Live-Ticker Papstwahl 2013: Alles zum Konklave - auch im Live-Stream

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    • 12.03.13
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Am Mittwoch geht es weiter

Schwarzer Rauch - Noch kein neuer Papst gewählt!

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Von Franz Rohleder

Vatikan - Schwarzer Rauch strömt am Dienstagabend im Vatikan aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Ein klares Signal: Noch wurde kein neuer Papst gewählt! Erst Am Mittwoch geht es mit der Papstwahl weiter.

© AP

Schwarzer Rauch strömt am Dienstagabend im Vatikan aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Ein klares Signal: Noch wurde kein neuer Papst gewählt!

Hier gibt es den aktuellen Liveticker für Dienstag!

+++ 19.54 Uhr +++ Hiermit beenden wir den Live-Ticker zur Papstwahl am Dienstag. Am morgigen Mittwoch sind wir ab dem Vormittag natürlich wieder für Sie da. Dann geht unser Live-Ticker in den zweiten Tag!

+++ 19.52 Uhr +++ Der erste Wahlgang für einen neuen Papst ist erfolglos geblieben. Aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle stieg am Dienstagabend schwarzer Rauch auf. Das ist das Zeichen, dass sich die 115 versammelten Kardinäle noch nicht auf einen Nachfolger des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI. einigen konnten.

Konklave 2013: Szenen der Papstwahl im Vatikan

An diesem Mittwoch geht das von der Öffentlichkeit abgeschottete Konklave weiter. Je zwei Wahlgänge sind am Vormittag und am Nachmittag vorgesehen. Wie lange das Konklave dauern wird, ist ungewiss.

Allgemein wird damit gerechnet, dass noch in dieser Woche das neue Kirchenoberhaupt feststeht. Mit Spannung wird erwartet, ob zum ersten Mal in der Kirchengeschichte ein Nicht-Europäer zum Papst gewählt wird. Notwendig ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

Eine Messe der Kardinäle im Petersdom war am Dienstag der Auftakt des Konklaves. Am Nachmittag zogen die Purpurträger in einer feierlichen Prozession in die Sixtinische Kapelle ein. Die Kardinäle sind nun von der Öffentlichkeit abgeschottet. Sie dürfen nicht fernsehen, Zeitungen lesen, telefonieren oder das Internet nutzen, um sie vor Beeinflussung zu schützen.

+++ 19.44 Uhr +++ Schwarzer Rauch strömt aus dem Schornstein! Klares Signal: Die Kardinäle haben noch keinen neuen Papst gewählt! 

+++ 19.30 Uhr +++ In Sachen Rauch gibt es noch nichts Neues! Unter diesem Linkkönnen Sie den US-Sender catholic.tv verfolgen, der eine Liveschaltung auf den Petersplatz anbietet.

+++ 18.47 Uhr +++ Der Vatikan hat eine eigene App für das Konklave herausgegeben: Mit der „PopeApp“ sollen Smartphone-Nutzer live verfolgen können, ob aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle weißer oder schwarzer Rauch aufsteigt. Die Anwendung ist unter www.news.va/thepopeappgratis herunterzuladen.

Auch die Vatikan-Homepage wurde für den Anlass umgerüstet: Unter www.vatican.va (www.vatican.va) öffnet sich nach der Auswahl der Sprache ein neues Fenster mit der Webcam über dem Petersplatz. Während der Zeiten, in denen weißer oder schwarzer Rauch zu erwarten ist, soll ein Bild vom Kamin der Sixtinischen Kapelle aufgeschaltet werden. In zehn Metern Entfernung hat nach Angaben von Vatikansprecher Federico Lombardi der vatikanische Fernsehdienst CTV eine eigene Kamera installieren lassen.

Jeweils nach den beiden Wahlgängen am Vormittag und Nachmittag soll es ein Rauchsignal geben; nach Vatikanangaben ist dies jeweils gegen 12.00 und 19.00 Uhr zu erwarten. Wird der neue Papst bei der ersten oder dritten Abstimmungsrunde eines Tages gewählt, erfolgt das Signal mit weißem Rauch für die geglückte Wahl sofort. Dies wäre dann gegen 10.30 Uhr beziehungsweise 17.30 Uhr.

