...und gutes Benehmen ist an Bord besonders gefragt, denn hier sitzen Menschen manchmal für mehrere Stunden ziemlich eng aufeinander.
Ganz gelassen durch die Sicherheitskontrolle
Den Witz mit der Bombe im Handgepäck kann man sich getrost sparen – das Personal reagiert darauf eher gereizt und ruckzuck landet man auf der Polizeiwache statt am Urlaubsort. Besser ist es, ruhig und höflich den Aufforderungen nachzukommen und sich kooperativ zu verhalten, dann geht es für Passagiere und Kontrolleure am schnellsten.
Beim Einsteigen kommen die hinteren Reihen zuerst
Nicht ohne Grund lassen die Fluggesellschaften die Passagiere auf den hinteren Reihen zuerst einsteigen, denn es verlängert das Boarding, wenn man jedes Mal warten muss, bis einer der Früheinsteiger in den vorderen Reihen sein Handgepäck verstaut hat, die Reiselektüre und alle persönlichen Gegenstände parat hat und sich dann noch auf dem Sitz sortieren muss. Für derlei Aktionen ist auch noch genügend Zeit, wenn alle Passagiere eingestiegen sind.
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Kleines Handgepäck am richtigen Platz
In die Fächer über den Sitzen und in den Fußraum unter den Sitzen gehören wirklich nur das kleine Handgepäck und die nicht benötigte Jacke. Es ist sehr rücksichtslos, sein sperriges Reisegepäck nicht beim Einchecken aufzugeben, um am Ziel nicht so lange am Gepäckband warten zu müssen. Damit schmälern einige wenige auf Kosten der Mehrheit den ohnehin knappen Platz an Bord noch zusätzlich.
Mach mal Pause bei der Kommunikation
Natürlich fliegen nur ganz wichtige Menschen, die vor dem Start ihrer Sekretärin noch lautstark Arbeitsanweisungen geben müssen und die nach der Landung sofort ihre eingegangenen Mails lesen und von den Kollegen darüber informiert werden wollen, was sich in der Zeit des Fluges alles getan hat. Bei den meisten Fluggesellschaften ist die Benutzung von Mobiltelefonen während des Fluges untersagt – und die Passagiere drei Reihen vor und hinter dem wichtigtuenden Dauertelefonierer wollen nicht auch noch die Inhalte des Gesprächs mitbekommen – die obendrein auch vertraulich sein könnten.
Richtig sitzen und den Platz großzügig teilen
Lebhafte Kinder und die himmlische Ruhe
Für Kinder ist ein Flug meist ein aufregendes Abenteuer, und sie genießen die Zeit an Bord sehr intensiv. Das heißt aber nicht, dass sie durch die Gänge toben, über Sitze klettern und andere Fluggäste belästigen sollen. Verantwortungsbewusste Eltern packen ausreichend Beschäftigungsmaterial ins Handgepäck und widmen ihrem Nachwuchs gegebenenfalls auch etwas Zeit, statt selbst in aller Ruhe einen Film anzuschauen.
Gut gekleidet und wohlriechend
Bequeme Kleidung, ja, aber im Flugzeug sollte man sich nicht in den Schlabberlook werfen, der zu Hause gerade noch tolerierbar ist. Bedenken Sie auch, dass bei der Sicherheitskontrolle oft die Schuhe ausgezogen werden müssen – frische Socken ohne Löcher machen sich da recht gut. Aus Rücksicht auf die mitfliegenden Gäste sollte man den Abschied am Vorabend nicht mit einem knoblauchtriefenden Essen feiern, bei Nervosität vor dem Flug ein dezentes Deo benutzen und eventuell auch etwas Wäsche zum Wechseln ins Handgepäck packen.
Kultiviert essen und mit Maß trinken
Wie viel Smalltalk mag der Sitznachbar?
Es gebietet die Höflichkeit, dass man die Sitznachbarn freundlich grüßt und – falls notwendig – seine Hilfe beispielsweisebeimVerstauendesHandgepäcks anbietet. Ansonsten signalisieren die meisten Menschen deutlich, ob sie gerne mit dem Nachbarn reden wollen oder Schlaf beziehungsweise Lektüre vorziehen. Das sollte man auch respektieren.
Volker Pfau













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