Vor drei Wochen eröffneten Michael Meleschko und Ali Escobar ihr Tante Erna auf dem Optimolgelände. „Nichts Modernes, Stylisches. Ich wollte Patina und Retro“, sagt Escobar, der nebenan bereits erfolgreich den Bullit-Club betreibt. „Da erinnerte ich mich an Erna, die wir damals immer noch mit Tante betitelten…“ Die Einrichtung ist 70er-Stil: schlimme Tapeten mit wilden Ornamenten, Vollholz-Eckbank und Schrankfassaden im Gelsenkirchener Barock an den Wänden.
Das alles durchsetzt mit kitschigen Jesusbildern und textilen Nachttischlampen. So also sieht der neueste Münchner Club aus. Und er funktioniert. „In den ersten drei Wochen hatten wir eine riesen-Resonanz“ sagt Meleschko, Betriebsleiter nebenan im Bullit. „Die Gäste dort klagten oft, weil’s so voll ist. Jetzt haben wir ein paar Meter weiter eine Alternative.“
Tante Erna ist dabei so etwas wie das Farm-Team des großen Bullit, Spielwiese für Nachwuchs-Djs im Elektro-Garten, „die noch nicht so weit sind, im Bullit zu spielen.“ Die Resonanz, sagt Escobar, sei riesig, bis nach Berlin habe sich das Konzept herum gesprochen, „uns werden von verschiedenen DJ-Agenturen Nachwuchs-Künstler angeboten, um hier ihre ersten Meriten zu ernten.“