+++ 18.40 Uhr +++ Wir warten nun auf das erste Rauchzeichen. Allgemein wird mit schwarzem Rauch gerechnet, da es als unwahrscheinlich gilt, dass einer der Kardinäle heute die Zweidrittel-Mehrheit auf sich vereint. Gegen 19 Uhr könnte es so weit sein. Wir melden uns natürlich sofort, wenn wir was wissen.

+++ 17.40 Uhr +++ Gleich gibt jeder der 115 Kardinäle seine Stimme ab. Diese werden hintereinander von zwei Dreiergruppen von Kardinälen ausgezählt. Sollte nach dem ersten Wahlgang am heutigen Nachmittag keiner der Kardinäle eine Zweidrittelmehrheit von 77 Stimmen auf sich vereinigen können - und das ist wohl zu erwarten - dann wird aus dem berühmten Kamin der Sixtinischen Kapelle nur schwarzer Rauch steigen. Zur Erinnerung: Weißer Rauch signalisiert die Wahl eines neuen Papstes.

+++17.32 Uhr +++ Jetzt wird es ernst: Der päpstliche Zeremonienmeister Monsignore Guido Marini hat nun das "Extra Omnes" ("Alle hinaus!") verkündet. Alle, die nichts mit der Papstwahl zu tun haben, müssen die Sixtinische Kapelle verlassen. Nun beginnt die Papstwahl offiziell. Es bleiben für wenige Minuten noch Kardinal Grech, der eine Predigt halten wird, sowie Monsignore Marini im Konklave. Im Lauf des Nachmittags wird es nur einen Wahlgang geben. Ab dem morgigen Mittwoch wählen die Kardinäle jeweils zweimal am Vormittag und zweimal am Nachmittag - solange bis ein neuer Papst gekürt ist.

Zuvor haben die Kardinäle einen Eid der Verschwiegenheit auf des Evangelium geleistet. Sie haben sich beim Einzug im Gebet zum Heiligen Geist an Gott gewandt und ihn gebeten, dass sie den Mann zum Papst wählen, den Gott im Heiligen Geist dazu ausersehen hat.

Die wichtigsten Info-Grafiken zur Papstwahl

+++ 16.44 Uhr +++ Zwei der Kardinäle in der Sixtinischen Kapelle werden sich wohl ein besonders schnelles Ende des Konklave wünschen: Lluis Martínez Sistach aus Barcelona und Angelo Scola aus Mailand würden sonst das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale zwischen Barca und dem AC Mailand am Dienstagabend verpassen. Gerade Martínez Sistach ist großer Fußballfan und wird auch häufig im Stadion Nou Camp des FC Barcelona gesichtet.

+++ 16.30 Uhr +++ Die in Rom versammelten Kardinäle haben mit dem Einzug in die Sixtinische Kapelle begonnen. Dort beginnt dann das Konklave für die Wahl eines Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. Geleitet von Prälaten mit Kruzifixen und Kerzen und unter dem Klang einer gregorianischen Litanei gingen die 115 Geistlichen in die Kapelle, wo sie unter den Fresken von Michelango Platz nahmen.

+++ 16.41 Uhr +++ Eine Papst-Gebetsinitiative aus Bayern wird zur Internet-Sensation: "Adopt a cardinal" teilt Katholiken für die Papstwahl einen Kardinal zur Gebetsbegleitung zu. Eine halbe Million Gläubige sind schon dabei - Tendenz steigend.

+++ 15.41 Uhr +++ Mehrere Webseiten bieten einen Alarmdienst bei „weißem Rauch“ an - das Zeichen, dass die Kardinäle im Konklave einen neuen Papst gewählt haben. Ein deutschsprachiges Angebot eines katholischen Vereins war jedoch von dem Ansturm überfordert und konnte am Dienstag keine weiteren Anmeldungen entgegennehmen. Die englischsprachige Webseite „Popealarm“ („Papstalarm“) nimmt dagegen noch Anmeldungen für E-Mail-Benachrichtigungen entgegen.

