Syrien: UN-Gesandter Brahimi macht kaum Fortschritte

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    • 25.12.12
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Russland warnt Damaskus

Syrien: UN-Gesandter macht kaum Fortschritte

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Beirut - Der UN-Sondergesandte Lakhdar Brahimi hat bei seinen jüngsten Vermittlungsgesprächen in Syrien offenbar kaum Fortschritte erzielen können.

© dapd

Lakhdar Brahimi (li.) traf sich in Damaskus mit Baschar al Assad.

„Die Lage in Syrien ist noch immer Besorgnis erregend und wir hoffen, dass alle Parteien eine Lösung anstreben, die das syrische Volk so sehnlich wünscht“, sagte Brahimi nach einem Treffen mit Präsident Baschar al Assad am Montag. Unterdessen meldeten Aktivisten aus dem ganzen Land erneut schwere Gefechte zwischen den Regierungstruppen und Aufständischen.

Nach einem Gespräch mit Assad in Damaskus sagte Brahimi, beide hätten mögliche Maßnahmen zur Beilegung der Krise diskutiert. Assad sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur SANA, seine Regierung unterstütze alle Bemühungen, die die Souveränität und Unabhängigkeit Syriens schützten. Russland warnte Syrien unterdessen vor einem möglichen Einsatz von Chemiewaffen.

Brahimi sagte, er hoffe, dass sich Regierung und Opposition auf einen Ausweg einigen würden. Bislang habe es wenig Fortschritte bei der Suche nach einer Lösung gegeben. Es war sein dritter Besuch in Damaskus, seit er im September zum Sondergesandten der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga ernannt worden war. Das Blutvergießen geht seither unvermindert weiter.

Aufständische sollen nach Einatmen von weißem Rauch gestorben sein

Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete unter Berufung auf Aktivisten, in Homs seien sechs Aufständische ums Leben gekommen, nachdem sie bei einem Angriff weißen Rauch eingeatmet hatten. Amateurvideos zeigten Männer im Krankenhaus, die unter Atemproblemen litten. Einige husteten stark.

Der Rauch habe nach Salzsäure gerochen, er habe nicht mehr atmen können, sagte einer der Männer, der als Aufständischer bezeichnet wurde. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdul Rahman, forderte eine internationale Untersuchung der bei dem Angriff verwendeten Munition.

In der Provinz Hama rückten Rebellen nach Angaben der Beobachtungsstelle in die vor allem von Alawiten bewohnte Ortschaft Maan ein. Über einer Polizeiwache hätten die Kämpfer die Flagge der Opposition gehisst, sagte der Aktivist Musab Alhamadi via Skype. Auch Präsident Assad und ein Großteil seiner engsten Vertrauten gehören der schiitischen Gruppe der Alawiten an, während es sich bei den meisten Aufständischen um Sunniten handelt.

Bei den Gefechten in und rund um Maan seien am Montag mindestens 20 Soldaten und elf Rebellen getötet worden, teilte die Beobachtungsstelle mit. In der Nähe der Ortschaft hätten die Aufständischen ein Kampfflugzeug vom Typ MiG abgeschossen. Unterdessen griffen Hubschrauber der Streitkräfte nach Angaben der Beobachtungsstelle die Ortschaft Talbise in der Provinz Homs an. Dabei seien mindestens 14 Menschen getötet worden.

Russland warnt vor Patriot-Stationierung

Russland machte derweil deutlich, dass es die syrische Regierung nicht um jeden Preis unterstützt. Außenminister Sergej Lawrow warnte die die politische Führung in Damaskus in einem Interview des Fernsehsenders Russia Today vor einem Einsatz von Chemiewaffen. Er sagte, er glaube nicht, dass Syrien im Bürgerkrieg Chemiewaffen einsetzen werde. Sollte sich die Führung doch dazu entscheiden, käme das einem politischen Selbstmord gleich.

Lawrow wies die internationale Gemeinschaft auf ein erhöhtes Eskalationsrisiko durch die Stationierung von Patriot-Raketen an der syrisch-türkischen Grenze hin. Je mehr militärisches Material an einem Ort konzentriert werde, desto höher sei das Risiko, dass die Waffen auch eines Tages genutzt würden, sagte Lawrow.

Moskau ist einer der letzten verbliebenen Verbündeten Syriens und hat mehrmals Resolutionen des UN-Sicherheitsrates gegen die Regierung verhindert. Vergangene Woche hatte Präsident Wladimir Putin indes gesagt, es gehe ihm nicht darum, Präsident Assad persönlich zu schützen.

Syrien: So wütet Assad gegen sein eigenes Volk

dapd

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