Nordkorea: Kim Jong Un mit Raketendrohung gegen USA und Massenkundgebung

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9wb2xpdGlrL25vcmRrb3JlYS1qb25nLXJha2V0ZW5kcm9odW5nLWdlZ2VuLW1hc3Nlbmt1bmRnZWJ1bmctenItMjgyNjAxMy5odG1s2826013Kim: "Zeit ist reif, um Rechnung zu begleichen"0true
    • 29.03.13
    • Politik
    • Drucken
Raketendrohung und Massenkundgebung

Kim: "Zeit ist reif, um Rechnung zu begleichen"

    • recommendbutton_count100
    • 1

Pjöngjang - Nordkorea hat seine Kriegsrhetorik noch einmal gesteigert: Diktator Kim Jong Un drohte, die "offene Rechnung" mit den USA nun begleichen zu wollen und heizte sein Volk bei einer Massenkundgebung an.

© dpa

Nordkoreas Diktator Kim Jong UN

Als Reaktion auf neue Übungsflüge kernwaffentauglicher US-Bomber in Südkorea hat das kommunistische Nordkorea seine Atomkriegsdrohungen verschärft. Machthaber Kim Jong Un habe in einer nächtlichen Dringlichkeitssitzung mit Spitzen der Armee den Befehl erteilt, die strategische Raketeneinheiten in Angriffsbereitschaft zu versetzen, berichteten die Staatsmedien des Landes am Freitag. Die Raketen sollten im Fall einer "rücksichtslosen Provokation jederzeit" abgefeuert werden können, um das Festland der USA, deren Militärstützpunkte auf Hawaii, Guam und andere Gebiete im Pazifik sowie Ziele in Südkorea zu treffen.

© APNordkoreaner marschieren bei der Massenkundgebung in Reih und Glied

Erneut unterstellte Pjöngjang den USA, einen Nuklearkrieg vorzubereiten. Mit den Flügen von B-2-Langstreckenbombern über Südkorea wollten die USA ein entsprechendes Ultimatum setzen. Das sei keine militärische Machtdemonstration mehr. Der B-2-Einsatz bedeute den Beginn einer „rücksichtslosen Phase, die über die Phase der Drohung und Erpressung hinausgeht“. Nach dem Urteil Kim Jong Uns sei deshalb die „Zeit gekommen, mit den US-Imperialisten eine Rechnung zu begleichen“, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Kurz nach dieser Ankündigung fand in Pjöngjang eine Massenkundgebung statt, bei der Tausende Slogans wie „Tod den US-Imperialisten“ und „Fegt die US-Aggressoren hinweg“ riefen.

Russland warnte vor „militärischen Muskelspielen“ auf der Halbinsel. Die Lage könne außer Kontrolle geraten, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Mit Sorge sehe Russland die militärischen Handlungen in der Region. „Das führt zu einem Teufelkreis“, sagte Lawrow. Die Spannungen dürften nicht dazu genutzt werden, geopolitische Fragen in der Region mit Kriegsmitteln zu lösen.

Raketeneinheiten seit Dienstag in "höchster Alarmbereitschaft"

Begleitetet von neuen Angriffsdrohungen gegen die USA und Südkorea hatte dass oberste Truppenkommando des Nordkoreas bereits am Dienstag erklärt, alle Feldartillerie- und strategischen Raketeneinheiten seien in „höchste Alarmbereitschaft“ versetzt worden.

Das Land verfügt nach Meinung von Experten nicht über die Kapazitäten für einen direkten Atomangriff auf die USA. Doch befürchten Südkorea und die USA, Nordkorea könne andere militärische Provokationen unternehmen. Vor einer Woche hatten beide Verbündete einen Einsatzplan für den Fall jeder Art von Provokationen durch Nordkorea unterzeichnet.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar deutlich verschärft. Angesichts der Ausweitung von UN-Sanktionen wegen des Tests und der jährlichen amerikanisch-südkoreanischen Militärübungen hatte Nordkorea einen Nichtangriffspakt mit Südkorea für ungültig erklärt.