Hier geht's zum Live-Stream, der die Ereignisse rund um das Konklave begleitet!

+++ 14.55 Uhr +++ Eine hundertprozentige Abhörsicherheit beim Konklave ist nach Meinung des Sicherheitsexperten und Fachbuchautors Manfred Fink nicht möglich. Gerade in historischen Gebäuden wie der Sixtinischen Kapelle gebe es zahlreiche Schwachstellen, durch die Schallwellen nach außen getragen werden könnten, sagte der Sachverständige für Abhörsicherheit am Dienstag in Bonn dem Internetportal katholisch.de

„Das gesamte Inventar lässt sich prüfen - mit einem entsprechenden technischen Aufwand, den die Experten vor Ort sicher auch betreiben“, erläuterte er. „Ein gewisses Restrisiko bleibt naturgemäß bei den Personen, die anwesend sind.“ Allerdings könnten Messgeräte auch da feststellen, ob jemand ein Handy oder eine Wanze versteckt trage.

Konklave 2013: Szenen der Papstwahl im Vatikan

Das eigentliche Problem aber ist nach Angaben des Experten die Bausubstanz. Fink verwies darauf, dass Schallkanäle in historischen Gebäuden möglicherweise in früheren Zeiten bewusst hergestellt worden seien, so „dass man an anderen Stellen im Gebäude ohne technische Hilfe mit dem bloßen Ohr mithören kann. Man wird es in der Sixtina also höchstens schaffen, auf einen Sicherheitsgrad von 95 bis 98 Prozent zu kommen“.

+++ 14.47 Uhr +++ Sie wollen in Sachen Papstwahl überall auf dem Laufenden sein? Kein Problem: Wir verraten Ihnen die besten Apps und Webcams. Hier geht's zum Artikel.

+++ 13.44 Uhr +++ Und schon wieder was zum Thema Favoriten bei der Papstwahl: Das Internet-Magazin YouTrend, das Trends im Web auswertet, hat eine Umfrage unter Vatikan-Experten organisiert. Ergebnis: Der italienische Kardinal Angelo Scola liegt mit 34 Prozent klar vorne. Dahinter liegen US-Kardinal Tomothy Dolan mit 11 Prozent und Kardinal Marc Ouellet  aus Kanada mit 9 Prozent. Aber Vorsicht mit solchen Prognosen und Umfragen! Am Sonntag hat der mexikanische Kardinal Norberto Rivera Carrera betont: "Es sind nicht die Journalisten, die im Konklave wählen. Es sind die Kardinäle!" 

+++ 13.34 Uhr +++ Ein klarer Favorit für die Nachfolge des zurückgetretenen Papstes Benedikt XVI. war bis jetzt nicht auszumachen. Doch zirkulierten mehrere Namen. Dazu zählte der italienische Kardinal Angelo Scola, der als guter Manager gilt. Der Brasilianer Odilo Scherer scheint der Favorit der vatikanischen Kurie, zumal er Erfahrung mit der Kontrolle der vatikanischen Finanzen hat. Genannt wurden auch der US-Kardinal Timothy Dolan und der kanadische Kardinal Marc Ouellet.

+++ 13.31 Uhr +++ Der Schriftsteller Martin Walser würde es begrüßen, wenn der nächste Papst ein Schwarzer wäre. „Man sieht ihn oft, er ist sehr präsent, das wäre doch toll!“, sagte der 85-Jährige in Köln in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Konkrete Erwartungen an das neue Oberhaupt der katholischen Kirche habe er jedoch nicht, so Walser. „Wenn er so gescheit ist wie der Benedikt, soll es mir recht sein. Wenn ein Naivling Papst werden würde, würde ich das bedauern.“ Das Konklave werde aber schon den Richtigen finden, glaubt Walser.

