• aHR0cDovL3d3dy5tZXJrdXItb25saW5lLmRlL2FrdHVlbGxlcy93aXJ0c2NoYWZ0L2ZhY2Vib29rLXZlcmdsZWljaHQtZGF0ZW4tMjQ4MzcyNy5odG1s2483727Deshalb vergleicht Facebook künftig Nutzerdaten0true
    • 31.08.12
    • Wirtschaft
    • 10
    • Drucken

Deshalb vergleicht Facebook künftig Nutzerdaten

    • recommendbutton_count100
    • 3
Von Philipp Vetter

München – Das soziale Netzwerk Facebook will künftig die Daten der eigenen Nutzer mit denen ausgewählter Werbekunden abgleichen. Das Ziel: Gezieltere Werbung.

Unternehmen sollen so ausschließlich bei den Facebook-Nutzern werben können, die schon zu ihren Kunden gehören. Ein Facebook-Sprecher bestätigte unserer Zeitung entsprechende Pläne, über die zunächst das Blog „Inside Facebook“ berichtet hatte.

Demnach sollen Werbetreibende künftig die Telefonnummern und E-Mail-Adressen ihrer Kunden an Facebook übermitteln können, die dann mittels einer Software mit den bei Facebook gespeicherten Daten der Nutzer abgeglichen werden sollen. Bei Facebook betont man, dass man wie in der Vergangenheit keine Daten herausgeben werde. Außerdem würden die Daten der Werbekunden nur anonymisiert und verschlüsselt übertragen.

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

Ein Sprecher des für Facebook zuständigen Hamburgischen Landesbeauftragten für den Datenschutz sagte unserer Zeitung, man werde diese neue Methode genau prüfen. Es sei durchaus möglich, dass sie gegen deutsches Recht verstoße.

Zwar beteuert Facebook, man habe selbst keinen Zugriff auf die persönlichen Daten, die die Werbekunden zur Verfügung stellen. Doch daran dürften Zweifel angebracht sein. Wie der Abgleich technisch genau funktioniert und auf wessen Server er stattfindet, konnte ein Unternehmens-Sprecher nicht beantworten. Die Möglichkeit soll zunächst nur ausgewählten Werbepartnern angeboten werden. Welche Unternehmen in Deutschland dazugehören werden, blieb gestern offen.

Facebook steht unter Druck, neue Werbeformen zu entwickeln, um so Umsatz und Gewinn zu steigern. Das Netzwerk war vor wenigen Monaten an die Börse gegangen, wo es Anleger zunächst mit mehr als 100 Milliarden Dollar bewertet hatten. Inzwischen ist der Aktienkurs aber um mehr als die Hälfte eingebrochen und erreichte gestern bei 18,23 Dollar ein neues Allzeittief.

Die Investoren verlieren zunehmend den Glauben daran, dass es Facebook in naher Zukunft gelingen kann, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, mit dem sich die Datenberge zu Geld machen lassen, die das Unternehmen ansammelt. Zwar sind inzwischen rund 955 Millionen aktive Nutzer weltweit bei Facebook registriert, doch immer mehr von ihnen greifen nicht mehr von einem Computer, sondern von ihrem Smartphone oder Tablet-Computer auf die Seite zu. Diese Zugriffe sind für Facebook derzeit quasi wertlos, weil auf diesen Geräten wegen des kleinen Bildschirms kaum Werbung eingeblendet werden kann. Analysten haben ihre Erwartung für die Umsatzentwicklung des laufenden Jahres deshalb deutlich von 6,1 auf 5,0 Milliarden reduziert.

Deshalb muss Facebook Möglichkeiten entwickeln, wenige Werbeplätze teurer zu verkaufen und sein umfassendes Wissen über seine Mitglieder nutzen. So können Werbekunden schon jetzt gezielter als anderswo ihre Reklame platzieren. Eine Online-Partnerbörse kann so zum Beispiel ausschließlich bei Singles werben. Der nun geplante Abgleich von Kunden- und Nutzerdaten wäre eine Weiterentwicklung dieser Methode.

Philipp Vetter

Rubriklistenbild: © dapd

zurück zur Übersicht: Wirtschaft

Kommentare

  • Neueste Kommentare
  • Beliebteste Kommentare
Supporter02.09.2012, 19:01Antwort
(1)(0)

Ich glaube sie haben nur die Überschrift gelesen

Xare02.09.2012, 11:26Antwort
(0)(0)

Persönlicher Kontakt ist doch inzwischen absolut uncool, der ist heutzutage anscheinend nur noch zum Zweck des Arterhaltes notwendig.

