104.09.09|Politik|Politik|4
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München - Tausende Deutsche könnten nach Ansicht der Volkshochschulen Probleme bei der Bundestagswahl bekommen, weil sie nicht richtig lesen können. Deshalb gibt es auf einer Internetseite Hilfe.
Es sei zu befürchten, dass bundesweit rund 750.000 Wahlberechtigte deswegen nicht ohne fremde Hilfe von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen könnten, teilte der Bayerische Volkshochschulverband (bvv) am Freitag in München mit. Auf der Internetseite www.ich-will-wählen-gehen.de bieten die Volkshochschulen vertonte Übungen an, mit denen Betroffene zum Beispiel lernen können, wie man Unterlagen für die Briefwahl beantragt.
In Deutschland leben schätzungsweise vier Millionen Menschen, die trotz Schulbesuchs unzureichend lesen und schreiben können. Diese sogenannten funktionalen Analphabeten fallen meist nicht auf, weil sie gelernt haben, sich mit Tricks im Alltag durchzuschlagen, wie die Volkshochschulen zum Weltalphabetisierungstag am 8. September mitteilten.
Sie raten Betroffenen, die Briefwahl zu nutzen, um den Stimmzettel in Ruhe zu Hause studieren zu können. Außerdem könnten sich Analphabeten im Wahllokal helfen lassen. Die Bundeswahlordnung sieht diese Möglichkeit für Menschen mit Leseschwäche ausdrücklich vor.
dpa

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