Ude für Abschaffung des Sitzenbleibens auch in Bayern

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    • 18.02.13
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Kritik an Spaenle

Ude will Sitzenbleiben abschaffen

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München - Nach der Abschaffung des Sitzenbleibens in mehreren Bundesländern verlangt SPD-Spitzenkandidat Christian Ude einen Verzicht auf das Wiederholen auch in Bayern.

© dpa

Christian Ude kritisiert Ludwig Spaenle wegen seiner ablehnenden Haltung.

„Ich habe es schon in meiner Schulzeit nicht begriffen, warum Mitschüler, die in einigen wenigen Fächern nicht mitkommen, alle Fächer wiederholen müssen“, sagte Ude am Montag in München. „Inzwischen ist herrschende Meinung auch in der pädagogischen Literatur, dass das Durchfallen unsinnig ist.“

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Ude kritisierte, dass Schulminister Ludwig Spaenle (CSU) sich bislang gegen eine Abschaffung des Sitzenbleibens wehrt: „Die Repetenten sind beklagenswerte Zeitgenossen und kein bildungspolitisches Aushängeschild“, spottete Ude. Spaenle hatte die geplante Abschaffung des Sitzenbleibens in Niedersachsen am Wochenende als „bildungspolitischen und pädagogischen Populismus“ bezeichnet.

Spaenle hat sich allerdings in den vergangenen Jahren selbst in eine SPD-ähnliche Richtung bewegt. So hatte er 2009 erklärt, leistungsschwache Kinder müssten bei Bedarf fünf Jahre in der Grundschule lernen dürfen, ohne dass das als Sitzenbleiben zählen sollte. Das geplante „freiwillige“ Intensivierungsjahr am G8 soll ebenfalls nicht als Sitzenbleiben zählen.

Münchens OB Christian Ude im Porträt

Für die Abschaffung des Sitzenbleibens in seiner klassischen Form hatte sich vor einem Jahr auch der Bayerische Philologenverband (bpv) ausgesprochen. Die Standesvertretung der Gymnasiallehrer steht den bildungspolitischen Forderungen der SPD ansonsten eher fern.

Prominente Sitzenbleiber

dpa

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Kommentare

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Gast12321.02.2013, 18:40
(1)(0)

Wer das Sitzenbleiben abschaffen will, der möchte sich nur die Gelder für Förderunterricht sparen.

Was ist das denn für ein Ziel, das Ergebnis zu "schönen", indem man das Jahresziel als solches streicht?
Wäre es nicht viel eher sinnvoll das Ergebnis zu verbessern indem man Hilfe erteilt wo sie nötig ist?

Man kann die Schule noch so schönen, irgendwann holt die Schüler die Realität ein - ob beim Eintritt in die nächst höhere Schulform, in der Gesellenprüfung oder beim Numerus Clausus.

Ist das dann gut zukünftig die "Kinder" als junge Erwachsene gegen eine für sie neue Wand rennen zu lassen?

Grenzdebiler Buttonklicker20.02.2013, 12:25Antwort
(0)(0)

Welcher "volkswirtschaftliche Schaden"? Das sind doch Milchmädchenrechnungen.
Als Reaktion auf das G8 (das ja die Schüler schneller an die Uni befördern sollte, damit der "volkswirtschaftliche Schaden", den das G9 erzeugte, verringert wird) nehmen sich mehr Abiturienten denn je (völlig zurecht) eine Auszeit von einem Jahr, bevor sie mit dem Studium oder der Ausbildung beginnen.
Glaubt jemand allen Ernstes, dass wir weniger Steuern zahlen müssten, wenn keine Schüler mehr durchfallen würden? Glaubt jemand allen Ernstes, dass in diesem Falle das eingesparte Geld in sinnvolle Projekte gesteckt würde oder nicht doch wieder in irgendeinem planerischen Unfug versickern würde (Berlin und Stuttgart lassen grüßen)?
Und letztlich: es wäre wünschenwert, wenn das tagtägliche Tun von Kindern und Jugendlichen (und dazu gehört auch gelegentliches Scheitern) nicht als "volkswirtschaftlicher Schaden", sonder als das, was es tatsächlich ist, gesehen würde: sehr menschlich!

iss so19.02.2013, 21:34
(2)(0)

an hausgast,,,,,,,,,,,,,du bist vielleicht ein schlingel,du kleiner KA KA DU!!

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