Syriens Rebellen wollen Schutz durch Nato-Rakten

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    • 26.03.13
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Opposition jetzt in Arabischer Liga

Syriens Rebellen wollen Schutz durch Nato-Rakten

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Doha - Die syrischen Revolutionäre wollen unter den Raketen-Schutzschirm kriechen, den die Nato-Staaten mit ihren Patriot-Raketen in der Türkei aufgespannt haben.

© dpa

Eine Patriot-Rakete der Bundeswehr (Archivbild).

Der scheidende Vorsitzende des syrischen Oppositionsbündnisses, Muas al-Chatib, sagte am Dienstag vor den Teilnehmern des Arabischen Gipfels in Katar, er habe US-Außenminister John Kerry gebeten, den Raketenschild nicht nur auf das türkische Grenzgebiet zu beschränken, sondern auch auf den von Rebellen kontrollierten Norden Syriens auszudehnen.

Kerry habe ihm versprochen, dieses Anliegen zu prüfen, „doch dann ist nichts passiert“, sagte Al-Chatib enttäuscht. An dem Patriot-Einsatz in der Türkei beteiligt sich auch die Bundeswehr.

Die syrische Opposition nahm zu Beginn des zweitägigen Gipfels offiziell den Sitz Syriens bei der Arabischen Liga ein. Mehrere Gipfelteilnehmer klatschten, als die syrische Delegation ihren Platz am Konferenztisch einnahm. Sie wurde von Al-Chatib geleitet, dem Vorsitzenden der Nationalen Syrischen Koalition, der bereits zuvor seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Mit dieser Ausrüstung kämpft unsere Bundeswehr

Al-Chatib hatte sich mit den Parteien der Koalition überworfen, weil diese eine Erweiterung des Bündnisses um weitere Aktivisten ablehnen. Außerdem enttäuschte ihn die Entscheidung der Europäischen Union gegen Waffenlieferungen an die Rebellen.

Syriens Mitgliedschaft war im November 2011 suspendiert worden, nachdem das Regime von Präsident Baschar al-Assad acht Monate lang mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen war. Der Irak, Algerien, der Libanon und der Sudan hatten sich dagegen ausgesprochen, die Opposition als „legitime Vertreterin des syrischen Volkes“ aufzunehmen.

Den syrischen Regierungstruppen gelang es nach Angaben von Regimegegnern, die Rebellen aus dem Viertel Baba Amr in der Stadt Homs zu vertreiben. Am Dienstag zählten sie landesweit 52 Tote. In der Provinz Al-Hassake gerieten nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter elf Rebellen in einen Hinterhalt der Regierungstruppen. Sie sollen nach ihrer Gefangennahme getötet worden sein. In Damaskus schlugen Granaten in der Nähe des Gebäudes der staatlichen Nachrichtenagentur Sana ein. Laut Augenzeugen wurde auch das christliche Viertel Bab Scharki von Granaten getroffen, die jedoch nur Sachschaden anrichteten.

Schwere Explosion erschüttert Damaskus - Zerstörung und viele Tote

Neben dem Bürgerkrieg in Syrien beschäftigte die Staatschefs während ihres Gipfels in der katarischen Hauptstadt Doha auch die Frage, ob sich die Palästinenser auf Friedensverhandlungen mit der neuen israelischen Regierung einlassen sollten. Der Generalsekretär der Liga, Nabil al-Arabi, sagte, Verhandlungen über Teilaspekte seien „reine Zeitverschwendung“, wenn gleichzeitig der Bau jüdischer Siedlungen voranschreite.

Der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa Al-Thani, schlug einen „kleinen Arabischen Gipfel“ in Kairo vor, an dem die rivalisierenden Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas teilnehmen sollten. Ziel sei, die Aussöhnung beider Parteien zu vollenden.

Außerdem regte er die Gründung eines „Fonds für die Unterstützung Jerusalems“ mit einem Vermögen von einer Milliarde US-Dollar an, der von der Islamischen Entwicklungsbank (IDB) verwaltet werden solle. Katar sei bereit, 250 Millionen US-Dollar (192 Mio. Euro) beizusteuern, wenn die anderen arabischen Staaten zusammen den Rest aufbringen sollten. Was damit in der Heiligen Stadt finanziert werden soll, deren arabischer Ostteil von Israel annektiert worden war, wurde nicht gesagt.

dpa

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