Post will 2014 Briefporto auf 60 Cent erhöhen

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    • 15.11.13
    • Wirtschaft
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Auch Einschreiben mit Preisaufschlag

Briefe werden ab 2014 teurer

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Berlin - Nach der Erhöhung des Briefportos in diesem Jahr will die Post den Preis für Standardbriefe erneut erhöhen. 2014 soll eine Briefmarke dann 60 Cent kosten.

© dpaBriefmarken für Standardbriefe sollen künftig 60 Cent kosten.

Die Deutsche Post will das Briefporto erhöhen. Der Preis für einen Standardbrief soll 2014 um zwei Cent auf 60 Cent angehoben werden, wie die Deutsche Post am Freitag in Bonn mitteilte. Die Post stellte einen entsprechenden Antrag bei der Bundesnetzagentur. Damit sollen die Preise an die gestiegenen Kosten angepasst werden, wie es hieß. Die Preise für die anderen nationalen Briefformate wie Kompaktbrief und Postkarte sollen unverändert bleiben.

Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro

Erst zum Jahresbeginn 2013 hatte der Dax-Konzern das Briefporto um drei Cent auf 58 Cent erhöht. Die erste Briefpreiserhöhung nach 15 Jahren brachte dem Unternehmen nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro Mehreinnahmen.

Auch die Preise für zahlreiche andere Postdienstleistungen sollen zum neuen Jahr teurer werden, wie aus der Mitteilung des Unternehmens hervorging. Der Versand von Paketen im Inland soll künftig neun Cent mehr kosten. Bei Sendungen bis zu zehn Kilogramm etwa sollen ab dem neuen Jahr 6,99 Euro fällig werden statt bislang 6,90 Euro. Der Preis für Päckchen bis zwei Kilogramm soll mit 4,10 Euro aber konstant bleiben.

Einschreiben werden teurer

Teurer sollen auch Einschreiben werden, wie die Post mitteilte. Der Preis für normale Einschreiben solle um 10 Cent auf 2,15 Euro angehoben werden. Bei Einwurf-Einschreiben würden 1,80 Euro fällig statt bislang 1,60 Euro. Für sechsmonatige Nachsendeaufträge - etwa bei Umzügen - will die Post künftig 4,70 Euro mehr verlangen. Für Nachsendungen würden dann 19,90 Euro fällig.

Die Bundesnetzagentur machte vor wenigen Wochen den Weg für weitere Portoerhöhungen frei. Der Preisanstieg für den Brieftransport darf damit mit einem Abstand von 0,2 Prozentpunkten der durchschnittlichen Inflationsrate folgen.

Die Deutsche Post steht im Briefbereich unter einem enormen Druck, weil das Beförderungsvolumen jährlich abnimmt. Die klassische Briefzustellung wird immer stärker durch E-Mail und Internet verdrängt. Aufgefangen werden die Erlöseinbußen insbesondere durch ein boomendes Paketgeschäft. Im vergangenen Jahr schrumpften die Umsätze bei der Briefzustellung um 3,6 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Transportiert wurden insgesamt 7,6 Milliarden Briefe. 6,4 Milliarden entfielen auf Geschäftskunden, 1,2 Milliarden auf Privatkunden.

Die bisherigen 58-Cent-Briefmarken für Standardbriefe könnten Verbraucher auch im neuen Jahr weiterverwenden, falls sie diese noch übrig hätten, teilte die Post mit. Allerdings müssten Kunden dann beim Versand noch zusätzliche Zwei-Cent-Marken aufkleben, um die Differenz zum neuen Porto auszugleichen. Diese Marken werde es in Kürze zu kaufen geben.

Der Postkundenverband DVPT kritisierte die angekündigte Preiserhöhung. "Die Kunden werden über den Löffel barbiert", sagte DVPT-Vorstand Johannes Offermann der Nachrichtenagentur AFP. Das noch laufende Preissetzungsverfahren bei der Bundesnetzagentur, das der Post Preiserhöhungen entlang der Jahresteuerung ermöglicht, sei "sehr intransparent". Aufgrund der öffentlich zugänglichen Daten gebe es "keine Chance zur Beurteilung der Kostensituation". Damit sei kaum nachzuvollziehen, ob die Preiserhöhungen gerechtfertigt seien.

Für die kommenden Jahre sei damit zu rechnen, "dass die Schlagzahl der Preiserhöhungen steigen wird", sagte Offermann. "Spätestens in drei, vier Jahren kann es wieder einen Sprung um drei Cent geben."

Entwicklung beim Porto für Briefe

Vor Jahrzehnten kostete ein Standardbrief in Deutschland noch 20 Pfennig. Aktuell sind es 58 Cent. Die Deutsche Post plant, im nächsten Jahr das Porto für einen Standardbrief (bis 20 Gramm) um 2 Cent auf 60 Cent zu erhöhen. Ein Überblick über die Entwicklung des Portos seit 1997:

1997: Lange Zeit kostete ein Standardbrief 1 DM. Zum 1. September wird das Porto auf 1,10 DM erhöht. Dieses Entgelt bleibt bis Ende 2002 bestehen (nach der Einführung des Euro sind es 56 Cent).

2003: Zum 1. Januar senkt die Post das Porto für den Standardbrief um 1 auf 55 Cent - gültig bis Ende 2012.

2013: Die Post erhöht das Porto zum 1. Januar wieder, dieses Mal um 3 auf 58 Cent.

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dpa/AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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Kommentare

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Kirsche16.11.2013, 19:05
(1)(0)

Sehr lustig die 4 Artikel hier im MM hintereinander:

1) Inflation auf niedrigstem Niveau seit 4 Jahren
2) Briefe werden teuerer
3) Zwiebeln werden teuerer
4) Immobilien werden teurer

:-)

Gast16.11.2013, 11:44
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Habe auf uns. Dachboden alte Briefe von 1970 gefunden. Briefporto damals: 0,30 DM = ca. 0.15 €. In 43 Jahren also eine Vervierfachung des Portos. Habe dann in alten Lohnzetteln von mir u. meinen Eltern herumgekramt. Unser Gehalt hat sich in dieser langen Zeit allerdings verfünffacht.

Realist15.11.2013, 13:21
(0)(0)

Dann werde ich halt noch öfter auf EMail umsteigen...

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