BenWish02.09.2012, 06:32
(2)(0)

Facebook ist spätestens mit dem Börsengang vom Sozial-Netz-Werk zum profitorientierten Unternehmen mit Schwerpunkt Werbeeinnahmen mutiert. Je mehr Geld durch den Datenverkauf in die Kassen von facebook gespült wird, desto besser. Jeder Nutzer sollte sich das bei der Eingabe und damit Preisgabe seiner Daten bewußt machen.

Meines Wissens gibt es jedoch keine Zwangsmitgliedschaft bei facebook. Soziale Netzwerke können auch mit persönlichem Kontakt aufgebaut werden.

Alle Kommentare anzeigen

Wetter für München und Bayern

Meist geklickte Artikel

  • Letzte Woche
  • Monat
  • Kommentiert
  • Themen
BugerKing_afp

Nach Hygieneaffäre: Weiter Kritik an Burger King

Berlin - Die Fast-Food-Kette Burger King sieht sich gut drei Monate nach der Affäre um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen auf dem richtigen Weg.Mehr...

HVB: 1200 Stellen und 190 Filialen sollen wegfallen

München - Die HypoVereinsbank will im Privatkundenbereich fast ein Drittel der Arbeitsplätze abbauen. Den Freistaat trifft es besonders hart.Mehr...

Oberbayerische Betriebe bauen auf Zuwanderer

München - In oberbayerischen Unternehmen arbeiten immer mehr Zuwanderer. Während der Anteil ausländischer Beschäftigter in den Betrieben vor fünf Jahren noch 11,6 Prozent betrug, liegt er heute bei 14,3 Prozent.Mehr...

Aktuelle Fotostrecken

Bilder: Das ist eine Wellness-Oase für Kühe

weitere Fotostrecken:

Strom & Energie

Energiesparliste der EU: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Energiesparliste der EU: Die wichtigsten Fragen

Brüssel - Fernseher, Geschirrspüler und Lampen - sie alle stehen auf der Energiesparliste der EU. Die Geräte dürfen nur bestimmte Mengen Strom verbrauchen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Thematik.Mehr...

Fallstricke beim Anbieter-Wechsel

Fallstricke beim Anbieter-Wechsel

München - Die Öko-Umlage steigt und damit wieder einmal die Stromrechnung. Das wird viele Verbraucher zum Tarifwechsel animieren. Sie sollten aber auf Fallstricke achten.Mehr...

Runter mit den Heizkosten im Winter: Mit diesen Tipps sparen Sie Geld und Energie

Mit diesen Tipps sparen Sie Geld und Energie

Stuttgart - Pünktlich zum Beginn der Winterzeit drehen viele Haushalte wieder die Heizung auf - und merken das gleich am Geldbeutel. Mit diesen Tipps lassen sich Energie und Geld sparen:Mehr...

Der große Finanz-Rechner

"Die Rente ist sicher" - dieser Spruch hat schon lange seine Richtigkeit verloren. Bei finanziellen Angelegenheiten ist Eigeninitiative gefordert. Bei Versicherungen und Geldanlage gibt es jedoch erheblich Unterschiede. Mit unseren Finanzrechnern für Versicherung und Geldanlage erfahren Sie, wie und wo Sie Geld sparen können und trotzdem gut abgesichert sind.

Politik

Waffenlieferung: Soll der Bundestag mitentscheiden? 

Waffenlieferung: Soll der Bundestag mitentscheiden? 

Berlin - Nach der Grundsatzentscheidung der Bundesregierung für Waffenlieferungen in den Nordirak werden Forderungen nach stärkerer Mitsprache des Parlaments laut.Mehr...

Hamas gibt Tod von drei Top-Kommandeuren bei Angriff Israels bekannt

Israelischer Angriff tötet drei Hamas-Kommandeure

Tel Aviv/Gaza - Die im Gazastreifen herrschende Hamas hat am Donnerstag den Tod von drei ihrer Top-Kommandeure mitgeteilt. Die israelische Luftwaffe flog in der Nacht zum Donnerstag massive Angriffe.Mehr...

Job & Karriere

Jeder 7. Münchner hat zwei Jobs

Jeder 7. Münchner hat zwei Jobs

München - In der bayerischen Landeshauptstadt haben fast alle einen Job. Doch weil sonst das Geld nicht reichen würde, geht jeder Münchner einer weiteren Arbeit neben seiner eigentlichen nach.Mehr...

Neues Passwort zusenden

Bitte geben Sie ihre E-Mail Adresse an, wir senden Ihnen ein neues Passwort zu.

Bitte warten

Es wird etwas gemacht.

  • recommendbutton_count100
Schließen

Druckvorschau

Artikel:

Schließen

Artikel Empfehlen

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Fehleranzeige ausblenden

Es sind Fehler aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.

Fehleranzeige ausblenden

Schwere Fehler sind aufgetreten!

  • Fehlertext

Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.

  • Fehlertext

Achtung!

  • Fehlertext

Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.