Island ist ja bekannt als Heimat großartiger Naturgewalten. Vulkane, Erdbeben, heiße Quellen. Eine musikalische Naturgewalt aus dem hohen Norden, von der sich das Münchner Publikum im ausverkauften Zenith überzeugen konnte, sind Sigur Rós.
Frontmann Jón Þór „Jónsi“ Birgisson entlockt seiner Gitarre mit Hilfe eines Cello-Bogens die ungewöhnlichsten Laute, die zehn Musiker spielen die süßesten Harmonien, nur um im nächsten Moment eine brachiale Geräuschkulisse zu erzeugen. Und über allem schwebt der sphärische Falsettgesang von Frontmann Jonsi – elfenartig, geschlechtslos.
Das übrigens nicht nur auf Isländisch, sondern auch in der Fantasiesprache Vonlenska. Wunderschön und nicht von dieser Welt.
M. Kniepkamp


























