Steinbrück und Gabriel nach Spannungen in der SPD: Keine politischen Masochisten

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9wb2xpdGlrL3N0ZWluYnJ1ZWNrLWdhYnJpZWwtbmFjaC1zcGFubnVuZ2VuLXNwZC1rZWluZS1wb2xpdGlzY2hlbi1tYXNvY2hpc3Rlbi16ci0yOTY5MjkxLmh0bWw=2969291Steinbrück und Gabriel: Keine Masochisten0true
    • 22.06.13
    • Politik
    • Drucken
Es gibt keine Querelen mehr

Steinbrück und Gabriel: Keine Masochisten

    • recommendbutton_count100
    • 0

Berlin - SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück demonstrieren sich entgegen aller Gerüchte als starkes Team. Schließlich seien sie keine "politischen Masochisten".

Gabriel Steinbrück

© dpa

SPD-Parteichef Sigmar Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück

Nach den jüngst offen zutage getretenen Spannungen in der SPD-Führung haben Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel ihren Willen zur Teamarbeit bekräftigt. „Wir sind doch keine politischen Masochisten. Natürlich achten wir in den kommenden Wochen noch mehr darauf, dass es keine Irritationen mehr gibt“, sagte Steinbrück in einem gemeinsamen Interview der „Bild“-Zeitung (Samstag). Ex-Justizministerin Brigitte Zypries als Mitglied von Steinbrücks Wahlkampfteam beklagte eine Negativkampagne der deutschen Medien gegen den Kanzlerkandidaten.

Steinbrück hatte in einem „Spiegel“-Interview auch von Gabriel öffentlich Loyalität eingefordert. Dies war als Zeichen starker Spannungen gedeutet worden. Unmittelbar darauf hatte die Parteiführung die Differenzen aber für ausgeräumt erklärt. In Umfragen kommt die SPD maximal auf 28 Prozent, zu wenig für die erklärte Wunschkoalition Rot-Grün.

Gabriel: "Steinbrück einer der ehrlichsten Menschen"

Der Kanzlerkandidat will seine Forderung nach Loyalität auch von Parteichef Gabriel als einen Weckruf an die gesamte Partei verstanden wissen. „In den letzten drei Monaten vor der Wahl müssen sich alle hinter der Kampagne und dem Kanzlerkandidaten versammeln. Alle“, bekräftigte er.

Zu den Querelen vom vergangenen Wochenende sagte SPD-Chef Gabriel, in aufgeregten und anstrengenden Zeiten könne es „auch mal rumpeln“. Mit Steinbrück könne man sich aber streiten, ohne dass etwas zurück bleibe. „Er ist zwar manchmal ein bisschen stur, aber auch einer der ehrlichsten Menschen, die ich in der Politik getroffen habe.“

Die SPD-Politikerin Zypries sagte dem Magaazin „Focus“: „Peer Steinbrück kommt überall gut an, wo er direkt mit Leuten in Kontakt tritt. Aber die Medien haben sich jetzt nun einmal auf ihn eingeschossen.“ Ihr Wahlkampfteam-Kollege, Matthias Machnig, mahnte mehr Disziplin vor allem bei den „Umfeldern“ der Spitzenleute an, die Medien bestimmte Interpretationen andienen. „Das Beste wäre, die sogenannten Umfelder würden bis zur Wahl einfach mal schweigen“, sagte Machnig, der Wirtschaftsminister in Thüringen und im Steinbrück-Team für Energie und Umwelt zuständig ist, der Deutschen Presse-Agentur.

Baden-Württembergs SPD-Innenminister Reinhold Gall konstatierte dagegen im „Focus““: „Was die Vermarktung betrifft, besteht bis zur Bundestagswahl riesiger Verbesserungs- und Nachholbedarf.“

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier erklärte Merkels Sparpolitik in der Euro-Krise für gescheitert. „Der Schuldenstand in Europa ist höher als vor drei Jahren“, sagte er der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). Ohne das Einschreiten der Europäischen Zentralbank (EZB) wäre Merkels Philosophie schon am Ende. Wenn die europäischen Staaten gleichzeitig kürzten, führe das in die Rezession.

dpa

zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
Wadlbeissa23.06.2013, 01:47
(0)(0)

Nein Masochisten sind anders! Die zwei sind einfach Witzfiguren!