2005 habe er den damaligen Papst Johannes Paul II. für seine Standhaftigkeit trotz seines Todeskampfes sehr bewundert. „Das war sehr eindrucksvoll. Man dachte sich: Donnerwetter, wie macht der das?“ Der Rücktritt von Benedikt XVI. habe ihm nun allerdings noch mehr imponiert. „Das hatte Grandezza, ästhetisches Wohlgefallen“, sagte Walser. Er habe gern hingeschaut, wenn jemand wie Benedikt sein Lebensschicksal so souverän in die Hand nehme. Den Flug mit dem Hubschrauber „direkt in den Himmel“ Richtung Castel Gandolfo fand er „raffiniert“ inszeniert.

Walser ist katholisch, würde sich selbst jedoch nicht als gläubig bezeichnen. Der Begriff ist ihm zu eng gefasst, wie er betont. „Ich nehme nicht teil am katholischen Prozess des öffentlichen Lebens. Ich bin nicht so ein Mitglied, das am Sonntag immer zur Stelle ist.“ In die Kirche gehe er nur zu Beerdigungen und wenn dort eine Schubert-Messe oder Bach-Kantate gegeben werde, sagte Walser. Austreten wolle er aber schon wegen seiner Kindheit nicht. „Ich verdanke dieser katholischen Kindheit Reichtümer, Stimmungen jeder Art.

+++ 13.26 Uhr +++ Eleonore Schönborn (92) möchte nicht, dass ihr Sohn Papst wird. „Die ganze Familie hat Angst davor, dass Christoph zum Papst gewählt wird“, sagte die Mutter des Wiener Kardinals Christoph Schönborn (68) der „Kleinen Zeitung“ (Dienstag). Für den Job in Rom sei ihr Sohn viel zu gütig. „Christoph wäre den Gemeinheiten im Vatikan nicht gewachsen. Ihm reichen die Intrigen in Wien“, sagte die in Schruns im Montafon lebende Seniorin.

Die Leitung der Weltkirche würde Christoph Schönborn, der seit 1995 an der Spitze des Erzbistums Wien steht, überlasten, glaubt seine Mutter: „Das wär viel zu schwer für ihn. Er hat seine Diözese gut im Griff, aber die Weltkirche zu führen, ist etwas anderes, als eine Diözese zu leiten.“

Außerdem wäre das Papstamt persönlich zu belastend: „Da gibt es kein Privatleben mehr.“ Schon jetzt komme sie nur einmal im Jahr nach Wien, um ihren Sohn zu sehen, so Eleonore Schönborn. Wenn er Papst würde, „dann ist es für mich vorbei. Dann seh ich den Christoph überhaupt nicht mehr. Denn ich habe nicht mehr die Kraft, nach Rom zu fahren“, sagte die 92-Jährige der „Kleinen Zeitung“.

+++ 13.16 Uhr +++ Der Petersplatz sieht zur Mittagszeit alles andere als voll aus. Verständlich! Denn egal ob Geistlicher oder Laie: Irgendwann kriegt jeder mal Hunger. Vermutlich herrscht in den römischen Ristorantes gerade Hochbetrieb. Von uns ein herzliches "Buon Appetito"!

+++ 12.45 Uhr +++ Der Vatikan hat das Gesangbüchlein (16 Seiten) der Kardinäle zum Einzug in die Sixtinische Kapelle am Nachmittag online gestellt. Unter diesem Link kann man es herunterladen. Allerdings ist dieses Büchlein komplett auf Latein verfasst.  

+++ 12.24 Uhr +++ Wer das Geschehen im Vatikan live verfolgen möchte: Auf dieser Seite finden sich zahlreiche Webcams

+++ 12.08 Uhr +++ US-Basketballstar Dennis Rodman (51) möchte den neuen Papst treffen. Er werde noch am Dienstag nach Rom fliegen, berichtete das Promiportal „TMZ“. „Ich möchte überall auf der Welt sein, wo ich gebraucht werde“, sagte er „TMZ“. „Ich möchte eine Botschaft von Frieden und Liebe in die Welt tragen.“ Rodman hatte Ende Februar bereits Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un besucht. Zusammen mit einigen Mitgliedern der Showmannschaft Harlem Globetrotters warb der Ex-NBA-Star bei dem bizarren Treffen unter anderem für den Basketball.

