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Bei vier Millimetern Profiltiefe sollte man sich nach neuen Reifen umsehen. Denn dann nimmt die Haftung ab.

Sicher auf Eis & Schnee

ADAC Winterreifen-Test: Acht sind "gut"

Die teuersten sind die besten. Das ist das Ergebnis des Winterreifentests von ADAC und Stiftung Warentest. Doch nicht alle teuren Reifen sind gut.

„Der Wagen ist auf nasser Fahrbahn nur schwer in der Spur zu halten.“ So ein Urteil wiegt schwer, wenn es um die Sicherheit der Familie geht. Ein Kleinwagenbesitzer spart möglicherweise an der Sicherheit, wenn er den billigsten verfügbaren Winterreifen kauft. 47 Euro kostet ein Stück des Premiorri Via Maggiore aus der Ukraine im Durchschnitt. Nicht viel Geld für einen Reifen. 188 Euro kostet der ganze Satz. Das sind 94 Euro weniger als beim Michelin Alpin A4, dem Testsieger, aber auch dem teuersten Reifen in der Kategorie Kleinwagen. Dafür hat der Franzose bei der Sicherheit durchgängig gute Noten, während der Ukrainer vor allem wegen gravierender Schwächen auf nasser Fahrbahn komplett durchfiel.

Ab November: Neues EU-Ökolabel für Reifen

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Gute Reifen halten deutlich länger

Dabei kann man durchaus auch sinnvoll an den Reifen sparen: Der Sava Eskimo S3 kostet 50,50 Euro, ist also kaum teurer als der Premiorri, kommt aber durch die Bank auf gute bis befriedigende Noten. Dennoch könnte sich der Mehraufwand für den Michelin lohnen. Mit einer exzellenten Note beim Verschleiß dürfte er deutlich länger halten als alle Konkurrenten.

Bei Reifen für die Kompakt- und Mittelklasse ergibt sich an der Spitze nahezu das gleiche Bild. Nur setzte sich der bei den Kleinwagen zweitplatzierte Continental Winter Kontakt vor dem Michelin auf Platz eins. Auch bei diesen deutlich teureren Reifen sind Schnäppchen-Angebote zuweilen gefährlich. Diesmal war der Syron Everest 1 mit 77 Euro der Preisbrecher (der Conti kostet 126 Euro). Erneut gab es nur die Note 5,5 für den Billigheimer. Auch in dieser Klasse gibt es aber relativ günstige Reifen unter den Guten, etwa der Nokian WR D3 für 99,50 Euro, der die Note 2,5 bekommt.

Preisunterschiede zwischen Händlern

Statt an der Qualität zu sparen, empfiehlt sich ein Preisvergleich zwischen den Händlern. Denn die Siegerreifen gibt es auch deutlich unter dem ermittelten Durchschnittspreis. Der Kleinwagen-Testsieger war beim billigsten Anbieter für 54 Euro zu haben, und damit gar nicht mehr so viel teurer als der Verlierer, der beim billigsten Anbieter 40 Euro kostete. Dabei kommt es immer wieder vor, dass ein Anbieter für den gleichen Reifen mehr als das Doppelte verlangt als sein Konkurrent.

Zusätzlich hat der ADAC diesmal auch einige größere Reifen unter die Lupe genommen. Auch hier sprach das Ergebnis für die Premium-Marken. Der Bridgestone Blizzak LM 80 (für 93 bis 205 Euro) siegte mit der Gesamtnote 2,1 vor dem Dunlop SP Winter Sport 4D (112 bis 204 Euro, Note 2,2) und dem Continental Cross-Contakt Winter (108 bis 190 Euro, Note 2,3). Befriedigend schlugen sich der Goodyear Ultra Grip 8 (109 bis 206 Euro, Note 2,7) und der Sava Eskimo SUV (186 bis 159 Euro, Note 3,2). Auch bei diesem Test fiel ein Billig-Angebot durch. Der chinesische Sailun Ice Blazer WSI (für 68 bis 160 Euro) kam nur auf die Gesamtnote 5,5.

mm

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