Kaum vorstellbar, dass hier im Sommer zu Tausenden Badegäste lagern. Der feinsandige Darßer Weststrand ist im Winter menschenleer. An manchen Stellen ist er auch nur noch wenige Meter schmal. Und auf einigen Abschnitten gleicht er einem undurchdringlichen Dickicht. Die Herbst- und Winterstürme haben zahllose Bäume auf den Strand geworfen.
Ein guter Ausgangspunkt für Winterwanderungen am Weststrand ist der Parkplatz Drei Eichen zwischen Ahrenshoop und dem am Bodden gelegenen Dorf Born. Wen es auch im Winter schnell ans Wasser drängt, braucht etwa 20 Minuten zu Fuß. Ein paar Schritte noch durch den windgeschützten Wald: Dann braust ohne lange Vorwarnung der eisige Nordostwind über den Strand. Wo keine umgestürzten Kiefern und Buchen den Weg versperren, lässt es sich auf dem festgefrorenen Sand auch gegen den Wind herrlich laufen.
Mit dem Auto ist man in wenigen Minuten in Wieck, einem kleinen Ort am Bodden. Alte schnuckelige Häuser stehen hier und neue, die sich an den alten Stil anlehnen. Im Zentrum des Ortes steht die „Darßer Arche“, ein kleines Museums- und Ausstellungsgebäude.
Fast für sich haben Winterwanderer an manchen Tagen den Strand von Prerow. Am Ende der Prerower Bucht dümpelt der Seenotrettungskreuzer „Theo Fischer“ auf dem Wasser und wartet auf Einsätze. Auf einem Holzsteg kann man das Hafenbecken überqueren. Auf der anderen Seite leben Wildschweine. Überall ist der Boden durchwühlt.
Von Matthias Brunnert, dpa


© tmn dpa/ Tourismusverband MV/Siegfried WittenburgRuhig geht es auf dem Darß zu.
© tmn dpa/ Matthias BrunnertDick eingepackt sind Winterwanderer durch die Dünenlandschaft an der Ostseeküste unterwegs.
© tmn dpa/ Tourismusverband MV/Herbert WankeSchnee und Eis auf der Ostsee - der Darß hat im Winter, wenn die Fischkutter Pause machen, seinen ganz eigenen Reiz.