+++ 11.50 Uhr +++ Der emeritierte Papst Benedikt XVI. beobachtet die Wahl seines Nachfolgers aus der Ferne. Joseph Ratzinger will das Konklave nach Angaben von Vatikan-Sprecher Federico Lombardi von der Sommerresidenz Castel Gandolfo aus im Gebet begleiten. „Er ist mit uns, ruhig aber zutiefst verbunden und ganz bewusst mit uns allen im Gebet“, sagte Lombardi.

Benedikts Privatsekretär Georg Gänswein hält ihn außerdem über die Geschehnisse im Vatikan auf dem Laufenden. Gänswein feierte am Dienstag gemeinsam mit den Kardinälen die Wahl-Messe im Petersdom. Auch in die Sixtinische Kapelle sollte er danach als Präfekt des Päpstlichen Hauses mit einziehen. Zum Beginn der Wahl muss Gänswein jedoch wie alle anderen Nicht-Wähler die Kapelle wieder verlassen.

Auch die Versammlungen der Kardinäle zur Vorbereitung auf das Konklave in der vergangenen Woche hat Benedikt nach Angaben von Lombardi aufmerksam verfolgt. „Er ist grundsätzlich informiert, er verfolgt das im Fernsehen“, sagte Lombardi. Die Details der Gespräche zwischen den Kardinälen kenne Ratzinger, der am 28. Februar als Papst zurückgetreten war, jedoch nicht.

+++ 11.30 Uhr +++ Auftakt der mit Spannung erwarteten Papst-Wahl: Die in Rom versammelten Kardinäle haben das Konklave am Dienstag mit der Eröffnungsmesse „Pro Eligendo Romano Pontefice“ im Petersdom feierlich eingeleitet. Kardinalsdekan Angelo Sodano rief die Purpurträger und die Kirche in seiner Predigt auf, für die Einheit der katholischen Kirche zusammenzustehen: „Wir sind alle aufgefordert, mit dem Nachfolger Petri, dem sichtbaren Fundament jener Einheit der Kirche, zusammenzuarbeiten“, sagte er.

Sodano dankte Gott „für das leuchtende Pontifikat, das er uns mit dem Leben und Wirken des 265. Nachfolgers Petri gewährt hat, mit dem geliebten und ehrwürdigen Papst Benedikt XVI.“. Dem am 28. Februar zurückgetretenen deutschen Pontifex sprach er im Namen der Kardinäle „nochmals unseren ganzen Dank“ aus.

Der Herr möge „mit der Dienstbarkeit der Kardinäle“ seiner Kirche bald einen neuen guten Hirten zugestehen, sagte Sodano. Je höher das Amt des Hirten sei, desto größer müsse seine Liebe sein, fügte er an. Die letzten Päpste hätten viel Gutes getan für die Völker und die Weltgemeinschaft. Sie hätten sich unablässig für Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt. „Beten wir dafür, dass der zukünftige Papst dieses Werk unermüdlich weltweit fortführen möge.“

+++ 10.39 Uhr +++ Im Petersdom hat die Eröffnungsmesse für das Konklave begonnen. Die feierliche Messe „Pro Eligendo Romano Pontifice“ mit den in Rom versammelten Kardinälen gilt als offizieller Auftakt der Wahl eines neuen Papstes. Geleitet wird der Gottesdienst im Dom von dem Kardinalsdekan Angelo Sodano, der auch die Predigt hält.

Italienische Vatikan-Kenner haben unterdessen den Kreis der Favoriten auf vier Kardinäle eingegrenzt. Angeführt wird dieses Quartett weiterhin von dem Mailänder Erzbischof Angelo Scola und dem brasilianischen Erzbischof Odilo Pedro Scherer aus Sao Paolo. Chancen als „Outsider“ werden demnach dem New Yorker Erzbischof Timothy Dolan und dem Kanadier Marc Ouellet zugeschrieben. Je länger das Konklave dauert, desto größere Chancen könnte ein Außenseiter haben. Der neue Papst muss mit Zweidrittel-Mehrheit - also mindestens 77 Stimmen - gewählt werden.

+++ 10.22 Uhr +++ Eine Webcam vom Petersplatz zeigt: Im Vatikan kommt die Sonne raus. Dort versammeln sich auch die ersten Pilger.

