Der Beitrag in der Zeitschrift „Test“ (Februar-Ausgabe) ist eindrucksvoll überschrieben: „Der Tiger schluckt alles.“ Das führt ein bisschen in die Irre: Den Vorwerk Tiger VT 265 gibt es unter diesem Namen gar nicht mehr. Wer das Modell kaufen will, muss nach einem Kobold VT 265 suchen. Der ist technisch zwar identisch und schluckt zwar auch mehr als die Konkurrenten im Test, reißt aber auch ein gewaltiges Loch ins Budget. Mit 799 Euro kostet er rund 300 Euro mehr als das zweitteuerste Modell.
Preis und Leistung vergleichen
Wer genau hinsieht, kann mit geringen Abstrichen bei der Leistung gegenüber dem Testsieger sogar 638 Euro sparen: Der „Siemens Q4,0 Green Energie VSQ4GP1264“ erschreckt zwar potenzielle Käufer allein durch seinen Namen weitaus mehr ab als jeder Tiger. Aber er schluckt auch ordentlich:
- Nur bei Teppichböden sowie der Faseraufnahme von Teppichböden („gut“ statt „sehr gut“) und auf Ecken und Kanten hat der Tiger/Kobold die Nase vorn. Bei allen anderen Saugtests kann der Siemens mithalten. Der Testsieger von Vorwerk bringt es beim Saugen auf die Note 1,3, der Siemens auf 2,1.
- Bei Handhabung und Umwelteigenschaften liegt Siemens sogar vorn und bei der Haltbarkeit mit der Bestnote 0,8 gleichauf.
Das alles und die Note 2,0 (Vorwerk 1,7) gibt es laut „Test“ für 161 Euro. Allerdings hat sich das gute Preis-Leistungs-Verhältnis offenbar herumgesprochen. Denn für diesen Preis war der Staubsauger gestern im Internet nicht mehr zu finden. Das günstigste Angebot lag bei 164 Euro. Die Spanne reichte aber bereits bis über 200 Euro.
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Staubsauger ohne Beutel enttäuschen
Auf den Staubbeutel verzichten, dafür einen Behälter entleeren und grob säubern – immerhin 30 Prozent der Staubsaugerkäufer entscheiden sich für ein beutelloses Modell. Als zumindest unhygienisch empfinden das die Tester. Für Hausstauballergiker könne das sogar fatal sein. Doch die Sauger ohne Beutel konnten auch sonst nicht überzeugen. Am besten schlug sich noch der Vax Zen C88 Z-H-E für 260 Euro (Note 2,7). Der Dyson CD 37b Allergy Musclehead – mit einem Preis von 420 Euro das zweitteuerste Gerät im Test – schafft es mit der Note 3,4 nur auf den vorletzten Platz gerade noch vor dem beutellosen Philips FC8146. Der ist mit 110 Euro der billigste Staubsauger im Test und im Urteil der Experten (Note 4,3) das Schlusslicht.
Hohe Watt-Zahlen müssen nicht sein
Hohe Watt-Zahlen wurden früher gern als Argument für gute Saugleistungen benutzt. Heute stehen sie für hohen Stromverbrauch. Ein Zusammenhang zwischen Wattzahl und Saugergebnis besteht auch gar nicht. Zwar saugte der sparsamste (902 Watt) und leiseste Staubsauger im Test, der Rowenta RO5921 Silence Force Extreme für 230 Euro, nur mittelmäßig (Note 2,7). Doch der Testsieger von Vorwerk glänzt mit dem zweitniedrigsten Verbrauch (1030 Watt). Alle anderen Staubsauger schlucken immerhin zwischen 1175 und 1493 Watt elektrische Leistung.
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Bemerkenswert ist noch der Panasonic MC-CG712. Er ist mit 141 Euro und der Note 2,5 der billigste Gute im Test – der allerdings gestern im Internet auch nicht mehr unter 149 Euro angeboten wurde.
Von Martin Prem

Solche Schwergewichte gibt es nicht mehr, das Hausmädchen für die Bedienung aber auch kaum noch. 1906 brachte Siemens seine „Entstäubungspumpe“ auf den Markt.





















































































