Nackte Frauen auf der Straße: Stadt in Aufruhr

Farmington - Frauen, die sich öffentlich "oben ohne" zeigen, werden von vielen US-Bürgern immer noch als unsittlich wahrgenommen. Das zeigt sich jetzt in Farmington.

In der Kleinstadt im US-Bundestaat Maine soll diesen Freitag ein so genannter "Topless March" stattfinden. Vorbild ist eine ähnliche Parade, die vor rund einem Monat in Portland stattgefunden hat: Dort zeigten sich hunderte Frauen und Männer oben ohne, um für Gleichberechtigung zu kämpfen. Ihrer Ansicht nach soll ein freier Oberkörper bei Frauen im Sommer genauso akzeptiert werden wie bei Männern.

Doch in der 7.400-Seelen-Stadt regt sich nun Widerstand: Die örtliche Polizei registriert zahlreiche Anrufe von Anwohnern, die sich besorgt zeigen. Der konservative Michael Heath von der American Family Association of Maine hat sich Medienberichten zufolge an die örtliche Universität gewandt, um zu erörtern, ob die Aktion mit Steuergeldern unterstützt wird.

Zunächst wurden nur rund 70 Demonstrantinnen und Demonstrantinnen erwartet, wegen des öffentlichen Aufruhrs könnten es sogar mehr werden.

Video vom Vorab-Marsch

Einen ersten Vorgeschmack auf das, was auf sie zukommt, haben die Bürger von Farmington bereits bekommen: Die Organisatorin Andrea Simoneau (22) marschierte bereits oben ohne durch die Straßen (siehe Video oben). Außer einem langen Rock trug sie nichts - auf ihren Oberkörper hatte sie das Wort "Freedom" gepinselt.

Die 22-Jährige erläuterte sie ihre Motivation: "An einem heißen Tag wollte ich mein Shirt ausziehen, wie Männer es auch tun. Frauen sollten überall dort oben ohne sein dürfen, wo es Männern auch gestattet ist."

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Die Organisatorin hofft auf viele Mitstreiterinnen. Es liege sogar Klebeband bereit, damit einige ihre Reize bedecken können, so "Für die Schüchternen", sagt sie.

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