© Screenshot: www.vaticanstate.vaEine Vatikan-Webcam zeigt, wie einige Kardinäle am Dienstagmorgen vor Beginn des Konklave am Grab des 2005 gestorbenen Papstes Johannes Paul II. beten.

+++ 10.10 Uhr +++ Vor dem Konklave suchen mehrere Kardinäle göttlichen Beistand am Grab des Vorgängers Benedikts XVI.: Eine Vatikan-Webcam zeigt die hohen kirchlichen Würdenträger ofenbar in stiller Andacht vor der letzten Ruhestätte des im vergangenen Jahr seliggesprochenen Papstes aus Polen, der die katholische Kirche von 1978 bis 2005 führte.

+++ 10.00 Uhr +++ Mit der Messe „Pro eligendo Romano Pontifice“ („Für die Wahl des römischen Papstes“) bereiten sich die Kardinäle am Vormittag in Rom auf das Konklave vor. Mit ihnen beten auch zahlreiche Kurienmitarbeiter und Gläubige im Petersdom für die Wahl eines neuen Kirchenoberhaupts. Kardinaldekan Angelo Sodano (85) leitet den Gottesdienst. Er selbst wird an der Papstwahl, die am Nachmittag beginnt, aus Altersgründen nicht teilnehmen.

+++ 9.52 Uhr +++ Am Dienstagmorgen haben die 115 Papstwähler die ihnen zugelosten Zimmer im vatikanischen Gästehaus Santa Marta bezogen. Kardinal Peter Turkson hatte am Vorabend per Twitter um eine gute Entscheidung der Wahlmänner gebetet: „Himmlischer Vater, leite unsere Herzen und schenke uns morgen Weisheit und Kraft.“ Auch die Kardinäle Wilfrid Napier und Roger Mahony verabschiedeten sich vor dem Umzug in den Vatikan mit Kurznachrichten. Während des Konklaves selbst ist jede Kommunikation nach außen strikt verboten. Der Vatikan hat Störsender eingerichtet.

Um 16.30 Uhr ziehen die Kardinäle feierlich in die Sixtinische Kapelle ein. Mit dem Ruf „Extra omnes“ („Alle hinaus“) werden die Türen der Sixtina geschlossen. Nach einer Vereidigung jedes einzelnen Kardinals und einer Meditation, die der maltesische Kardinal Prosper Grech hält, kann der erste Wahlgang erfolgen. Für die Wahl eines neuen Papstes ist die Zweidrittelmehrheit erforderlich, also 77 Stimmen. Mit einem Rauchzeichen, das einen erfolglose oder erfolgreichen Abschluss eines Wahlgangs signalisiert, ist nach Worten von Vatikansprecher Federico Lombardi erst gegen 20.00 Uhr zu rechnen.Es sei aber nicht anzunehmen, dass die Entscheidung schon im ersten Wahlgang falle.

Bereits am Montag hatten Mitarbeiter der Technischen Dienste des Vatikan die Mittelloggia des Petersdoms hergerichtet, auf der sich der neue Papst dem Volk zeigen wird. Bei der Wahl Benedikts XVI. vor acht Jahren dauerte es nach dem Einzug ins Konklave 26 Stunden, bis das neue Oberhaupt auf den Balkon trat.

Franz Rohleder (mit Material von  dpa, AP und kna)

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Kommentare

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Toni13.03.2013, 15:43Antwort
(0)(0)

Hauptsache Sie, der etwas einfachere Mensch, der jeden mit "du" anredet, hat jetzt mal was gesagt... und Ihr Inhalt ist jetzt auch nicht wirklich intelligent.

Ramadama13.03.2013, 11:12Antwort
(2)(0)

Die Alternative heißt nicht Christ oder Moslem, sondern religiös oder Hirn einschalten

Ramadama13.03.2013, 11:10
(1)(0)

Was eine Zeitverschwendung. lasst die 115 doch lieber
im Altersheim Geschichten vorlesen, dann hats einen sozialen Nutzen und sie können nichst Unsiniges anstellen.

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