Syrien: Rebellen erhalten morderne Waffen

    • aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy9wb2xpdGlrL3N5cmllbi1yZWJlbGxlbi1lcmhhbHRlbi1tb3JkZXJuZS13YWZmZW4tenItMjk2OTI2My5odG1s2969263US-Armee bildet syrische Rebellen aus0true
    • 22.06.13
    • Politik
    • 11
    • Drucken
Deutschland will Hilfe leisten

US-Armee bildet syrische Rebellen aus

    • recommendbutton_count100
    • 0

Damaskus - Die USA haben damit begonnen, in Jordanien 5000 Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) für den Kampf gegen das Assad-Regime auszubilden.

Die Staaten der Kontaktgruppe der Freunde Syriens wollen den Regimegegnern helfen - einige mit Waffen, andere wie Deutschland mit humanitärer Unterstützung. Die USA haben bereits damit begonnen, in Jordanien 5000 Rebellen der Freien Syrischen Armee (FSA) für den Kampf gegen das Assad-Regime auszubilden. Jordanische Militärs erklärten am Samstag, das seit dem vergangenen Jahr laufende Ausbildungsprogramm sei zuletzt erheblich ausgeweitet worden. Anfangs habe man den Rebellen nur beigebracht, wie man chemische Waffen entdecke und sichere. Inzwischen lernten sie auch, wie man Luftabwehrwaffen und panzerbrechende Raketen bediene.

Die US-Führung hatte Mitte Juni eine umfangreiche militärische Unterstützung für die syrische Opposition verkündet. Zuvor seien letzte Zweifel am Giftgas-Einsatz durch Regierungstruppen ausgeräumt worden. Militärisch waren die Rebellen zuletzt im Kampf gegen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad in die Defensive geraten.

Bei einem Treffen in Katar bekannte sich die Kontaktgruppe der Freunde Syriens am Samstag dazu, vor der geplanten Friedenskonferenz in Genf die Position der Rebellen deutlich zu stärken. Auch Deutschland will die gemäßigte syrische Opposition weiter unterstützen, allerdings nicht mit militärischen Mitteln.

In der Abschlusserklärung hieß es dazu, die Opposition müsse dringend alles nötige an Ausrüstung erhalten, um sich gegen die brutalen Angriffe des Regimes und dessen Verbündeten zur Wehr setzen zu können. Dies solle von jedem Geberland auf seine Weise erfolgen. Sämtliche militärische Unterstützung müsse über den Militärrat der syrischen Opposition laufen.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte am Samstag nach einem Treffen der Kernstaaten der Kontaktgruppe, man sei überein gekommen, die Bemühungen zugunsten der Opposition erheblich auszuweiten. „Das wird auf unterschiedliche Weise geschehen. Wir sind aber alle der Überzeugung, dass eine politische Lösung notwendig ist.“

US-Außenminister John Kerry betonte, er hoffe auf eine Verhandlungslösung, obwohl Syriens Präsident Assad auf die Einladung zu der Konferenz mit einer militärischen Offensive geantwortet habe. Assads Verbündeter Russland gehört nicht zur Syrien-Kontaktgruppe.

Kein westlicher Staat will seine Soldaten in die syrischen Konfliktgebiete schicken. Deshalb bemühen sich die USA, diejenigen Rebellenbrigaden zu stärken, die keine islamistische Agenda haben.

Die Rebellen sollten in die Lage versetzt werden, selbst eine „Flugverbotszone“ und „Pufferzonen“ entlang der jordanisch-syrischen Grenze zu verteidigen, sagte ein jordanischer Armeeangehöriger. Im Zusammenhang mit dieser Strategie dürfte auch die Stationierung von F-16-Kampfjets und Patriot-Luftabwehrraketen in Jordanien zu sehen sein. Aus dem Pentagon hatte es am vergangenen Wochenende geheißen, man habe nach einem internationalen Manöver in Jordanien auf jordanischen Wunsch hin beschlossen, einige Kampfflugzeuge und Patriot-Raketen in dem Wüstenstaat zu belassen.

