Berlin - Herzkranke können auch Sex haben. Wissenschaftler haben jetzt in einer Studie Fälle von Herzinfarkten und von plötzlichem Herztod untersucht.

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Die meisten Herzpatienten brauchen auf Sex nicht zu verzichten
Die meisten Herzpatienten brauchen auf Sex nicht zu verzichten. Darauf weist der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK) unter Berufung auf eine aktuelle Stellungnahme des Amerikanischen Herz-Verbandes hin, für die Experten verschiedener Disziplinen die Leitlinien und Studiendaten großer Fachgesellschaften zusammengetragen haben.
„Sexuelle Aktivität kann zwar insbesondere während des Orgasmus zu einem Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks führen, allerdings nur kurzfristig für wenige Sekunden. Außerdem wird dabei selten ein Puls von 130 pro Minute und ein systolischer Blutdruck von 170 mmHg überschritten“, sagt der BNK-Vorsitzende Norbert Smetak.
Smetak empfiehlt Betroffenen, sich nach der Erstdiagnose einer kardiovaskulären Erkrankung gründlich untersuchen zu lassen. „Wenn sich dabei ein geringes Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen herausstellt, bestehen gegen sexuelle Aktivitäten keinerlei Vorbehalte“, erklärt er. „Ist das Risiko des Patienten hingegen nicht bekannt, sollte ein körperlicher Belastungstest durchgeführt werden.“
Dem Ergebnis entsprechend ist Sex entweder unproblematisch, oder der Betroffene sollte solange auf Sex verzichten, „bis die medikamentöse Behandlung optimal auf ihn eingestellt ist und sich seine kardiovaskuläre Erkrankung stabilisiert hat“.
dapd



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