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Helmut Schmidt bekommt Gegenwind aus der eigenen Partei.

SPDler warnen vor Zigarettenindustrie

Schmidt wird aus eigenen Reihen kritisiert

Berlin - Als notorischer Talkshow-Raucher hat SPD-Altkanzler Helmut Schmidt in der eigenen Partei nicht nur Fans - wie die Kritik von zwei Parlamentariern zeigt.

Der Bundestagsabgeordnete Lothar Binding verurteilte in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, „wie tief die Tabaklobby in die Politik eingedrungen“ sei. Auch die „Raucherikone“ Schmidt müsse achtgeben, „dass er sich nicht zum Botschafter der Tabaklobby machen lässt“, sagte Binding.

Die Vorsitzende des Gesundheitsausschuss im Bundestag, Carola Reimann (SPD), äußerte sich besorgt über zu viel Nähe ihrer Partei zur Zigarettenindustrie. „Wir setzen uns für den Nichtraucherschutz ein, und gleichzeitig schalten Tabakhersteller in Parteizeitungen Anzeigen. Das passt nicht zusammen“, sagte sie der Sonntagszeitung. Sie schreibe deswegen regelmäßig an das SPD-Blatt „Vorwärts“, in dem solche Anzeigen erschienen.

Binding kritisierte auch den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, weil dieser Denkmuster der Tabakindustrie verbreite, wenn er Witze über das Rauchen mache und Menthol-Zigaretten „Gesundheitszigaretten“ nenne wie kürzlich auf dem SPD-Bundesparteitag.

dpa

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