Staubsauger im Test: Preis und Leistung im Vergleich

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    • 05.02.13
    • Wirtschaft
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Wer punktet, wer enttäuscht?

Billig- oder Luxusmodell: Staubsauger im Test

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München - Der teuerste Staubsauger erwies sich im Test als der beste. Doch auch weitaus günstigere Modelle machen ihre Sache gut und zeigen: Auch billige Staubsauger schlucken viel.

Der Beitrag in der Zeitschrift „Test“ (Februar-Ausgabe) ist eindrucksvoll überschrieben: „Der Tiger schluckt alles.“ Das führt ein bisschen in die Irre: Den Vorwerk Tiger VT 265 gibt es unter diesem Namen gar nicht mehr. Wer das Modell kaufen will, muss nach einem Kobold VT 265 suchen. Der ist technisch zwar identisch und schluckt zwar auch mehr als die Konkurrenten im Test, reißt aber auch ein gewaltiges Loch ins Budget. Mit 799 Euro kostet er rund 300 Euro mehr als das zweitteuerste Modell.

Preis und Leistung vergleichen

Wer genau hinsieht, kann mit geringen Abstrichen bei der Leistung gegenüber dem Testsieger sogar 638 Euro sparen: Der „Siemens Q4,0 Green Energie VSQ4GP1264“ erschreckt zwar potenzielle Käufer allein durch seinen Namen weitaus mehr ab als jeder Tiger. Aber er schluckt auch ordentlich:

- Nur bei Teppichböden sowie der Faseraufnahme von Teppichböden („gut“ statt „sehr gut“) und auf Ecken und Kanten hat der Tiger/Kobold die Nase vorn. Bei allen anderen Saugtests kann der Siemens mithalten. Der Testsieger von Vorwerk bringt es beim Saugen auf die Note 1,3, der Siemens auf 2,1.

- Bei Handhabung und Umwelteigenschaften liegt Siemens sogar vorn und bei der Haltbarkeit mit der Bestnote 0,8 gleichauf.

Das alles und die Note 2,0 (Vorwerk 1,7) gibt es laut „Test“ für 161 Euro. Allerdings hat sich das gute Preis-Leistungs-Verhältnis offenbar herumgesprochen. Denn für diesen Preis war der Staubsauger gestern im Internet nicht mehr zu finden. Das günstigste Angebot lag bei 164 Euro. Die Spanne reichte aber bereits bis über 200 Euro.

Was Elektrobürsten wirklich bringen

Solche Schwergewichte gibt es nicht mehr, das Hausmädchen für die Bedienung aber auch kaum noch. 1906 brachte Siemens seine „Entstäubungspumpe“ auf den Markt. Foto: dpaSolche Schwergewichte gibt es nicht mehr, das Hausmädchen für die Bedienung aber auch kaum noch. 1906 brachte Siemens seine „Entstäubungspumpe“ auf den Markt.

Der große Vorteil des Tiger/Kobold ist die Elektrobürste. Diese Bürste gibt es auch als Zubehör beispielsweise für den Bosch Ergomax 1000 BSB 81000. Der Staubsauger, der in dieser Konfiguration durchschnittlich 370 Euro kostet, glänzt tatsächlich mit der zweitbesten Saugleistung. (Note 1,3). Auf Hartböden und bei Ecken und Kanten ist die Elektrobürste aber schwächer als die Standardbürste. Auch bei Handhabung und Umwelteigenschaften schlägt sich das Standardmodell besser, so dass bei beiden Varianten des Bosch unterm Strich die Note 2,0 herauskommt. Dabei kostet das Standardmodell nur 211 Euro. Dennoch empfiehlt „Test“ die Elektrobürste für Haushalte mit großen robusten Teppichböden. Da könne sie „sehr sinnvoll sein“. Dagegen rät „Test“ von der Elektrobürste für den Miele S5781 Ecoline ab. „Sie saugt nicht besser als die mitgelieferte Standardbürste“, urteilen die Tester, „kostet als Sonderzubehör jedoch 190 Euro.“ Dabei ist der Miele-Sauger (Note 2,0) mit 310 Euro ohne Elektrobürste recht teuer.

Staubsauger ohne Beutel enttäuschen

Auf den Staubbeutel verzichten, dafür einen Behälter entleeren und grob säubern – immerhin 30 Prozent der Staubsaugerkäufer entscheiden sich für ein beutelloses Modell. Als zumindest unhygienisch empfinden das die Tester. Für Hausstauballergiker könne das sogar fatal sein. Doch die Sauger ohne Beutel konnten auch sonst nicht überzeugen. Am besten schlug sich noch der Vax Zen C88 Z-H-E für 260 Euro (Note 2,7). Der Dyson CD 37b Allergy Musclehead – mit einem Preis von 420 Euro das zweitteuerste Gerät im Test – schafft es mit der Note 3,4 nur auf den vorletzten Platz gerade noch vor dem beutellosen Philips FC8146. Der ist mit 110 Euro der billigste Staubsauger im Test und im Urteil der Experten (Note 4,3) das Schlusslicht.

Hohe Watt-Zahlen müssen nicht sein

Hohe Watt-Zahlen wurden früher gern als Argument für gute Saugleistungen benutzt. Heute stehen sie für hohen Stromverbrauch. Ein Zusammenhang zwischen Wattzahl und Saugergebnis besteht auch gar nicht. Zwar saugte der sparsamste (902 Watt) und leiseste Staubsauger im Test, der Rowenta RO5921 Silence Force Extreme für 230 Euro, nur mittelmäßig (Note 2,7). Doch der Testsieger von Vorwerk glänzt mit dem zweitniedrigsten Verbrauch (1030 Watt). Alle anderen Staubsauger schlucken immerhin zwischen 1175 und 1493 Watt elektrische Leistung.

Von Apple bis Zewa: Was steckt hinter den Markennamen?

Bemerkenswert ist noch der Panasonic MC-CG712. Er ist mit 141 Euro und der Note 2,5 der billigste Gute im Test – der allerdings gestern im Internet auch nicht mehr unter 149 Euro angeboten wurde.

Von Martin Prem

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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Kommentare

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Heribert06.07.2014, 19:57Antwort
(0)(0)

UMWELT schonen? Vielleicht brauchen sie keinen Beutel mehr...dafür jedoch fast 3 mal so viel Strom (im Vergleich zum Vorwerk VK150)! Das kann nicht umweltschonend sein!

Staubsauger Tester13.02.2013, 19:09
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Ich bin auch für Staubsauger ohne Beutel, sie schonen die Umwelt und sind in der heutigen Zeit auch super Saugstark. Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, die Dyson Staubsauger sind qualitativ sehr hochwertig und haben ein annehmbares Preis-Leistungsverhältnis.

Pauly13.02.2013, 18:53
(1)(0)

Auch ich habe einen beutellosen Sauger von Dyson. Diesen möchte ich nicht mehr missen. Er saugt einfach klasse und das ohne Saugkraftverlusten bis der Behälter voll ist.

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