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"Ein Genuss", urteilt Autor Oliver Menner über den Opel Insignia Bi-Turbo.

Diesel-Power hoch zwei: der Opel Insignia Bi-Turbo

Das Kraftpaket: Opel Insignia Bi-Turbo

Manche Autos sind einfach ein Genuss. Der Opel Insignia Bi-Turbo ist so eins. Oliver Menner ist das Kraftpaket gefahren.

Der Opel Diesel Bi-Turbo

Das fängt beim schicken Außendesign mit einer tiefgezogenen Dachlinie an und hört bei den inneren Werten nicht auf. Das Opel-Flaggschiff lässt seine Mittelklasse-Konkurrenten weit hinter sich. Wortwörtlich: Denn das Zweiliter-Dieselkraftpaket hat massiv Bumms unter der Haube! Und zwar doppelt, sozusagen die Kraft der zwei Herzen. So funktioniert der Superdiesel, der sich fährt wie ein Sechszylinder: Zwei unterschiedlich große Lader arbeiten entweder allein oder zusammen. Der „Kleine“ kommt bei geringen Drehzahlen schnell auf Touren. Der Motor hängt ohne Verzögerung am Gas und schüttet das bekannte „Turbo-Loch“ beherzt zu.

Opel Insignia 2.0 Bi-Turbo CDTi

Leistung: 195 PS
Höchstgeschw.: 230 km/h
0 auf 100 km/h: 8,7 sek.
Hubraum: 1998 ccm
Max. Drehmoment: 400 Nm bei 1750 U/min
Tankinhalt: 70 Liter
Leergewicht: 1503 kg
Kofferraumvolumen: 500–1010 l
Basispreis: 26.700 Euro

Schon bei 1250 U/min stehen 320 Nm Drehmoment (oder 80 Prozent der Leistung) zur Verfügung. Ab 1750 U/min liegen die vollen 400 Nm an. Im mittleren Drehzahlbereich arbeiten beide Lader zusammen. Ab rund 3000 U/min wird dann nur noch der große Lader angeströmt. So weit die nüchterne technische Erklärung. Der Rest ist einfach – reiner Fahrspaß: Kein Antritt, keine Anhöhe, keine Überholsituation, der sich der Motor nicht gewachsen zeigte. Das neue SuperSport Chassis unserer Allrad-Testversion mit den Hochleistungs-Federbeinen „HiPerStruts“ und der Vorderradaufhängung aus der Insignia OPC-Version (Opel Performance Center) sowie eine exzellent abgestimmte Sechs-Gang-Schaltung bescherten extrem sportliche Fahrdynamik. Freuen kann sich übrigens auch der Geldbeutel: Wenn man äußerst flott (Spitze 230, die 100 km/h sind in knapp neun Sekunden erreicht) unterwegs ist und dabei über tausend Kilometer mit einer Tankfüllung auskommt. Wir ermittelten etwas über sechs Liter auf 100 Kilometer.

Eleganz im Cockpit

Ein Genuss: das elegante Cockpit.

Geschwungene, lackierte Einlagen sorgen für Oberklasse-Feeling. Selbst die Opel-typischen „Endlos-Knopfreihen“ an Navi/Radio/CD-System fallen bei der Breite der Mittelkonsole nicht ins Gewicht. Reichlich Breite auch für Fahrer und Beifahrer. Auf Ellbogenfühlung geht hier keiner. Auch in der zweiten Reihe Bein- und Kopffreiheit satt, dazu einen 500-Liter-Kofferraum mit bequemer Ladehöhe, erweiterbar auf bis zu 1010 Liter.

Auch Oberklasse-Assistenzsysteme wie der Spurwechselassistent, der auch Geschwindigkeitsbeschränkungen auf dem Display anzeigt, werten den Insignia auf. Der Frontgrillradar ACC hält die vorgewählte Geschwindigkeit und passt Tempo und Sicherheitsabstand permanent dem Verkehr an. Forward Collision Alert (FCA) und Collision Imminent Braking (CIB) warnen bei Kollisionsgefahr und verzögern automatisch.

Ab der Basisvariante gibt’s den Insignia mit ABS und ESP, sechs Airbags, Isofix-Kindersitzsystem. Ebenfalls serienmäßig sind 17-Zoll-Reifen, Einparkhilfe vorn und hinten, elektrische Parkbremse, Berganfahrassistent, Lederlenkrad, Start-Stopp-System und Tempomat. In der Komfortausstattung gibt’s u.a zusätzlich Bord-PC, Klimaanlage, elektrische Fensterheber und beheizbare Außenspiegel.

Fazit

Ein Motor, der keine Wünsche offen lässt. Eine Mittelklasse-Limousine, die schwer an der Oberklasse kratzt. Über den Insignia lässt sich nicht meckern. Wenn man dann noch die Kleinigkeit von 38.570 Euro übrig hat, die unser Testmodell kostet, kann man sich entspannt hinters Steuerrad setzen.

Oliver Menner

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