So inszeniert sich Bubi-Diktator Kim Jong Un

Am Donnerstag hatten zwei Tarnkappenbomber der Typs B-2 Spirit der US-Luftwaffe Angriffsflüge in Südkorea geübt. Die Bomber hätten auf dem Weg von Missouri nach Südkorea und zurück über 10.000 Kilometer zurückgelegt, hatte die US-Armee erklärt. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte am Donnerstag, die Aktion mit den B-2-Bombern sei Teil einer gewöhnlichen Übung und sei nicht als Provokation gegen Nordkorea gedacht. Die kriegerische Rhetorik der Führung in Pjöngjang erhöhe die Gefahr in der Region und die USA „müssen diese Tatsache sehen“. Nordkoreas Verhalten sei sehr gefährlich. Bereits zuvor hatten amerikanische B-52-Langstreckenbomber an den Übungen in Südkorea teilgenommen. Nordkorea fühlt sich durch diese Flüge provoziert.

Die gemeinsame Militärübung mit Südkorea diene der Verteidigung, hatte das Weiße Haus am Donnerstag bekräftigt. Die USA stünden „Schulter an Schulter mit unseren Verbündeten in Südkorea“. Zu Gesprächen über den Konflikt mit Nordkorea reist US-Außenminister John Kerry nach Angaben seiner Behörde übernächste Woche nach Seoul, Tokio und Peking.

dpa

zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
Leader04.04.2013, 18:44
(0)(0)

Der Kerl ist scheinbar etwas lebensmüde. Der Ami macht Nordkorea dem Erdboden gleich wenn da eine Rakete rüberkommen sollte.Unglaublich,aber die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Irgendwann kommt irgendwo auf dieser Welt wieder so ein "Führer" an die Macht.Und das dumme Volk rennt ihm bis zum endgültigen Untergang treu nach.

Ramadama04.04.2013, 10:14
(0)(0)

Der hat einfach nicht alle Kugeln am Baum.

Ramadama02.04.2013, 12:57Antwort
(0)(0)

Die entertaste ist immer so nah :-). Es fehlt hier im Forum eine komfortable Korrekturoption

Alle Kommentare anzeigen

Ort des Geschehens

38.9613433,125.8279959

Karte wird geladen... Karte wird geladen - Downloadanzeige

Aktuelle Fotostrecken

Europa-Asien-Gipfel: Merkel trifft Putin

weitere Fotostrecken:
Newsletter

Meist kommentierte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Themen
Ebola, Flugzeug

Regierung lässt Ebola-Flugzeug entwickeln

Berlin - Die Bundesregierung hat die Lufthansa beauftragt, mehrere Flugzeuge für den Transport von schwer erkrankten Ebola-Patienten auszustatten. Sie sollen bis Mitte November zur Verfügung stehen.Mehr...

CSU Dagmar Wöhrl Flüchtlinge

Wöhrl (CSU) will Flüchtlinge in Privathaushalten

München - CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl hat sich für eine Unterbringung von Flüchtlingen in Privathaushalten ausgesprochen. Aber sie betont: Nur auf freiwilliger Basis!Mehr...

Wirtschaft

Pilotenstreik bei der Lufthansa: deutschlandweit Flüge betroffen

Erneuter Pilotenstreik bei Lufthansa

Frankfurt/Main - Nach den Bahn-Reisenden müssen sich zum Wochenbeginn auch wieder die Lufthansa-Passagiere auf Ausfälle und Behinderungen einstellen.Mehr...

GDL: Keine Unstimmigkeiten bei Urabstimmung

GDL: Keine Unstimmigkeiten bei Urabstimmung

Frankfurt/Berlin - "Rechtens und absolut wasserdicht": Die Lokführergewerkschaft GDL hat den Vorwurf von Unstimmigkeiten bei der Urabstimmung zum laufenden Streik zurückgewiesen.Mehr...

#Bahnstreik: Die Reaktionen bei Twitter

#Bahnstreik: Die besten Twitter-Reaktionen

Berlin - Während sich auf den Gleisen in ganz Deutschland am Samstag kaum etwas bewegt, streiten Bahn und GDL weiter. Bei Twitter sorgen frustrierte Reisende derweil für Unterhaltung beim Warten.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.