Mehrere hundert Kunstgegenstände aus der Nazi-Zeit werden auch heute noch bundesweit in Museen ausgestellt. Einige davon gingen nach dem Krieg aber auch an Bundesdienststellen. So kam es auch, dass ein Wandteppich, der einst einer der einflussreichsten Nazi-Größe, nämlich "Reichsmarschall" Hermann Göring (unter anderem Oberbefehlshaber der Luftwaffe) gehörte, jahrzehntelang im Kanzleramt hing - ohne dass ihm jemand besondere Beachtung geschenkt hätte. Über seine Herkunft hatte sich offenbar niemand Gedanken gemacht, denn erst ein Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" brachte dies nun ans Licht.
Nun soll der Teppich laut dailymail.co.uk bis Ende der Woche entfernt werden. Ein zweiter seiner Art - ebenfalls aus der Sammlung Göring - wurde außerdem im Gästehaus der Bundesregierung auf dem Petersberg bei Bonn entdeckt. Er wird dort vermutlich auch nicht mehr lange hängen.
Einige von Merkels Vorgängern im Kanzleramt hatten übrigens mit einer Hinterlassenschaft Görings weniger Probleme. So wurde der frühere Sonderzug des "Reichsmarschalls" häufig von den CDU-Kanzlern Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger sowie von SPD-Kanzler Willy Brandt genutzt - unter anderem für Wahlkampf-Touren. Heute Steht der Göring-Sonderzug als prominentes Ausstellungsstück im Haus der Geschichte in Bonn
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© dpa"Reichsmarschall" Hermann Göring war eine der einflussreichsten Nazi-Größen.












