mischung aus Selbstüberschätzung, Eitelkeit und Dummheit bin ich fürchterlich auf die Schnauze gefallen."

Mittlerweile freut er sich aber über die angenehmen Seiten des Lebens nach der Politik. So habe er das "Zeithaben" neu entdeckt und das "Genießen lernen dürfen". Zudem gefalle es ihm, unerkannt in New York U-Bahn fahren zu können.

Guttenberg: Der "Top Gun"-Minister a.D.

Zwar hatte Guttenberg kürzlich in der Schweizer Zeitung "Der Sonntag" angekündigt, deutsche Medien mit einem Dauer-Boykott zu belegen. Allerdings dürfte dem Ex-Minister klar gewesen sein, dass es seine Sprüche aus der Schweizer Veranstaltung wieder in die deutschen Medien schaffen würden. Zumal ja auch ein "Bunte"-Reporter in Interlaken anwesend war...

Auf seine selbst gestellte rhetorische Frage: "Warum sucht der Guttenberg wieder das Podium?" gab er sich auch gleich die Antwort: "Nach schwierigen Monaten darf man sich wieder in die Debatten einschalten - ohne auf ein Amt zu schielen."

Für die EU, in deren Dienstan "KT" seit über einem Jahr als Beauftragter für Internetfreiheit steht, hatte er nur wenig schmeichelhafte Worte übrig. Diese erinnere ihn an einen "Operationstisch , an dem 27 Ärzte hantieren und sich gegenseitig sabotieren." Bleibt abzuwarten, wie diese Worte bei der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, Neelie Kroes, ankommen, die Guttenberg sein Amt in der Europäischen Union verschafft hat.

Rücktritt & Comeback: Diese Politiker haben es zurückgeschafft

Spott gab es von Guttenberg auf dem Symposium auch für Russlands Präsident Wladimir Putin: Der sei "so testosterongeschwängert, dass man den Verdacht haben könnte, er habe den gleichen Arzt wie Lance Armstrong."

Natürlich wolle Guttenberg wieder gehört werden. Allerdings wisse er nicht, "ob die Politik die richtige Form ist". Überhaupt würden Politiker nur "reagieren, das Agieren verkümmert".

Mal sehen, ob der Politikbetrieb nach solchen Sprüchen überhaupt noch eine Rückkehr des einstmals beliebtesten deutschen Politikers ersehnt.

fro

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Kommentare

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Furor24.01.2013, 16:26Antwort
(1)(0)

Er kann ja zusammen mit Kerner und dem privaten Sender seiner Frau ein E-Book auf den Markt bringen.

Kritiker24.01.2013, 14:36
(0)(0)

Warum immer gegen Guttenberg ?
Der hat durch sein ( fahrlässiges, siehe Schavan) Abschreiben niemanden, sondern nur sich selbst geschädigt.
Leute nehmt euch doch einmal die wirklichen Polit Abzocker vor. die
sich an unserem Steueraufkommen bereichern.

Kritiker24.01.2013, 14:23Antwort
(0)(0)

zum Beispiel gegen Wulff

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