Nach Angaben eines jordanischen Militärs hat Washington, um das Ausbildungsprogramm für die FSA auszuweiten, in der vergangenen Woche rund 2000 zusätzliche Berater und Ausbilder nach Jordanien geschickt. Das Weiße Haus hatte zu einem Bericht der „Los Angeles Times“ über die militärische Ausbildung von Rebellen durch das US-Militär in Jordanien am Freitag nur erklärt: „Wir haben unsere Unterstützung verstärkt.“ Der jordanische Regierungssprecher Mohammed al-Momani wies den Bericht auf Anfrage lokaler Medien gar als falsch zurück.

Für die von Russland und den USA geplante Friedenskonferenz in Genf gibt es noch keinen Termin und auch keine Teilnehmerliste. Das Regime in Damaskus hat seine Teilnahme angekündigt, gleichzeitig aber betont, Assad denke nicht an Rücktritt. Die Rebellen haben ihre Teilnahme an Bedingungen geknüpft, darunter der Rückzug der für Assad kämpfenden Hisbollah-Kämpfer aus Syrien.

dpa

Rubriklistenbild: © AP (Symbolbild)

zurück zur Übersicht: Politik

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
gutgläubiges Deppentum23.06.2013, 10:46Antwort
(0)(0)

Wie soll denn sonst das US-Rüstungsgeschäft laufen?
Schon wieder vergessen, dass 1932 z. B. der Herr H. maximal 5 Millionen von der heimischen Industrie, weit über 40 Millionen aber von französischen und britischen Rüstungsfirmen kassiert hat zwecks an die Macht zu kommen? Und da ist Warburg & Co. noch gar nicht genannt!

Gast23.06.2013, 10:39Antwort
(0)(0)

Deren Rolle ist ja auch Kanonenfutter!

so schauts aus23.06.2013, 10:37Antwort
(0)(0)

Es soll offensichtlich unter der Scharia ein homogener arabischer Raum vereinigt werden, bereit zum finalen Endkampf!
Wenn man alle vereint alle auf einmal erledigen kann ....

Alle Kommentare anzeigen

Aktuelle Fotostrecken

Peter Scholl-Latour (†90): Bilder aus seinem Leben

weitere Fotostrecken:
Newsletter

Meist kommentierte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Themen

Ukraine greift russischen Konvoi an

Kiew - Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Petro Poroschenko russische Militärfahrzeuge auf ihrem Staatsgebiet zerstört. Moskau bestreitet das jedoch.Mehr...

Außenminister Frank-Walter Steinmeier 

Russland: EU Mitschuld an Ukraine-Gemetzel

Moskau/Brüssel - Russland hat der EU eine Mitverantwortung am Blutvergießen in der Ostukraine gegeben. Derweil sieht Außenminister Frank-Walter Steinmeier das Vertrauen zu Moskau schwer beschädigt. Mehr...

Wirtschaft

Nürburgring: Käufer Capricorn will nicht zahlen

Nürburgring: Käufer will nicht zahlen

Nürburg - 77 Millionen Euro soll Capricorn für den Nürburgring hinlegen, nur 5 Millionen sind geflossen. Die Zahlung einer Rate wurde verschoben. Hintergrund ist eine ausstehende Entscheidung der EU.Mehr...

Steve Ballmer kehrt Microsoft endgültig den Rücken

Ballmer kehrt Microsoft endgültig den Rücken

Redmond - Eine Ära geht zu Ende - Steve Ballmer verlässt Microsoft. Er war der erste Angestellte und lange Zeit der Chef. Jetzt gehen Ballmer und Microsoft getrennte Wege.Mehr...

Britische Bank: Standard Chartered: 300 Millionen Dollar Strafe 

Standard Chartered: 300 Millionen Dollar Strafe 

London - Die britische Bank Standard Chartered muss eine Strafe in Höhe von 300 Millionen Dollar zahlen, weil sie eigene Regeln im Kampf gegen Geldwäsche nicht befolgte.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.