Nordkorea erklärt Kriegszustand mit Südkorea

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9wb2xpdGlrL25vcmRrb3JlYS1lcmtsYWVydC1rcmllZ3N6dXN0YW5kLXpyLTI4Mjc2MjkuaHRtbA==2827629Nordkorea erklärt "Kriegszustand"0true
    • 30.03.13
    • Politik
    • 67
    • Drucken
Lage in Fernost eskaliert

Nordkorea erklärt "Kriegszustand"

    • recommendbutton_count100
    • 2

Seoul - Nordkorea heizt die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter an: Regierung und Kommunistische Partei verkündeten in einer Erklärung, ihr Land sei in den Kriegszustand mit Südkorea eingetreten.

Nordkorea

© picture-alliance/ dpa

Nordkorea heizt die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel weiter an: Regierung, Kommunistische Partei und Organisationen erklärten in einer gemeinsamen Erklärung, ihr Land sei in den Kriegszustand mit Südkorea eingetreten.

Alle Angelegenheiten zwischen beiden Seiten würden von nun nach dem Kriegsprotokoll behandelt. Auf jegliche Provokationen der USA und Südkorea werde ohne Vorwarnung reagiert. Der Koreakrieg wurde 1953 nur mit einem Waffenstillstand beendet, zu einem Friedensschluss kam es bis heute nicht.

Pjöngjang hat mit kriegerischer Rhetorik auf UN-Sanktionen reagiert, die nach seinem Atomwaffentest am 12. Februar verhängt worden waren. So wurde bereits der Waffenstillstand aufgekündigt und der nordkoreanische Führer Kim Jong Un versetzte in dieser Woche seine Truppen wegen gemeinsamer Manöver der USA und Südkoreas in höchste Alarmbereitschaft. Nach einem Übungsflug von atomwaffenfähigen B-2-Tarnkappenbombern nach Südkorea drohte er mit Raketenangriffen auf Seoul und Washington.

Lesen Sie auch: Westerwelle warnt vor "Spiel mit dem Feuer"

Seine Truppen seien bereit, „Rechnungen mit den USA zu begleichen“, erklärte Kim. Staatsmedien veröffentlichten später ein Foto von Kim und seinen Generalen, das sie beim Studieren einer Karte mit möglichen Zielen in den USA zeigten. Die Karte hatte den Titel „Angriffsplan für das US-Festland“.

Südkorea erklärte zu Pjöngjangs Bekräftigung des Kriegszustands, das sei nichts Neues. Es handele sich um eine Fortschreibung von Kims Reaktionen auf die amerikanisch-südkoreanischen Manöver, teilte das Wiedervereinigungsministerium in Seoul mit. Beobachter vermuten, Nordkorea wolle die USA mit seinen Kriegsdrohungen an den Verhandlungstisch zwingen, ein Krieg sei unwahrscheinlich und selbstmörderisch für Pjöngjang. Angesichts der aufgeheizten Atmosphäre könnte es aber durchaus dennoch zu einem begrenzten militärischen Zwischenfall kommen.

Nach Angaben der südkoreanischen Regierung konnten südkoreanische Arbeiter auch am Samstag wie gewohnt in die gemeinsame Wirtschaftszone Kaesong in Nordkorea einreisen. Die Fabriken in dem nordkoreanischen Industriepark werden von südkoreanische n Unternehmen finanziert. Der Einsatz der B-2-Tarnkappenbomber bei einem Manöver mit südkoreanischen Streitkräften hat die USA 2,1 Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro gekostet. Das gab die US-Luftwaffe am Freitag bekannt. Angesichts immer kriegerischer werdender Töne aus Nordkorea war die B-2-Mission am Donnerstag von Beobachtern in der Region als amerikanische Demonstration der Stärke aufgefasst worden.

AP

zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
Ramadama04.04.2013, 12:01Antwort
(0)(0)

ich dachte Cashmere sei ne Frau und kein Mops

Ramadama04.04.2013, 12:00Antwort
(0)(0)

Ja, es ist schon immer ziemlich relativ, wer was wann als Bedrohung definiert und für sich das Recht auf einen Präventivschlag anmeldet. Es ist auch immer interessant zu sehen, wer für sich das Recht auf die Atombombe reklamiert und es anderen verwehrt. ja, ja, die subjektive Sichtweise und das sich versetzen in den jeweils anderen ist schon eine Kunst.

Gast31.03.2013, 12:20Antwort
(0)(0)

Feind, Todfeind, EU-Freund, das wäre mit Kim sicherlich nicht so!

Alle Kommentare anzeigen

Aktuelle Fotostrecken

Rangliste: Deutschlands meistverkaufte Biermarken

weitere Fotostrecken:
Newsletter

Meist kommentierte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Themen
Ukraine

Säbelrasseln im Ukraine-Konflikt

Kiew - Die Drohungen sind unüberhörbar. Russlands Außenminister Lawrow wirft den USA vor, die ukrainische Regierung zu steuern. Sein US-Kollege Kerry spricht Moskau die Glaubwürdigkeit ab. Frank-Walter Steinmeier warnt: „Die Uhr tickt.“Mehr...

Obama, Merkel, Hollande

Obama will von Europäern Abgrenzung von Moskau

Brüssel/Sewastopol  - Die USA und die EU sind in der Krim-Krise zusammengerückt. Jetzt verlangt Barack Obama, die Europäer müssten mehr Energie selbst fördern und mehr fürs Militär tun.Mehr...

Wirtschaft

Öko-Test: Viele Speiseöle mit Pestiziden belastet

Öko-Test: Viele Speiseöle mit Pestiziden belastet

Berlin - Erschreckendes Ergebnis von "Öko-Test": Wie die Zeitschrift berichtet, sind viele hochwertige Speiseöle mit Pestiziden oder Weichmachern belastet.Mehr...

Hartz-IV: Was sich durch die geplanten Reformen ändern soll

Hartz-IV: Das soll sich ändern

Nürnberg/Berlin - Hartz-IV soll reformiert werden. Die Vorschläge einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe dafür liegen bereits auf dem Tisch. Die wichtigsten geplanten Änderungen im Überblick.Mehr...

Deutsche Wirtschaft trotzt Ukraine-Krise

Deutsche Wirtschaft trotzt Ukraine-Krise

München - Die deutsche Wirtschaft lässt sich von der Krise in der Ukraine nicht verunsichern. Die Stimmung der deutschen Unternehmen verbesserte sich trotz der Spannungen mit Russland überraschend wieder.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.