Haft für Amerikaner - Kochte er die Leiche seiner Frau?

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    • 23.03.13
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Spektakulärer Mordfall

15 Jahre Haft! Kochte er die Leiche seiner Frau?

Los Angeles - Ein spektakulärer Mordfall in den USA ist mit einer langen Haftstrafe für den Täter zu Ende gegangen. Der Gastronom hatte gestanden, seine Frau getötet und ihre Leiche gekocht zu haben.

© dpa

David Viens

Der US-Restaurantbesitzer David Viens, der nach eigenen Angaben die Leiche seiner Frau zur Spurenbeseitigung zerkochte, hat in Los Angeles eine langjährige Haftstrafe erhalten. Mindestens 15 Jahre bis lebenslänglich soll der 49-Jährige hinter Gitter verbringen, berichtete die „Los Angeles Times“. Eine Jury hatte den Mann im vorigen September schuldig befunden, seine Frau getötet zu haben.

Das 39 Jahre alte Opfer war im Herbst 2009 spurlos verschwunden. Die Leiche der Frau wurde nie gefunden. Als der Ehemann im Februar 2011 als Täter ins Visier der Polizei geriet, stürzte er sich von einer Klippe. Er sitzt seitdem im Rollstuhl.

Den Ermittlern gestand er damals, er habe seine Frau nach einem Streit gefesselt und ihren Mund zugeklebt. Nachdem er sie am nächsten Morgen leblos aufgefunden habe, habe er die Leiche in einem Behälter langsam gekocht, um die Spuren zu beseitigen. Die Überreste habe er mit anderen flüssigen Abfällen seines Restaurants entsorgt.

Bei der Verkündung des Strafmaßes am Freitag nahm der Mann sein Geständnis zurück. Er habe die Leiche nicht gekocht. Bei seinen früheren Aussagen habe er unter dem Einfluss von Medikamenten gestanden, sagte der 49-Jährige vor Gericht. Auch im Laufe des Prozesses hatte er widersprüchliche Aussagen gemacht. So gab er an, den Schädel seiner Frau aufgehoben und im Haus seiner Mutter versteckt zu haben. Dort wurden die Ermittler aber nicht fündig.

Die Staatsanwaltschaft stellte den Mann als notorischen Lügner und Drogenkonsumenten dar, der schon vor dem Verschwinden seiner Frau straffällig geworden war. 2009 erzählte er Bekannten, seine Frau hätte ihn verlassen. Die Schwester der Verschwundenen schöpfte später Verdacht und schaltete die Behörden ein.

dpa

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