Merkel: Deutschland muss Integrationsland werden

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    • 10.04.13
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Nicht nur Migration

Merkel: Wir müssen Integrationsland werden

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Nürnberg - Mehr Offenheit gegenüber Zuwanderern fordert Kanzlerin Merkel beim Besuch des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. Die Organisation „Pro Asyl“ reagiert überrascht.

© picture alliance / dpa

Angela Merkel.

Deutschland muss nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Zuwanderer stärker als bisher integrieren. „Es reicht nicht aus, ein Land zu sein mit einer hohen Migrationsquote, sondern wir müssen auch zu einem Integrationsland werden“, sagte Merkel bei einem Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) am Mittwoch in Nürnberg. Integration stärke nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Zunehmende Vielfalt bedeutet auch eine Bereicherung“, unterstrich die Kanzlerin vor mehreren hundert Zuhörern.

Nach ihren Angaben leben derzeit in Deutschland rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. „Für viele der Zuwanderer ist der Aufenthalt in Deutschland kein vorübergehendes Phänomen, wie wir das manchmal glaubten, sondern dauerhafte Realität.“ Die Integrationsanstrengungen müssten daher nach Merkels Einschätzung verstärkt werden. Gute Ansätze sehe sie in den mehr als eine Million Integrationskursen, die das Bundesamt für Migration seit dem Jahr 2005 angeboten habe.

"Augen vor Schwierigkeiten nicht verschließen"

Mit den Integrationsbemühungen müsse sich Deutschland zugleich stärker für Migranten öffnen. Bei der Beurteilung von Migranten dürfe nicht länger die Herkunft eine Rolle spielen. Stattdessen müsse im Vordergrund stehen, welche Erfahrung und welches Wissen sie einbrächten und in welcher Weise Deutschland von ihnen profitieren könne. Bei den Integrationsbemühungen dürften allerdings auch nicht die Augen „vor den Schwierigkeiten verschlossen werden, die sich auf diesem Wege ergeben“, gab Merkel zu bedenken.

Offenheit gegenüber qualifizierten Zuwandern sei auch schon wegen des demografischen Wandels in Deutschland erforderlich: „Wir werden weniger, wir werden älter und die Bevölkerungsstruktur wird vielfältiger werden“, prognostizierte die Kanzlerin. Merkel sieht daher auch Unternehmen im Umgang mit ausländischen Stellenbewerbern verstärkt in der Verantwortung.

"Pro Asyl" von Merkels Äußerungen überrascht

Mit Überraschung reagierte die Flüchtlingshilfsorganisation „Pro Asyl“ auf Merkels Forderung, Deutschland zu einem Integrationsland zu machen. Während Merkel Zuwanderern die Hand reiche, beende Merkels Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gerade die Integrationsprojekte für Flüchtlinge mit unsicherem Aufenthaltsstatus, kritisierte die Organisation.

Die Nürnberger Bundesbehörde war im Jahr 1953 mit der Übernahme der Genfer Flüchtlingskonvention gegründet worden. 1965 war sie zunächst in „Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge“ umbenannt worden. Inzwischen firmiert die Bundesbehörde mit verändertem Aufgabenspektrum als Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Sie ist inzwischen auch für die Integration von ausländischen Zuwanderern zuständig.

dpa

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Kommentare

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Beisshase15.05.2013, 03:32Antwort
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Na ja, was Sie sagen kann aber nicht stimmen.
Wir haben nicht unbegrenzt Geld und je mehr an der begrenzten Kasse fressen, desto weniger gibts für jeden.
Nun sind das aber Kassen, die von Deutschen gefüllt wurden und daher gerechterweise auch nur Deutschen und ausländischen Einzahlern zustehen dürfen.

Und kommen Sie nun nicht mit irgendeiner abstrakten Rassismus-Konstruktion, sonst dürfen Sie mir -rhetorisch selbstverständlich- gerne Ihre Adresse geben, damit ich Sie in aller Freundschaft besuchen komme, meine Familie mitbringe, Ihren Kühlschrank leere, mir Ihre Scheckkarte kralle und Ihre Wohnung okkupiere.
Sie wollen mich ja keinesfalls pöhse "ausgrenzen" oder ungleich zu Ihrer Familie behandeln, nicht wahr?

Blasius23.04.2013, 00:34
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Steigen od. fallen durch Zuwanderung eigentlich die Mieten u. Immobilienpreise ?

Blasius23.04.2013, 00:27Antwort
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na zumindest USA u. Frankreich stehen vor dem finanziellen Bankrott. Frankreich bald, wenn es von den Ratingagenturen abgestuft wird u.höhere Zinsen zahlen muss. Dann ist auch der Euro vor dem Aus.
Mit den USA geht es ab Anfang Juni zu Ende, wenn die Republikaner eine Erhöhung des Staatsdefizits blockieren um Obamas Schuldenpolitik zu stoppen.

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