DIHK- und vdL-Kritiker22.06.2013, 14:20Antwort
(1)(0)

Ich wünschte Sie hätten recht. Aber, die pauschale diskriminierende Unterstellung an die Migranten kam täglich von der SPD bei der Betreuungsgelddiskussion. Genau das war ja das SPD-Argument: Migrant-Betreuungsgeld-Keine Kita-Keine Sprachkenntnisse-Schlechte Schulnoten-Verdummung-Untergang Deutschlands-Untergang Europas! Und das alles immer dann, wenn sich die Migranten-Eltern um ihren Nachwuchs selbst kümmern und nicht der deutsche Kita-Staat. Unverschämt so etwas, ja sadistisch, aufgrund der Penetranz und Häufigkeit.

Cashmere22.06.2013, 14:05Antwort
(1)(0)

schade, - ich kenne persönlich keine(n) sozialdemokratische(n) Wähler(in), der/die "seine/ihre Seele noch nicht verkauft" hat. Ich würde ihn/sie sonst liebend gerne fragen, ob er/sie sich von den "politischen Sadisten gequält" oder vergewaltigt vorkommt. **breitgrins**
und die "pauschale Unterstellung" an die Migranten, "sie könnten sich nicht angemessen um ihre kleinen Kinder kümmern" dürfte (schon aus ideologischen Gründen) wohl eher aus der christlich-sozialen Ecke kommen, denn von den Sozialdemokraten.
aber Respekt, - als Rhetoriker sind Sie Spitze.

Alle Kommentare anzeigen

Aktuelle Fotostrecken

John Kerry erinnert sich an Besuch in Ost-Berlin

kerry-berlin-besuch-dpa-afp
weitere Fotostrecken:
Newsletter

Meist kommentierte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Themen
Ebola, Flugzeug

Regierung lässt Ebola-Flugzeug entwickeln

Berlin - Die Bundesregierung hat die Lufthansa beauftragt, mehrere Flugzeuge für den Transport von schwer erkrankten Ebola-Patienten auszustatten. Sie sollen bis Mitte November zur Verfügung stehen.Mehr...

CSU Dagmar Wöhrl Flüchtlinge

Wöhrl (CSU) will Flüchtlinge in Privathaushalten

München - CSU-Politikerin Dagmar Wöhrl hat sich für eine Unterbringung von Flüchtlingen in Privathaushalten ausgesprochen. Aber sie betont: Nur auf freiwilliger Basis!Mehr...

Wirtschaft

Nach Tod des Vorgängers: Patrick Pouyanné wird neuer Total-Chef

Patrick Pouyanné wird neuer Total-Chef

Paris - Nach dem Unfalltod des Total-Direktors de Margerie setzt der Ölkonzern erst einmal auf ein Führungstandem. An die Spitze rückt Raffinerie-Direktor Pouyanné. Bis Ende 2015 steht ihm Ex-Chef Desmarest zur Seite.Mehr...

Bericht: Elf Banken sollen Stresstest nicht bestanden haben

Elf Banken bei Stresstest durchgefallen

Madrid/Frankfurt/Main - Sind Europas Finanzhäuser ausreichend vor Krisen gewappnet? Am Sonntag wollen die Bankaufseher die Ergebnisse ihrer Untersuchungen veröffentlichen. Doch die Gerüchteküche beginnt bereits zu brodeln.Mehr...

Daimler sichert sich durch Tesla-Ausstieg finanziellen Spielraum

Daimler steigt bei Tesla aus

Stuttgart/Palo Alto - Schon zu Startup-Zeiten stieg der Autobauer Daimler beim US-Elektropionier Tesla ein. Nun trennen sich die Schwaben von ihrer Beteiligung - und erhöhen damit ihren finanziellen Spielraum.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.