Last oder Lust: Internationale Betrachtungen zum Weltkusstag

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    • 03.07.12
    • Reise
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Bussi, Schmatz und Knutsch

Lippenbekenntnisse zum Weltkusstag

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Ob mit den Lippen oder der Nase, ob Franzosenschmatzer, bayerisches Bussi oder Maori-Begrüßung – küssen lässt es sich auf viele Arten. Weltweite Lippenbekenntnisse zum Tag des Kusses:

© TVB Neuseeland

Stirn, Nase, Augenkontakt: So geht die Maori-Begrüßung Hongi in Neuseeland.

Dauertest in Thailand

Überschwängliche Kussarien sind eher eine Seltenheit im Königreich Thailand. Und dass ausgerechnet in diesem Land im Februar 2012 der „World’s Longest Continuous Kiss Contest“ stattfand (Austragungsort war Pattaya) ist wohl eher dem Tourismus geschuldet. 50 Stunden hielt das Gewinnerpärchen eng umschlungen aus.

Kuriose Fakten rund ums Küssen

Ein Vorbild ist das nicht. Wer seinen Urlaub in Thailand verbringen möchte, der sollte von solchen öffentlichen Liebesbekenntnissen absehen. Stattdessen beschnuppern die Thailänder ihr Gegenüber lieber. Der Schnupperkuss oder auch landessprachlich Hom gäm („gut riechen“) genannt – ein schnelles Atemholen in der Nähe der Wange – ist Ausdruck bedingungsloser Liebe sowohl zwischen Eltern und Kind als auch zwischen Liebenden. Es wird vermutet, dass er sich aus dem höchstsensiblen Geruchssinn der Thais entwickelt hat. Sie ernähren sich fast fleisch- und milchlos und nehmen hingegen reichhaltig Koriander, Chili und Zitronengras zu sich. Daher entwickeln sie kaum unangenehme Körpergerüche, und Reinlichkeit und das „Gut riechen“ sind das A und O jeder körperlichen Annäherung.

Kussverbot in Kenia 

Der Mund ist zum Essen da, nicht zum Küssen. So denken die Menschen vom Stamm der Massai und Samburu in Kenia. Küssen als menschliches Bedürfnis? Das ist bei ihnen absolut verpönt und besonders für Männer regelrecht peinlich, und der Austauschs von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit wird günstigstenfalls mit verächtlichen Blicken bestraft.

Brauen-Knabbern in der Südsee 

Beim Südseevolk der Trobriander in Papua-Neuguinea knabbern sich die Pärchen in trauter Zweisamkeit gegenseitig die Augenbrauen ab, ziehen sich an den Haaren und beißen sich mit viel Leidenschaft in die Lippe. Abgeknabberte Augenbrauen gelten dort als sexuelles Statussymbol. Dagegen ist Küssen auf der Straße strengstens verboten.

Immer der Nase nach in Neuseeland

Bei den Maoris, den Ureinwohnern Neuseelands, begrüßt man sich zuerst mit einer liebevollen Umarmung, presst die Stirn aneinander und gibt sich schließlich einen Nasenkuss. Diese Geste, bei den Einheimischen auch „Hongi“ genannt, gilt seit Jahrhunderten als ein traditionelles Begrüßungsritual. Durch die Nase, so sagt man, stellt man eben fest, wen man besonders gut riechen kann. Es soll letztendlich auch die Partnerwahl steuern. Zur Maori-Begrüßung gehören neben dem Hongi auch rhythmische Tänze und Musikeinlagen, bei denen den Ankömmlingen mit aufgerissenen Augen und herausgestreckter Zunge auch das Fürchten gelehrt werden soll.

KUSSTAG AN DER OSTSEE

Eine Lippen-Spezialbehandlung im Vitalzentrum, Schokoküsse am Büfett und ein Malwettbewerb im Kinderparadies: Im Ostsee Resort Damp hat man sich rundum auf den Tag des Kusses eingestellt. Dazu passend gibt es das zweitägige Arrangement „Moments“ für 279 euro pro Person. Infos im Internet unter www.ostsee-resort-damp.de oder unter Tel. 043 52/806 66.

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