EasyJet: Passagiere müssen Flugzeug wegen Übergewicht verlassen

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    • 22.01.13
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Fluggäste "rausgekauft"?

Übergewicht! EasyJet lädt Passagiere aus

Genf - Eine Milchmädchenrechnung ist EasyJet zum Verhängnis geworden. Die Fluggesellschaft stellte vor einer Reise Übergewicht an Bord fest. Also sammelten Passagiere Geld, um Mitreisende zu bestechen.

Das hatten sich die Passagiere des EasyJet-Flugs von Liverpool nach Genf sicherlich anders vorgestellt: Anstatt Mitte Januar in den Skiurlaub abzuheben, musste die Crew Passagiere aus der Maschine herauskomplimentieren. Der Grund: Übergewicht, da zu viele Männer an Bord.

Normalerweise kalkulieren die Fluggesellschaften so: 70 Kilo für jede Frau, Männer entsprechen pauschal 88 Kilo und Kinder werden mit 35 Kilo veranschlagt. Dass dieser Airbus aber hauptsächlich mit - teilweise übergewichtigen - Männern besetzt war, damit hatte EasyJet nicht gerechnet. Deshalb sollte der Flieger "abspecken".

Doch die Maschine verlassen wollte niemand so richtig. "Sie sagten uns, wir hätten 300 Kilo zu viel", zitiert die Daily Mail einen Mitreisenden. "Denjenigen, die freiwillig auf einen Flug einen Tag später umsteigen würden, bot die Fluggesellschaft 100 Pfund als Entschädigung an." Das war den Reisenden aber zu wenig, niemand erklärte sich bereit, von Bord zu gehen. Also wussten die Passagiere sich selbst zu helfen.

Wie der Mitreisende weiter berichtet, hätten Passagiere im vorderen Teil des Airbus' die Prämie von sich aus auf 200 Pfund erhöht - und dafür eine Art "Klingelbeutel" rumgereicht, in den jeder andere Passagier Geld reinschmeißen durfte, um sich an dem "Angebot" zu beteiligen. Für das Geld verließen dann vier Freiwillige das Flugzeug.

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Doch EasyJet will von dieser Aktion nichts wissen. Die Sache mit dem Übergewicht stimme zwar. Aber vier Männer seien für 100 Pfund freiwillig später geflogen, wie eine Sprecherin der britischen Zeitung The Independet berichtet. Nichtsdestotrotz konnte der Flieger vom John Lennon Airport dann doch noch Richtung Schweiz abheben. Mit Idealgewicht. Aber anderthalb Stunden verspätet.

mes

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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